Henke, Helene - Totenmaske

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06 März 2014 12:47 #1 von Netha
Henke, Helene - Totenmaske wurde erstellt von Netha
Autor: Henke, Helene
Titel: Totenmaske
Originaltitel: -
Verlag: Droemer Verlag
Erschienen: 1. November 2013
ISBN-10: 3426226324
ISBN-13: 978-3426226322
Seiten: 428
Einband: PB
Serie: -
Preis: 14,99 €
empfohlenes Lesealter Erwachsene

Autorenporträt:

JHelene Henke, geboren 1964, hat erst nach zwei verschiedenen Berufsausbildungen ihre
wahre Leidenschaft entdeckt: das Schreiben. Nach vier erfolgreichen Romanveröffentlichungen im
Sieben Verlag ist „Totenmaske“ ihr erster Thriller bei Droemer. Die Autorin ist verheiratet und lebt
mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Krefeld.

Quelle: Droemer Verlag

Inhaltsangabe:

Die 21-jährige Zoe versteht es meisterhaft, Verstorbene für das Begräbnis herzurichten. Nach dem Tod ihres Großvaters übernimmt sie das traditionelle Familienunternehmen. Respektvoll bereitet sie die Verstorbenen für ihre »letzte Reise« vor und macht sich schnell einen Namen als jüngste Bestatterin Deutschlands. Die Bewohner des kleinen Dorfs im Hunsrück stempeln die ungewöhnliche junge Frau jedoch schnell als Sonderling ab. Als eines Tages Boris und seine zwei Freunde auf ihrem Behandlungstisch landen, findet sich Zoe rasch im Kreis der Verdächtigen wieder – hatte doch einer der jungen Männer Zoe vor ein paar Jahren fast vergewaltigt. Das BKA ermittelt. Die Stimmung im Dorf gleicht einem Hexenkessel, als Zoe plötzlich spurlos verschwindet.

Quelle: Droemer Verlag

Meine Meinung:

Für mich war dieses Werk das vierte der Autorin, aber das erste mal war es ein Kriminalroman aus der Feder von Helene Henke. Ich kann sagen, ja, auch das kann die Autorin.

Zoe die jüngste Bestatterin Deutschlands, mit 19 Jahren ein erstaunlicher Beruf. Doch sie ist sehr gut in ihrem Fach. Natürlich ist das in der kleinen Stadt auch ein Thema bei den Bewohnern zum klatschen. Aber Zor interessiert es nicht.

Als Zoe die Leiche ihres damaligen Peinigers auf den Behandlungstisch bekommt, ist sie hin und hergerissen. Aber sie sagt sich, dass ist mein Job und erfüllt ihn nach besten Gewissen.Bei der Herrichtung des Leiche findet Zoe schnell heraus, dass es sich hier nicht um einen tragischen Unfall handelt. Zur gleichen Zeit trifft ein Kommissar des BKA ein, die beiden ermitteln zusammen weiter. Auch dieser Kommissar trägt ein Geheimnis mit sich herum. Beide finden schnell eine gemeinsame Ebene. Doch Leon, der Kommissar, zweifelt teils an der Unschuld von Zoe.

Doch wie das alles ausgeht, dass solltet ihr wirklich selber lesen.

Die Autorin beschreibt sehr feinfühlig Zoes Arbeit als Bestatterin, auch die Umgebung des Handlungsortes wird schon fast Plastisch wiedergegeben. Die etwas unappetitlichen Szenen werden nicht bis ist kleinste Detail beschrieben, sodass es mir nicht zu viel wurde. Die Spannung wird immer weiter ausgebaut und gehalten.

Meine Ahnungen bestätigten sich nur zur Hälfte, und der Täter war am Ende ein völlig anderer als gedacht. Ich konnte das Buch nach etwa der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen, so habe ich die zweite Hälfte in einer Nacht verschlungen.

Das Ende war völlig abgeschlossen, so wird es wohl keinen zweiten Teil geben. Und es war ein schönes Ende, alle Fragen, die sich mir stellten, wurden beantwortet. So konnte ich mit einem Lächeln auf den Lippen diese Geschichte beenden.
Es hat mir sehr gut gefallen!

Ich gebe fünf von fünf Sternen. :*****:

Liebe Grüße von Netha

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07 März 2014 11:30 - 06 Jan. 2024 14:24 #2 von Tuppi
Meine Meinung:
Zoe ist 21, aber schon eine Koryphäe in ihrem Beruf als Bestatterin. Von ihrem Großvater und Vater gelernt, geht sie darin auf, Verstorbene für ihre letzte Reise herzurichten. Sie ist eine der wenigen, die die Kunst der Herstellung von Totenmasken beherrscht. Bei einem Autounfall kommen 3 junge Männer ums Leben, die Zoe auf ihrem Behandlungstisch für die Beerdigung herrichten soll. Das Trio reißt alte Wunden in ihr auf, schließlich konnte die Vergewaltigung vor 3 Jahren gerade noch verhindert werden. Das BKA findet Hinweise, dass es sich dabei nicht um einen Unfall gehandelt hat. Während Zoe zusammen mit Leon, dem Ermittler, die Leichen untersucht, wird der Verdacht bestätigt. Nicht nur Zoe, auch ihr langjähriger Freund Josh gerät in Verdacht...

