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Mankell, Henning - Die schwedischen Gummistiefel
Titel: Die schwedischen Gummistiefel
Originaltitel: Svenska Gummistövlar
Verlag: Zsolnay Verlag
Erschienen: 22. August 2016
ISBN-10: 3552057951
ISBN-13: 983552057951
Seiten: 477
Einband: HC
Serie: -
Preis: 26,00 €
Autorenporträt:
Quelle: Amazon de und eigene WorteAm 3. Februar 1948 wurde Henning Mankell in Stockholm geboren. Sein Vater zog ihn allein in Härjedalen auf. Vor seinen ersten Gehversuchen als Autor und Regisseur machte Mankell als Siebzehnjähriger berufliche und künstlerische Erfahrungen als Regieassistent am Riks Theater in Stockholm. Auch seine – neben der Kunst – zweite Leidenschaft machte sich früh bemerkbar: Schon als Kind hatte Mankell Fernweh und den Wunsch, nach Afrika zu reisen. Mit 24 Jahren setzte er seinen Traum in die Realität um und fand in Afrika eine zweite Heimat, der er bis heute mit einer Theatergruppe in Mosambik treu ist. Mankell lebt „mit einem Fuß im Sand, mit dem anderen im Schnee“, wie er selbst sagt. Afrika ist auch Ziel des gesellschaftlichen Engagements des mit Preisen überhäuften Autors. Immer wieder lenkt Mankell die Aufmerksamkeit der westlichen Öffentlichkeit auf die Besonderheit und Schönheit des „vergessenen Kontinents“. Henning Mankel verstarb am 5.Oktober 2015 an den Folgen einer Krebserkrankung
Inhaltsangabe:
Quelle: KlappentextSeit Fredrik Welin als Chirurg ein Kunstfehler unterlief, lebt er allein auf einer einsamen Insel in den schwedischen Schären. Eines Tages, er ist fast 70, nimmt sein Schicksal eine völlig neue Wendung: Sein Haus brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die Polizei verdächtigt ihn zunächst, er habe es selber in Brand gesetzt. Doch so einfach liegen die Dinge nicht...
Meine Meinung:
Der letzte Roman von Henning Mankell ist gelesen. Dieses Werk erschien erst nach seinen Tod im Oktober 2015 und musste natürlich von mir gelesen werden.
Dieses Buch ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, aber auch eine Fortsetzung des Romans „Die italienischen Schuhe“. Sie spielt 8 Jahre später.
Fredrick Welin erwacht in der Nacht durch sehr starkes Licht, als er erfasst wo es herkommt, bleibt ihm nur noch die Flucht nach draußen, den sein Haus steht in Flammen. Da stand er nun und hatte nichts mehr, nur das was er am Leibe trug und ein paar ungleiche Gummistiefel.
Als die Polizei am Ende ihres Lateins war, wird Fredrick verdächtigt, sein Haus selber angezündet zu haben. Doch das lässt er nicht auch sich sitzen. Er zieht in einen ausrangierten Wohnwagen, der abseits seines Hauses Jahrelang vor sich hin gestanden hat.
Dem ganzen Gerede und den Verdächtigungen kann er für einige Zeit entgehen, als ihn ein Hilferuf seiner Tochter aus Paris erreicht.
In laufe der Zeit versterben drei Bekannte aus der Umgebung und Fredrick hat viel Zeit über das Nachzudenken. Seine Bekannten werden immer weniger und kaum rücken jüngere nach in die Einsamkeit der schwedischen Schären Welt. Auch sein Herz wird noch einmal von einer Frau berührt, aber es soll nicht so laufen wie er es sich gedacht hat. Da stand er dann wieder und ihm wurde sein Alter bewusst.
Dieses Werk hat mich tief berührt, auch wenn eine gewisse Melancholie vorherrschte, so konnte ich mich Henning Mankells Worten nicht entziehen.
Dieses Buch ist eine tiefgreifende Abrechnung mit dem altern, der Einsamkeit und was es ausmacht ein Mensch zu sein. Aber es ist für sich auch spannend. Möchte man als Leser doch auch erfahren, wer ihm das Haus angezündet hat, während er darin schlief.
Ich werde seine Romane vermissen, haben sie durch die Bank weg doch alle sehr gut gefallen. Mit dieser Geschichte verabschiedete Henning Mankell sich von seinen Lesern. Wenn er nicht gestorben wäre, hätte ich am Ende gesagt, „Das war es jetzt, mehr wird nicht erscheinen“.
Ich vergebe fünf von fünf Sternen

Liebe Grüße von Netha
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