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Raabe, Melanie - Der längste Schlaf
Titel: Der längste Schlaf
Originaltitel: ---
Verlag: btb
Erschienen: 18.09.2024
ISBN-13: 978-3-442-75930-9
Seiten: 352
Einband: HC
Serie: ---
Preis: € 24,--
Autorenporträt:
MELANIE RAABE wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT, 2018 dann DER SCHATTEN und 2019 DIE WÄLDER. Ihre Romane wurden in 22 Sprachen übersetzt, mehrere Verfilmungen sind in Arbeit. Melanie Raabe betreibt zudem gemeinsam mit der Künstlerin Laura Kampf einen erfolgreichen wöchentlichen Podcast rund um das Thema Kreativität, „Raabe & Kampf“. Melanie Raabe lebt und arbeitet in Köln. Mit »Die Kunst des Verschwindens« verließ sie erstmals das Gebiet des traditionellen Thrillers und entführt uns in eine Welt, in der alles möglich und nichts selbstverständlich ist.
Quelle: btb
Inhaltsangabe:
Im Leben der jungen Wissenschaftlerin Mara Lux dreht sich fast alles um das Thema Schlaf. Die Wahl-Londonerin ist eine führende Forscherin auf diesem Gebiet, gleichzeitig leidet sie selbst seit vielen Jahren unter quälender Insomnia. Sie fürchtet ihre Träume, die bisweilen auf unerklärliche Weise in die Wirklichkeit zu schwappen scheinen. Mara, die nicht nur durch und durch rational ist, sondern die auch gerne alles unter Kontrolle hat, macht das sehr zu schaffen.
In Deutschland ist sie fast nie, ihre Eltern sind früh gestorben, deshalb ist Mara nicht wenig überrascht, als sie eines Tages eine Nachricht von einem Notar aus Frankfurt erhält: Jemand möchte ihr ein großes, altes Herrenhaus in der deutschen Provinz vermachen, und zwar anonym. Mara glaubt an eine Verwechslung – und reist dennoch, neugierig geworden, in die ihr fremde Kleinstadt, um sich das Ganze anzusehen. Erstaunt muss sie feststellen, dass sie durch ihre Träume mit diesem Ort auf seltsame Weise verbunden ist.
Quelle: btb
Meine Meinung:
Ich mag die Romane von Melanie Raabe sehr. Deshalb war es klar, dass ich auch ihr neustes Werk lesen musste. Die Themen Schlafen und Träumen interessieren mich zudem. Neben der spannenden Geschichte um Mara Lux ist es Melanie Raabe sehr gut gelungen, die Fakten zu diesen Themen unterhaltsam niederzuschreiben.
Mara Lux ist eine junge deutsche Forscherin, die in London lebt. Mit Ausnahme ihrer besten Freundin Roxi verbindet sie nichts mehr mit ihrem Geburtsland. Bereits als Kind hat sie in ihren Träumen schreckliche Ereignisse vorausgesehen. Daraus resultierte eine Angst zu schlafen und zu träumen. Seit vielen Jahre leidet sie an Schlaflosigkeit. Als sie eines Tages Post von einem deutschen Notar erhält, in dem ihr das Erbe eines alten Herrenhauses in einer deutschen Kleinstadt angekündigt wird, hält sie den Brief für einen schlechten Scherz. Trotzdem reist sie auf Anraten ihrer Freunde nach Deutschland, um sich das Haus anzusehen. Was ihr dort widerfährt, ist so spannend beschrieben, dass ich den Roman nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Melanie Raabe versteht es ausgezeichnet, die Spannung von Seite zu Seite zu steigern. Mir haben die mystischen Elemente in der Geschichte sehr gut gefallen. Wer hat sich nicht schon mal gefragt, ob er etwas, das gerade geschieht, nicht schon zuvor im Traum erlebt hat? Das Setting mit der seltsamen Kleinstadt und dem alten Herrenhaus mit seinem verwilderten Garten passt ausgesprochen gut zu der mystischen Stimmung. Die Geschichte nimmt einige überraschende Wendungen, sodass ich das ein oder andere Mal mit meinen Vermutungen zur Auflösung des Rätsels falsch lag.
Mich hat der neue Roman von Melanie Raabe gefesselt und ich spreche eine klare Leseempfehlung aus.
Fazit:
Spannung mit wissenschaftlichem Hintergrund.

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