Der Schreibstil ist flüssig und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Es war mein erster Krimi aus der Feder von Helene Henke und ich bin begeistert. Es ist ihr gelungen, mich von Beginn an zu fesseln.
Zoe ist ein sehr sympathischer Charakter, der durch verschiedene Umstände zu einer etwas eigenwilligen Person wurde. Auch Leon war mir sofort sympathisch. Ein junger Ermittler, der voller Enthusiasmus und Tatendrang ist.

Der Unfall stellte sich als Mord heraus, aber die Aufklärung war nicht so einfach. Erst am Ende wurde das ganze Ausmaß sichtbar. Trauer und Hass ist eine tragische Mischung. Wenn dann auch noch Vermutungen und Verdächtigungen dazu kommen, kann aus unbescholtenen Menschen schnell Bestien erschaffen werden. Toll fand ich, dass nebenbei eine Romanze stattfand, die sich langsam entwickelte. Schade, dass die Geschichte um Leons Schwester offen blieb, das klingt vielleicht nach einer Fortsetzung - ich würde mich freuen.

Fazit:
Spannend mit einem Hauch Romantik.
:****:


07.03.2014 - 393

Viele Grüße Nicole

EIN TAG OHNE LESEN IST KEIN GUTER TAG!
Letzte Änderung: 06 Jan. 2024 14:24 von Tuppi.

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09 März 2014 15:24 #3 von charlie
Meine Meinung

Zoes Grossvater war Leichenbestatter, als Kind hatte sie sich einmal zu ihm ins Labor geschlichen und einem toten Mädchen eines ihrer schönen Kleider angezogen. Zoes Mutter Isobel war natürlich alles andere als erfreut. Sie hatte natürlich andere Pläne mit ihrer Tochter. Diese wurde mit 19 Jahren zur jüngsten Leichenbestatterin. Vor 3 Jahren wurde Zoe von Boris und seinen Freunden beinahe vergewaltigt und in letzter Sekunde von Ihrem Freund Josh und dessen Vater gerettet. Als Jahre später Boris und seine Freunde durch einen Unfall sterben, reissen bei Zoe alte Wunden auf, als sie diese für ihre letzte Reise vorbereiten muss. Auch gerät sie immer mehr in den Verdacht die Mörderin zu sein.

Der Autorin ist es mit diesem vierten Buch das ich bereits von ihr lese, wieder gelungen mich komplett zu fesseln. Die Figuren fand ich sehr gut beschrieben. Das Kopfkino ging sofort bei mir an. Teilweise musste ich es selbstverständlich ausstellen, da einige Szenen doch Gänsehaut bei mir auslösten. Die Spannung stieg von Seite zu Seite, ich konnte den Krimi fast nicht mehr aus der Hand legen. Ich fand auch die Herstellung der Totenmaske sehr spannend, hatte ich doch vor Jahren in einer Zeitschrift gelesen, wie die Witwe eines Schauspielers sich eine Maske nach dem Tod ihres Mannes fertigen liess.

Ich vergebe: fünf von fünf Sternen: :*****:

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06 Apr. 2014 08:45 #4 von Zabou1964
Meine Meinung:

Als Fan der Autorin kenne ich selbstverständlich ihre vier Vampirromane, die sie im Sieben Verlag veröffentlichte. Nun präsentiert sie einen Thriller, der bei Droemer Knaur erscheint. Wie nicht anders erwartet, beherrscht sie auch dieses Genre. „Totenmaske“ hat mich von der ersten Seite an mitgerissen – ein spannender Roman voller Hintergrundwissen.

Die 21jährige Zoe lebt im Hunsrück, wo sie Deutschlands jüngste Bestatterin ist. Sie führt das Familienunternehmen gemeinsam mit ihrer sehr religiösen Mutter Isobel. Die Dorfbewohner stehen ihr wegen ihres außergewöhnlichen Berufes zum Teil skeptisch gegenüber. Als sie eines Tages gleich drei Leichen auf ihren Behandlungstisch bekommt, ist sie zunächst entsetzt. Einer der drei jungen Männer, die scheinbar bei einem Autounfall umgekommen sind, ist Boris Nauen. Dieser hat vor zwei Jahren versucht, sie zu vergewaltigen. Als klar wird, dass es sich nicht um einen Verkehrsunfall handelt, gerät Zoe wegen dieser alten Geschichte schnell unter Verdacht. Kommissar Leon Strater aus Mainz ermittelt in dem Fall und mag nicht glauben, dass die junge Frau zu einer solchen Tat fähig wäre. Als Zoe spurlos verschwindet, spitzt sich die Lage zu.

