Meyer, Kai - Phantasmen
Titel: Phantasmen
Originaltitel: --
Verlag: Carlsen
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-551-58292-8
Seiten: 400
Format: Hardcover
Serie: --
Preis: 19,99 Euro
Autorenporträt:
Kai Meyer, geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von Büchern verlegte. Er hat inzwischen über fünfzig Titel veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer der wichtigsten Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke erscheinen auch als Film-, Comic- und Hörspieladaptionen und wurden in siebenundzwanzig Sprachen übersetzt.
Quelle: Carlsen
Inhaltsangabe:
Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich.
An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen.
Dann erscheinen die Geister.
Quelle: Carlsen
Meine Meinung:
Seit 18 Monaten tauchen Geister auf. Keiner weiß, woher sie kommen, keiner weiß, was sie wollen und es werden stündlich mehr. Sie stehen auf der Stelle und drehen sich immer nur mit der Sonne mit.
Rain und ihre Schwester Emma machen sich auf in die spanische Wüste, um dort an die Unglücksstelle eines Flugzeuges zu fahren, bei dessen Absturz ihre Eltern ums Leben kamen.
Doch kaum dort angekommen, überstürzen sich die Ereignisse. Die Geister scheinen doch nicht so harmlos wie gedacht, denn auf ihren Gesichtern erscheint plötzlich ein Lächeln – und das ist tödlich.
Wieder ein Buch, dass mich dermaßen fasziniert hat, dass ich es in einem Rutsch durchlesen musste.
Kai Meyer schafft es, dass man nach jedem Kapitel einfach noch ein weiteres lesen muss. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen und die Spannung steigt stetig an und ist dann auch teilweise nicht auszuhalten.
Es ist immer wieder faszinierend, wo die Autoren ihre Ideen hernehmen und mit welch Präzision diese dann ausgearbeitet werden.
Erfrischend fand ich die Idee, dass sich ein Schreckensszenario abzeichnet, dass mal nicht von Zombies, Vampiren oder Werwölfen angezettelt wird und auch keinen überaus dystopischen Charakter hat. Die Fantasie ist zwar vorhanden, doch wird auch ein realistischer Hintergrund genannt, der für manche bestimmt denkbar ist, gerade wenn man an übernatürliche Dinge glaubt.
Die Hauptcharaktere Rain hat mir sehr gut gefallen. Sie ist eine junge Frau, die sich bedingungslos für das einsetzt, was sie liebt. In diesem Fall ist das ihre jüngere Schwester Emma. Da beide ihre Eltern verloren haben, halten sie wie Pech und Schwefel zusammen und der eine ist für den anderen da.
Durch die realitätsnahe Beschreibung der Szenen hatte das Kopfkino ordentlich zu tun und manchmal spulte einfach ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich hatte von allen ein klares Bild und konnte die Emotionen spüren.
Nur die letzten drei Kapitel haben mich dann etwas gestört. Sie passten nicht so recht in das Bild, dass ich mir gemacht habe und waren auch etwas zu „soft“. Hier hätte ich mir dann letztendlich doch etwas mehr Informationen gewünscht.
Fazit:
Eine spannende, faszinierende Geschichte mit einem phantastischen Endzeitszenario.

LG Meggie
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Rain und Emma sind auf dem Weg zu dem Ort, an dem ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind, denn seit einiger Zeit erscheinen Geister von Verstorbenen an genau der Stelle wo sie gestorben sind. Rain glaubt das Emma es helfen würde, wenn sie von ihren Eltern Abschied nehmen kann. Doch auf einmal scheinen die Erscheinungen nicht mehr so harmlos zu sein, wie sonst auch immer, denn als Emma, Rain und eine fremde Person sich den gerade erschienenen Geistern nähern fangen diese an zu lächeln und es passiert etwas unerwartetes und schreckliches.
Rain war ganz in Ordnung, auch wenn sie mir manchmal einfach zu impulsiv war, außerdem sollte sie ihrer jüngeren Schwester Emma ruhig mal mehr zutrauen. Überhaupt fand ich Emma meistens viel reifer und cleverer als Rain, die eher mit dem Kopf durch die Wand will, anstatt auch mal zu überlegen. Rain versucht durch dieses beschützen zwar ihren Fehler von damals wieder gutzumachen, aber zu viel davon ist auch nicht gut, denn Emma weiß genau was sie will und braucht auch ein wenig Freiheiten, damit sie nicht ganz unter geht. Das Emma anders ist als andere Jugendliche und vielleicht etwas mehr Zuwendung braucht ist natürlich auch ersichtlich, doch übertreibt es Rain wie gesagt einfach an manchen Stellen.
Tyler fand ich eigentlich ganz nett, nur irgendwie erfährt man nicht wirklich viel über ihn was etwas schade ist. Man weiß nur, das er seine Freundin Flavie sucht, die auch in dem Flugzeug war, wo auch Rains und Emmas Eltern drin saßen und das er deswegen oft unüberlegt handelt und sich in Gefahr bringt, aber ansonsten bleibt er leider ziemlich blass. Auch das mit Tyler und Rain war nichts halbes und nichts ganzes und am Ende weiß ich auch immer noch nicht genau wie ich das ganze nun einschätzen soll. Die Bösen gibt es natürlich auch, aber richtig hevorgehoben wird da eigentlich nur Haven, den ich aber ganz gut gezeichnet fand, denn es ist nicht alles nur schwarz oder weiß, auch wenn ich ihn nicht wirklich mochte, aber seine Beweggründe sind schon recht schlüssig.
Auch wenn die Charaktere mich nicht so ganz überzeugen konnten, bis auf Emma, die ich wirklich klasse fand, so hatte die Geschichte doch irgendwas spezielles an sich, was mich irgendwie immer wieder zum Buch hat greifen lassen. Die ganze Story ist an mir wie ein Film vorbeigezogen und das fand ich ziemlich interessant, diese Idee mit den Geistern, ihrem Lächeln und was daraus resultiert war mal was ganz anderes und ich war echt gespannt wieso sie plötzlich aufgetaucht sind und die ganze Welt ins Chaos gestürzt haben. Die Lösung des ganzen war dann auch ziemlich erschreckend und irgendwie gar nicht so weit hergeholt wie ich die ganze Zeit gedacht habe, als ich noch nicht wußte, was der Auslöser war. Der Schluß wurde mir zwar etwas zu schnell abgehandelt, aber ansonsten war die Geschichte an sich ein echtes Erlebnis und teilweise sogar recht gruselig.
Von mir gibt es:****:
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