Bertram, Gerit - Die Goldspinnerin Abschnitt 1

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15 Sep. 2010 09:12 #7 von manu1983
Das erste Kapitel habe ich schon hinter mir und ich bin schon sehr begeistert!!

Ich musste das Buch aber danach gleich einen kurzen Moment zur Seite legen, da mir nach dem Gelesenen alles weh getan hat!!

Warum habt ihr euch gleich zu Beginn für so eine heftige Szene entschieden?

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15 Sep. 2010 09:35 #8 von Iris
@Netha: Freut uns sehr, dass es dir gefällt! :knu: Ja, Cristin hat ihre Stärken und Schwächen, absolut. Mit ihren kleinen Macken wird sie sich noch öfter in Schwierigkeiten bringen. Nun hat sie in Lukas einen abgeklärten Mann, der sein Bestes tut, um sie zu schützen. Andererseits ist sie auch eine Frau ihrer Zeit, für die es z.B. ganz normal war, dass die Eltern ihr den Mann ausgesucht haben. Nun hat sie ja wirklich mit ihm Glück gehabt ... Danke für das Kompliment wegen der Kindbettfieber-Szene. Freut mich besonders, dass du sie magst, denn diese Feinheiten sind ja schon eine kleine Herausforderung für uns Autoren.
Ja, der Hund ... ich hab sie auch beim Schreiben vor Augen gehabt. Aber sie zeigt viel von dem Charakter des jungen Mannes und seiner Weltanschauung.

Viel Spaß beim Weiterlesen, Anke! :katt

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15 Sep. 2010 09:41 #9 von Iris
@Manu: Schön, dass es dir gefällt!
Ja, weißt du, uns war aus dramaturgischer Sicht ganz wichtig, von Anfang an Cristins Situation darzustellen. Im Grunde ist sie eine verwöhnte junge Frau, die Armut, Gewalt und die Macht der Obrigkeit nur vom Hörensagen kennt. Durch diese drastische Szene wird sie mit der dunklen Seite der Stadt konfrontiert. Cristin braucht das Wissen für später, um sich der eigenen Gefahren bewusst zu werden, um erwachsen zu werden.

Wir hätten es auch schulmeisterlich nebenher erzählen können, im Dialog oder so. Aber dann wäre das vermutlich an Cristin vorbeigerauscht und sie hätte ihren Alltag weiterbestritten wie immer. Das haben wir somit verhindert.
Gemein, gell???? :bg

Viel Spaß weiterhin! :katt

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15 Sep. 2010 10:07 #10 von manu1983
Das ist ja wirklich gemein, aber auch gut gemacht, so finde ich!

Bin gespannt, wie es mit Cristin weitergeht. Ich mag sie auf jeden Fall schonmal sehr!!!

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15 Sep. 2010 10:50 #11 von Peter
Hallo, Ihr Lieben

bin jetzt auch da. Das fängt ja schon mal gut an (Netha und Manu, dass euch unser zweites Baby gefällt)
Bis später!

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15 Sep. 2010 12:24 #12 von Meggie
Ich hab den ersten Abschnitt jetzt auch geschafft.

Ich hatte ja schon die ersten zwei Seiten gelesen, als das Buch bei mir eintraf.
Jetzt weiterzulesen war doch sehr heftig. Die Anfangsszene ist ja sehr detailliert beschrieben. Ich musste mehrmals schlucken. Ich konnte Cristins Erschütterung sehr gut verstehen bzw. ich konnte mich sehr gut in Cristin reinversetzen.

Ist diese Methode des Tötens durch den Henker belegt? Ich habe nämlich in dieser Form noch nie in einem historischen Roman darüber gelesen.

Cristin scheint eine herzensgute Frau zu sein, die versucht, es allen recht zu machen, aber sich auch durchsetzen kann, was man am Beispiel mit ihrem Mann Lukas sieht (in meinem Haus lass ich mir nicht das Wort verbieten)...

Lukas scheint ebenfalls sehr nett zu sein. Mit ihm als Arbeitgeber haben seine Gesellen und Helferinnen ja das große Los gezogen. War in der damaligen Zeit ja nicht gerade Sitte.

Was ist denn ein Knochenhauer?

Cristin's Ehrgeiz ist beispielhaft. Erst lernt sie lesen und dann bringt sie sich noch selbst das Schreiben bei. Find ich klasse. Allerdings zeigt es auch wieder, wie "niedrig" Frauen eingestuft wurden.
Cristin hat da noch Glück. Ein Mann, der sie liebt und ihr jeden Wunsch von den Augen abliest. Eine gut gehende Goldspinnerei, in der sie auch noch ein bisschen das Sagen hat. Und das Ansehen verschiedener Bürger der Stadt.
Dies wird deutlich durch die Szene mit dem Fest. Beliebt und geachtet sind sie, die Bremer's.
Alles heile Welt.

Bis zu dem Zeitpunkt, wo es Lukas schlecht geht....

Die Gabe, die Cristin und wohl auch Elisabeth inne hat, wird da nicht weiterhelfen.

Noch ein Wort zu dem Henker. Abgebrüht und emotionslos musste man sein, um diesen Job machen zu können. Dies zeigt Emmerik ja sehr deutlich. Wäre er so, wenn seine Frau überlebt hätte? Wahrscheinlich nicht. Schade, was Trauer aus Menschen alles machen kann. Sein Sohn Baldo scheint da doch mehr Skrupel zu haben. Die Szene mit dem Hund ist da schon der Anfang.

Warum habt Ihr Euch gerade für Ende 14./ Anfang 15. Jahrhundert entschieden?
Die Stadt Lübeck ist mir klar. :bg Wie kam die Idee auf eine Goldspinnerei?

So, erstmal genug gelöchert.


LG Meggie

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