Henke, Helene - Menschenfischer

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14 Feb. 2015 11:54 #1 von Netha
Autor: Henke, Helene
Titel: Menschenfischer
Originaltitel: -
Verlag: Droemer Verlag
Erschienen: 14. Januar 2015
ISBN-10: 3426304058
ISBN-13: 978-3426304051
Seiten: 368
Einband: PB
Serie: Zoe Lenz Reihen Bd. 2
Preis: 14,99 €

Autorenporträt:

Helene Henke, geboren 1964, hat erst nach zwei verschiedenen Berufsausbildungen ihre wahre Leidenschaft entdeckt: das Schreiben. Nach vier erfolgreichen
Romanveröffentlichungen im Sieben Verlag ist „Menschfischer“ ihr zweiter Thriller bei Droemer. Die Autorin ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Krefeld.

Quelle: Droemer Verlag

Inhaltsangabe:

Zoe Lenz versteht es meisterhaft, Verstorbene für ihr Begräbnis herzurichten. Auch in der kunstvollen Herstellung von Totenmasken hat sie sich inzwischen einen Namen gemacht, denen sie sich in jeder ruhigen Minute widmet. Als eines Tages zwei tote Mädchen in einem unzugänglichen Waldgebiet im Hunsrück gefunden werden, ist es mit der Ruhe jedoch schnell vorbei. Die Kinder sind gebrandmarkt und unter mysteriösen Umstanden ums Leben gekommen. Als ihre Leichen dann auch noch plötzlich spurlos aus Zoes Kühlhaus verschwinden, wird die Bestatterin in einen Fall ungeahnten Ausmaßes verwickelt...

Quelle: Buchrücken

Meine Meinung:

Nachdem mir der erste Band dieser Reihe, „Totenmaske“, so gut gefallen hat, musste ich dieses Buch auch unbedingt lesen.
In meinen Augen hat Helene Henke hier noch einen daraufgesetzt. Die Spannung war am Anfang sachte da und wurde immer weiter ausgebaut und gehalten. Dieses Werk aus der Hand zu legen fiel mir mehr als schwer.

Zoe Lenz hat den ersten Fall für sich abgeschlossen und ging ruhig und professionell ihrer Arbeit als jüngste Bestatterin Deutschland nach. Alina, ein junges Mädchen, die schon im ersten Band eine Rolle spielte, war als Praktikantin in das Unternehmen aufgenommen worden. Als eine männliche Leiche zu versorgen war, die etwas ungewöhnlich aussah, drehte Alina fast durch und ergriff ohne ein Wort zu sagen die Flucht.
Zoe konnte sich dieses Verhalten nicht erklären. Alina äußerte sich dazu auch nur wage.

Wenig später wurden in einem abgelegenen Waldgebiet bei Rodungsarbeiten zwei weibliche Kinderleichen gefunden. Da diese Leichen schon länger dort lagen waren die Körper teils zersetzt. Zoe wurde von der Polizei gebeten Totenmasken zu erstellen, um daraus eine Gesichtsrekonstruktion machen zu können. Damit begann eine Story die es in sich hatte. Ein weiterer Protagonist aus dem ersten Teil erschien wieder auf der Bildfläche, der mit Zoe in teils Lebensgefährliche Situationen geriet.

Wie diese spannende Geschichte ausgeht, dass solltet ihr wirklich selber lesen. Helene Henke hat wieder mal ein Werk geschaffen, welches man unbedingt weiterlesen will. Ihr sehr flüssiger und schöner Schreibstil hat mir wieder ausgezeichnet gefallen. Ich hoffe sehr auf einen dritten Teil mit Zoe Lenz.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen. :*****:

Reihenfolge der Bände:

1. Totenmaske
2. Menschenfischer

Liebe Grüße von Netha

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17 Feb. 2015 06:33 - 07 Jan. 2024 08:24 #2 von Tuppi
Meine Meinung:
Im Wald werden die Leichen zweier Mädchen gefunden. Zoe darf bei der Autopsie dabei sein, bei der sich herausstellt, dass die beiden schwer misshandelt wurden. Die Leichen kommen zu Zoe um für die Bestattung vorbereitet zu werden. Doch dann werden die Kinder aus dem Kühlhaus gestohlen...

