Selznick, Brian - Die Entdeckung des Hugo Cabret

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07 Jan. 2012 15:45 - 13 März 2024 13:15 #1 von Mandy
Autor: Selznick, Brian
Titel: Die Entdeckung des Hugo Cabret
Originaltitel: The Invention of Hugo Cabret
Verlag: cbj
Erschienen: 1. März 2010
ISBN 13: 978-3570221181
Seiten: 544 Seiten
Einband: Taschenbuch
Serie: -
Empfohlenes Alter: 10-12 Jahre
Preis: 12,95 Euro

Autorenportrait:

Brian Selznick (* 14. Juli 1966 in East Brunswick, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Illustrator und Autor von Kinder- und Jugendliteratur.

Quelle: Wikipedia

Inhaltsangabe:

Hugo Cabret hat mehrere Geheimnisse. Dass der Waisenjunge in den dreißiger Jahren im Dachgeschoss eines gigantischen, labyrinthisch angelegten Bahnhofs haust und Tag für Tag dessen Uhren aufzieht, damit er nicht entdeckt wird, während sich in seiner Wohnung die nicht eingelösten Gehaltsschecks des eigentlichen Uhrenkontrolleurs - seines inzwischen toten Onkels - stapeln, ist noch das kleinste davon. Das größte aber ist ein stark beschädigter Automatenmensch, der angeblich aus der Uhrmacherwerkstatt seines Vaters stammt. In mühevoller Kleinarbeit bringt Hugo Cabret den Automaten wieder zum Laufen. Und der malt auch prompt faszinierende Bilder, die seine wahre Herkunft offenbaren.

Quelle: Amazon.de

Meine Meinung:

Die Aufmachung des Buches ist wirklich ein Highlight, alle Seiten sind schwarz umrandet und auch der Buchschnitt ist schwarz, außerdem befinden sich im Innern viele wunderschöne Zeichnungen. Aber das besondere daran ist, das diese Bilder die Geschichte miterzählen, sie sind also nicht nur eine Ergänzung zu etwas bereits geschriebenem, sondern sie führen die Story selbst weiter, so daß man schon mal etwas länger bei den Skizzen verweilt und sich seine eigenen Worte dazu einfallen läßt.

Das Buch handelt von Hugo, der seinen Vater durch einen Brand verliert und deswegen bei seinem Onkel unterkommt, der Uhrenkontrolleur in einem Bahnhof ist. Als dieser eines Tages verschwindet setzt Hugo seine Arbeit fort, denn auch davor hat er dies schon häufig getan, da sein Onkel dazu keine Lust mehr hatte und sich lieber dem Alkohol zugewandt hat. Da Hugo nicht weiß, wie man die Gehaltsscheck einlöst muß er öfters auf Diebstahl zurückgreifen, was ihm keine Freude bereitet, aber da er sonst nichts zu Essen und zu Trinken hätte tut er es und schlägt sich so durchs Leben. Wohnen tut er übrigens im Bahnhof selbst, aber auch das darf keiner erfahren.

Hugo hat als einziges Andenken an seinen Vater eine Aufziehfigur, die bei dem Brand ziemlich ramponiert wurde, aber Hugo möchte diesen Automaten unbedingt wiederherstellen, denn er denkt, er könnte eine letzte Nachricht von seinem Vater erhalten, aber dieses Unterfangen stellt sich fürs erste als sehr schwierig raus und Hugo muß erstmal lernen sich selbst und seinen Fähigkeiten zu vertrauen.

Ich muß gestehen, das ich immer in eine ganz andere Richtung gedacht habe, was es mit dieser Figur auf sich hat und wenn man dann das Geheimnis so langsam aufgedeckt bekommt ist es einfach nur faszinierend. Ich war wirklich begeistert von diesem Buch, allerdings fand ich es schade, das manches so kurz abgehandelt wurde, gerade was einige Erklärungen am Ende angeht, das war mir alles einfach zu schnell, da hätte ich mir dann doch noch einige Seiten mehr gewünscht, ob nun als Zeichnungen oder als geschriebenes Wort.

Hugo mochte ich übrigens sofort, er ist wirklich ein sympathischer Junge, aber er hat mir auch oft leid getan, weil viele in ihm was gesehen haben, was eigentlich gar nicht so recht der Wahrheit entspricht, aber sie haben sich einfach nicht die Mühe gemacht näher hinzuschauen, sondern haben ihn gleich in eine Schublade gesteckt. Ich fand es zwar auch manchmal nicht gut, das Hugo sich nicht jemandem anvertraut hat, aber wem auch, denn der Ton macht ja bekanntlich die Musik und der war bei den meisten halt einfach unfreundlich.

Richtig interessant fand ich übrigens, als der Autor am Ende aufgezählt hat was fiktiv ist und was den Tatsachen entspricht, denn das so vieles in diesem Buch wirklich passiert ist oder gab war für mich schon etwas überraschend, aber das liegt vielleicht auch daran, das es nicht wirklich mein Interessengebiet ist, aber jetzt bin ich so fasziniert davon gewesen, das ich auch schon ein wenig darüber im Internet gestöbert habe.

Das Buch wurde übrigens von Martin Scorsese verfilmt und der Film kommt im Februar in die deutschen Kinos.

Von mir gibt es:*****:
Letzte Änderung: 13 März 2024 13:15 von Meggie.

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