Kastner, Jörg - Sonnenkreis

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11 Mai 2010 06:27 - 06 März 2024 11:16 #1 von Netha
Kastner, Jörg - Sonnenkreis wurde erstellt von Netha
Autor: Kastner, Jörg
Titel: Sonnenkreis
Originaltitel: Mozartzauber, Erstausgabe 2001
Verlag: Knaur
Erschienen: 2004
ISBN-10: 3426619105
ISBN-13: 978-3426619100
Seiten: 523
Einband: TB
Serie: -

Autorenportrait:

Jörg Kastner (* 1962 in Minden an der Weser) ist ein deutscher Schriftsteller.

Jörg Kastner studierte Rechtswissenschaften in Bielefeld. Während des Studiums begann er mit dem Schreiben von Zeitschriftenartikeln und Kurzgeschichten. Auch für Heftromane wie Jerry Cotton, Trucker King und die eigen konzipierte Reihe !Amerika! trug er zahlreiche Bände bei[1]. 1991 erschien sein erstes Buch: Das große Raumschiff Orion Fanbuch. 1993 legte Kastner das zweite Staatsexamen ab, entschied sich aber gegen einen juristischen Beruf. Stattdessen verfolgte er eine Karriere als freischaffender Autor mit fantastischen Erzählungen und historischen Romanen. Mitte der 1990er-Jahre gelang Jörg Kastner der Durchbruch zum breitem Lesepublikum mit der Germanensaga um Arminius (Hermann der Cherusker).

Jörg Kastners bislang größter Bucherfolg sind die Vatikan-Thriller um den Engelspapst.

Jörg Kastner lebt als freier Schriftsteller in Hannover.

Quelle:Wikipedia

Inhaltsangabe:

Durch mysteriöse Umstände gelangt eine junge Sängerin unserer Tage während der Vorbereitung zu einer Mozartoper in das Wien des 18. Jahrhunderts. Hier gerät sie an den berühmt-berüchtigten Magnetiseur Mesmer und über ihn in ein Netz freimaurerischer Verschwörungen, in deren Zentrum Mozart und seine »Zauberflöte« stehen. Eine spannende Zeitreise in das Wien Schickaneders und Mozarts, ein magischer Liebesroman um den großen Komponisten und ein fesselnder Thriller voll historischer Bezüge.

Quelle: Amazon


Meine Meinung

Jörg Kastner gehört zu der Gruppe der von mir gern gelesenen Autoren, somit war für mich klar, dass ich auch „Sonnenkreis“ lesen musste.
Dies war mein siebtes Buch des Autors und die Beschreibung versprach mir einen spannenden Zeitreiseroman, in dem auch eine kleine Liebesgeschichte erzählt wird.
Leider spiegelt die Beschreibung nicht das wieder, was ich in dieser Geschichte vorfand.

Die Sopranistin Pamela Morton soll in Mozarts „Zauberflöte“ in Wien auftreten. Kurz vor Beginn der Proben dazu wird der Intendant kurzerhand ausgetauscht, der neue ist kein anderer als Pamelas Exmann. Das gefällt ihr ganz und gar nicht.
Als eine Szenenprobe angesetzt wird, besiegt sie ihren inneren Schweinehund und nimmt daran teil, doch plötzlich bricht sie bewusstlos zusammen.
Sie wacht im Wien des Jahres 1791 in einem anderen Körper wieder auf. Dieser Körper gehört einer jungen Putzmacherin (Hutmacherin) mit dem Namen Luise Heusler. Als Luise Heusler muss sie mit ansehen, wie ihre Schwester Josefine ermordet wird. Das einzige, was sie von deren Mörder sehen kann, sind dessen Schuhe …

Nach einer kurzen Rückblende, in der mir Pamelas Vorgeschichte erzählt wurde, ging es sehr schnell zur Zeitreise. Pamela konnte sich zuerst nicht damit zurechtfinden, in einem anderen Körper zu leben. Wieder sehr schnell tauchten die historischen Figuren auf, wie Dr. Mesmer, der Theaterbesitzer Schikaneder, Mozart selbst und einige andere historisch belegte Figuren. Immer mehr Charaktere erhielten Einzug in die Geschichte, die mir teils unzureichend vorgestellt wurde. Das Nachschlagen einzelner Protagonisten war unerlässlich, um den Verlauf besser zu verstehen.
Ein kleines Glossar wäre sehr hilfreich gewesen.
Trotz Überfällen auf die Charaktere und Drohungen baute sich bei mir so gut wie keine Spannung auf. Auch die Liebesgeschichte, die beschrieben wurde, fand als solche nicht statt.
Auf den letzten 150 Seiten kam dann auch der Titel des Buches erst zum Tragen und ich erfuhr, worum es sich bei diesem Sonnenkreis handelte.
Durch die langen Dialoge fiel es mir teilweise schwer, am Ball zu bleiben, sodass ich das Buch öfter zur Seite legen musste.

Die Idee aus dem frühen Tod Mozarts und seiner „Zauberflöte“ eine solche Geschichte zu machen, fand ich toll. Auch das Einflechten der Personen, die zu der Zeit um Mozart herum wirkten, war klasse.
Die Zeittafel am Ende des Buches hat mir sehr gut gefallen.
Nur vermisste ich dieses „ich kann nicht aufhören zu lesen“ sehr, welches ich bisher von Jörg Kastner gewohnt war.

Ich vergebe drei von fünf Sternen für dieses Buch.
:***:

Liebe Grüße von Netha
Letzte Änderung: 06 März 2024 11:16 von Meggie.

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