Es ist das zweite Buch der Autorin um die Bestatterin Zoe. Ich habe mich sofort wieder zurechtgefunden und hatte das Gefühl, den vorigen Band gerade erst aus der Hand gelegt zu haben. Es knüpft direkt daran an. Zoe und Leon sind in einer Fernbeziehung, da beide durch ihren jeweiligen Beruf an verschiedene Orte gebunden sind. Und das Verhältnis von Zoe zu ihrer Mutter wird durch die Vorkommnisse auch nicht einfacher.

Zwei Kinderleichen werden in Zoes Nähe gefunden und sie erhält die Möglichkeit, bei der Obduktion dabei zu sein. Denn durch ihre Erfahrung bei der Herstellung von Totenmasken soll sie helfen, die Identität der Kinder zu klären. Dabei kommen grausame Misshandlungen heraus. Während sich der Verdacht auf eine Sekte immer mehr verhärtet, gerät Zoe in Gefahr. Anstatt sich an die Polizei zu wenden, versucht sie auf eigene Faust das Verschwinden ihrer Mitarbeiterin Alina zu klären.

Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Der Fall wurde aufgeklärt. Ich hoffe, bald wieder von Zoe lesen zu dürfen!

Das grausame Schicksal von Kindern, die auf schreckliche Weise manipuliert und misshandelt werden, geht mitunter sehr an die Nieren. Harter Tobak, aber wunderbar verpackt. Meiner Meinung nach ist das Buch auch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes zu verstehen.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, die unter die Haut geht.
:*****:

17.02.2015 - 445

Viele Grüße Nicole

EIN TAG OHNE LESEN IST KEIN GUTER TAG!
Letzte Änderung: 07 Jan. 2024 08:24 von Tuppi.

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22 Feb. 2015 15:27 #3 von charlie
Meine Meinung:

Bei Waldarbeiten werden die Leichen von zwei Mädchen gefunden. Sie sind bereits stark verwest, dadurch ist es sehr schwierig die Identität der Toten herauszufinden. Die Polizei bittet Zoe um Mithilfe. Doch plötzlich sind die Todesopfer aus Zoes Kühlkammer verschwunden. Auch von Alina, Zoes Lehrtochter fehlt jede Spur. Zoe gibt eine Vermisstenanzeige auf, doch sie hat das Gefühl von der Polizei nicht richtig ernst genommen zu werden. Da beginnt sie selbst zu ermitteln und kann nicht ahnen in welche Gefahr sie sich begibt….

Zoe musste in ihrem Leben schon einiges durchmachen und steht dadurch mit beiden Beinen auf den Boden. Auch ihr Beruf als Bestatterin ist nicht ohne. Mir gefällt diese Figur sehr gut. Mit Alina hatte ich von Anfang an so meine Mühe. Ich habe ihr einfach nicht über den Weg getraut. Es gab Szenen da musste ich mein Kopfkino ausschalten, da war mir doch etwas zu heftig. Mir hat der Schreibstil sehr gefallen. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung von Zoe Lenz Romanen.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen. :*****:

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01 März 2015 10:05 #4 von Zabou1964
Meine Meinung:

Als großer Fan der Autorin habe ich jedes ihrer Bücher gelesen und die Fortsetzung der Reihe um Deutschlands jüngste Bestatterin Zoe Lenz bereits sehnsüchtig erwartet. Auch mit ihrem neuesten Werk konnte Helene Henke mich wieder fesseln und begeistern.

Als im Wald zwei verweste Kinderleichen gefunden werden, bekommt Zoe die Chance, bei der Obduktion und der Rekonstruktion der Gesichter mitzuhelfen. Schnell wird klar, dass die Mädchen vor ihrem Tod misshandelt wurden. Zoe beginnt, Nachforschungen anzustellen. Ihre Praktikantin Alina reagiert merkwürdig und verschwindet eines Tages spurlos. Aus Sorge um die junge Frau begibt sich Zoe auf die Suche nach ihr und sich selbst damit in große Gefahr.