Helene Henke hat sich für ihre Protagonistin einen ungewöhnlichen Beruf ausgesucht. Bei einer Lesung berichtete sie, dass es ihr wichtig war, den Beruf des Bestatters vorurteilsfrei zu beschreiben. Die Schilderungen der Arbeiten sind sehr pietätvoll und zeugen von gründlicher Recherche. Zoes besonderes Hobby ist das Herstellen von Totenmasken. Auch dieser Vorgang wird interessant beschrieben.

Der Mord an den drei jungen Männern wird erst nach und nach aufgeklärt. Durch einige Wendungen bleibt die Handlung konstant spannend. Auch das Privatleben der Figuren kommt nicht zu kurz. So hat Zoe z. B. einen jungen Freund, der eine überaus interessante Rolle in der Geschichte spielt. Auch Isobel, Zoes Mutter, stellt mit ihrem religiösen Übereifer einen faszinierenden Charakter dar. Zoe und Kommissar Leon Strater waren mir von Anfang an sympathisch.

Wie ich von der Autorin erfahren habe, ist der zweite Fall für Zoe und Leon bereits in Arbeit und wird im Herbst 2014 erscheinen. Ich freue mich sehr darauf, mehr von dem ungewöhnlichen Ermittlerpaar zu lesen.

Fazit:

Helene Henke ist ein überaus spannender Thriller mit einer außergewöhnlichen Protagonistin gelungen.

:*****:

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07 Mai 2014 13:55 #5 von Ikopiko
Meine Meinung:

Zoe ist eine sehr junge Bestatterin, wenn nicht sogar die jüngste. Mit Hingabe hat sie den Beruf ihres Vaters übernommen und macht die Toten so gut zurecht, wie es sonst kaum jemand kann.

Im Privatleben hat Zoe kein so gutes Händchen. Sie gilt als verschroben und hat kaum Freunde. Als einer ihrer Widersacher und seine zwei Freunde plötzlich sterben und in ihrem Bestattungsinstitut landen, gilt sie für viele als Mörderin. Hat sie sich an den Jungs gerächt? Erfüllt es sie mit Genugtuung, jetzt mit den Leichen machen zu können, was sie will?

Das BKA schickt den jungen, attraktiven Leon als Ermittler zu Zoe. Sie gefällt ihm, was nicht von Vorteil bei einer Hauptverdächtigen ist. Als Zoe dann plötzlich verschwindet, setzt er alles daran, sie zu finden.

„Totenmaske“ von Helene Henke ist nichts für schwache Gemüter. Zoe ist von Beruf Bestatterin und bei der Beschreibung ihrer Arbeit nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund. Manchmal war es etwas eklig, in erster Linie aber interessant. Das meiste habe ich nicht gewusst. Etwas makaber war, dass zur Zeit des Lesens des Romans zu zwei Beerdigungen und einer Einsargung musste. Es waren keine mir Nahestehenden die beerdigt wurden, aber man kann sich denken, worüber ich während der Trauerfeiern nachgedacht habe …

Diese Bestattungsvorgänge haben für mich die eigentliche Kriminalgeschichte überlagert. Es war zwar nicht voraussehbar, wer die jungen Männer ermordet hat, jedoch hatte ich einen Verdacht, der sich auch bestätigte.

Anmerken möchte ich die schlechte Bindung des Taschenbuches, was sich jedoch nicht auf meine Bewertung auswirkt. Bereits nach kurzem Blättern löste sich der Einband.

Fazit:

Thriller, der Einblicke in die Arbeit eines Bestatters gewährt.

Bewertung:

Ich gebe dem Buch vier von fünf Sternen.

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25 Mai 2014 12:38 #6 von manu1983
Meine Meinung:

Nachdem ich schon die Vampirromane von Helene Henke verschlungen habe, war ich neugierig auf diesen Thriller. Das Cover, auf dem ein Mädchen zu sehen ist, welches sich eine Maske vor das Gesicht hält, hat mich angesprochen. Der Klappentext war vielversprechend.

Die Geschichte handelt von Zoe, 21 Jahre alt, von Beruf Bestatterin. Ein sehr ungewöhnlicher Beruf für ihr Alter.
Eines Tages soll sie drei männliche Leichen herrichten, die bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Bei einer handelt es sich um Boris, der drei Jahre zuvor versuchte, sie zu vergewaltigen.
Die Ermittlungen des BKA ergeben, dass der Unfall kein solcher war.
Plötzlich verschwindet Zoe spurlos.

Von der ersten Seite an verfolgte ich mit Spannung und Neugier, was Zoe in ihrem Beruf sowie in ihrem Privatleben alles erlebt.
Der Schreibstil war locker, jedoch fesselnd. Zoe war mir auf Anhieb sympathisch. Ihren Arbeitsplatz hat die Autorin im Detail beschrieben. Auch die einzelnen Arbeitsschritte waren sehr ausführlich dargestellt. Während des Lesens lief es mir das ein oder andere Mal kalt den Rücken hinunter.

Fazit:

Ein spannender Thriller, bei dem das Kopfkino aktiviert wurde.

Von mir gibt es
:*****:

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