Rusch, Hans-Jürgen: Gegenwende

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14 Mai 2010 10:26 - 04 Jan. 2024 17:08 #1 von Tuppi
Autor: Hans-Jürgen Rusch
Titel: Gegenwende – ein deutsch-deutscher Krimi
Originaltitel: -
Verlag: Gmeiner
Erschienen: 2010
ISBN-10: 3839210445
ISBN-13: 978-3839210444
Seiten: 374
Einband: broschiert
Serie: -


Autorenportrait:

Hans-Jürgen Rusch, Jahrgang 1957, diente bis zur deutschen Wiedervereinigung als Marineoffizier in Peenemünde und Stralsund. Heute lebt er mit seiner Familie im niedersächsischen Umland von Bremen. Nach zahlreichen Artikeln in Fachzeitschriften und einem Sachbuch veröffentlichte er 2008 seinen ersten Kriminalroman „Späte Rechnung“. Mit „Gegenwende“ gibt er sein Debüt im Gmeiner-Verlag.

Quelle: Buchinnenseite

Inhaltsangabe:

Juli 2007. Zwei Männer, unterwegs mit ihrer Segeljacht nach Helgoland, werden auf offener See entführt. Wenig später entdeckt die Journalistin Svenja Windisch auf einer Autobahnbaustelle in Bremen ein männliches Skelett.
Svenja wittert die große Story. Doch ihre Recherchen führen sie zurück in die eigene Vergangenheit. Zurück in die ersten Monate des Jahres 1990. Damals lernte sie während des Sturms auf die Stasi-Zentrale in Berlin den Stralsunder Bürgerrechtler Robert Bigalke kennen. Und sie erfuhr von einem drohenden Militärputsch, der Gegenwende ...

Quelle: amazon

Meine Meinung
Das Buch beginnt im Sommer 2007 mit der Segeltour von Gören und Ludger. Die beiden haben eine Erpressung gestartet und sind auf dem Weg nach Helgoland zur Übergabe, als sie auf offener See überfallen werden. Sie können fliehen und schwimmen durch das kalte Wasser nach Neuwerk.
Gleichzeitig findet die Journalistin Svenja während eines Auftrages die Leiche eines Mannes. Sie erwartet eine Top-Story und erkennt im Polizeipräsidium auf einem Tatortfoto etwas.
Dadurch beginnt eine Rückblende in das Frühjahr 1990. Svenja lebte in Stralsund und fuhr mit ihrer Freundin nach Berlin, um die Demo zu erleben, die die Stasi stürzen möchte. Dort lernte sie Robert Bigalke kennen. Ludger war zu dieser Zeit Oberleutnant und half seinem Freund Ivo bei der Fahnenflucht.

Zu Beginn sind die einzelnen Geschehnisse zusammenhanglos. Der Schreibstil ist lebendig und ich konnte mir sowohl die einzelnen Figuren als auch die jeweilige Umgebung sehr gut vorstellen. Ich bekam einen Einblick in die Politik der ehemaligen DDR und den Umgang mit sogenannten Denunzianten. Hinter jedem Freund konnte ein Verräter stecken und jeder war mit irgendetwas erpressbar und belangbar. Zur Verurteilung reichte ein vager Verdacht und derjenige konnte sich nicht dagegen wehren.
Die einzelnen Figuren wurden gut dargestellt und die Geschichte war plausibel und spannend. Als „Wessi“ ist mir dieses „Ausspionieren“ nur schwer vorstellbar, aber dem Autor ist es gelungen, mich zu fesseln.

Fazit:
Ein spannender Krimi über die deutsch-deutsche Vergangenheit, die gerne in Vergessenheit gerät.
:****:


14.05.2010 - 155

Viele Grüße Nicole

EIN TAG OHNE LESEN IST KEIN GUTER TAG!
Letzte Änderung: 04 Jan. 2024 17:08 von Tuppi.

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