Dieser zweite Teil der Reihe ist stark mit dem ersten Band verknüpft. Zoe lebt mittlerweile allein, ihre Mutter ist in einer Psychiatrie untergebracht. Mit dem Mainzer Kommissar Leon führt sie eine Fernbeziehung. Die Leichenfunde weisen auf eine Sekte hin, die sich vor vielen Jahren in den Wäldern des Hunsrücks niedergelassen hatte. Zoes Begabung, Totenmasken herzustellen, wird wieder ausführlich beschrieben. Man merkt, dass die Autorin sich mit dem Thema beschäftigt hat.

Die Vorkommnisse rund um die Sekte sowie die Beschreibung der Kinderleichen sind nicht zu detailliert dargestellt. Zoes Handeln war für mich nicht immer nachvollziehbar, hat den Roman jedoch sehr spannend gemacht. Die Figur Alina hat mir in diesem Buch besonders gefallen. Sie ist ein starker Charakter, deren Leben mich sehr bewegt hat.

Durch geschickt eingesetzte Rückblenden ist die Lektüre des ersten Bandes nicht zwingend notwendig, um diesen zweiten Teil zu verstehen. Ich empfehle trotzdem, auch „Totenmaske“ zu lesen, denn es ist ein spannendes Buch. Die Reihenfolge sollte man allerdings unbedingt einhalten.

Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung dieser Reihe freuen. Zoe ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und ich wüsste zu gerne, wie es mit ihr weitergeht.

Fazit:

Spannende Unterhaltung mit einer überaus interessanten Protagonisten.

:*****:

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12 Mai 2015 07:12 #5 von Ikopiko
Meine Meinung:

Zoe, jüngste Bestatterin Deutschlands, hat nach den Vorfällen im ersten Band der Reihe nun endlich wieder Ruhe in ihrem Leben. Auch ohne Unterstützung ihrer Mutter, hat sie ihre Firma im Griff; ihre Fernbeziehung zu Kommissar Leon läuft gut. Ihr bleibt sogar Zeit für ihre Passion, Totenmasken zu erstellen. Ihr Talent hierin hat sich bereits rumgesprochen, und sie erhält viele Aufträge. Eigentlich geht also alles seinen geregelten Gang …

… eigentlich! Bei Waldarbeiten werden in Zoes Wohnort zwei Kinderleichen gefunden. Zoe ist beunruhigt, als sie von den Brandmarkungen der Kinder erfährt. Besonders berührt scheint jedoch ihre junge Mitarbeiterin Alina. Seit dem Fund benimmt sie sich noch merkwürdiger als ohnehin schon, bis sie letztlich ganz verschwindet.

Zoe soll die beiden Leichen für ein Begräbnis herrichten. Doch diese werden über Nacht aus dem Bestattungshaus gestohlen. Wer klaut Leichen??? Hat Alina etwas mit der Sache zu tun? Zoe geht die Arbeit der Polizei nicht schnell genug. Sie fängt ebenfalls mit der Spurensuche an und geht dabei große Risiken ein.

„Menschenfischer“ ist Helene Henkes Fortsetzung der mit „Totenmaske“ begonnenen Serie über die Bestatterin Zoe. Wieder passieren in ihrem Umfeld kriminelle Dinge, mit denen sie unmittelbar in Verbindung steht.

Zoe ist sehr tough, aber auch ungeduldig und so mutig, dass man sie schon leichtsinnig nennen muss. Sie liebt ihre Arbeit und geht mit so einem Respekt mit den Toten um, wie man es sich nur wünschen kann. Gerade diese Achtung vor den Totenlässt einen die Beschreibungen der Arbeit mit Leichen als interessante Informationen verstehen, nicht als Ausschmückung ekliger Details. Ich glaube, jeder hat sich schon einmal gefragt, was genau mit den Körpern verstorbener Menschen passiert. Helene Henke beschreibt es schonungslos, aber pietätvoll.

Die Kriminalgeschichte ist spannend. Stückchenweise kommt man des Rätsels Lösung näher. Man ahnt einiges, vorhersehbar ist nichts. Da mir das Ende ein wenig zu unglaublich erscheint, gebe ich hierfür einen Punkt Abzug.

Fazit:

Spannender, schonungsloser Krimi aus dem Bestattungswesen.

Bewertung:

Ich gebe dem Buch vier von fünf Sternen.

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