Pleva, Tanja - Gottesopfer (Band 1 der Sam O' Connor-Reihe)

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11 Apr. 2010 16:11 #1 von goat
Autor: Pleva, Tanja
Titel: Gottesopfer
Originaltitel: -
Verlag: Piper
Erschienen: Mai 2010
ISBN-10: 3492258670
ISBN-13: 978-3492258678
Seiten: 320
Einband: Broschiert
Serie: Band 1 der Sam O' Connor-Reihe

Autorenportrait:

Tanja Pleva wurde 1965 als Tochter des Schauspielers Jörg Pleva geboren. Bedingt durch den Beruf ihres Vaters, war sie schon als Kind an ständige Ortswechsel gewöhnt. Als Erwachsene führte sie ihre »ruhelose Seele«, wie sie selbst sagt, durch Europa, Asien – und schließlich auf den Spuren ihrer Vorfahren bis nach Südamerika. Dort, in Kolumbien, lebt sie heute mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern, zwei Hunden und sechs Katzen. Auf die Frage, warum sie sich einen männlichen Protagonisten ausgesucht hat, gab sie zu, einen Helden schaffen zu wollen, in den sie sich auch verlieben könne. Das hat sie wohl, denn sie schreibt bereits an ihrem zweiten Fall für den Europol-Ermittler Sam O’Connor.

Quelle: Amazon

Inhaltsangabe:

Auf dem Campo dei Fiori in Rom wird eine junge Frau verbrannt wie eine Hexe. Die Tat eines Besessenen? Er schlägt wieder zu, und auch dieser Ritualmord trägt seine Handschrift. Profiler Sam O'Connor findet nach und nach heraus, dass der Täter im Bann eines religiösen Wahns zu stehen scheint. Doch seine Identität bleibt lange im Dunkeln - so lange, bis es für sein nächstes Opfer fast zu spät ist ...

Quelle: Amazon

Meine Meinung:
Tanja Pleva ist mit "Gottesopfer" ein perfekter Auftakt einer Serie gelungen. Mit dem Profiler Sam O' Connor hat sie einen sympathischen Protagonisten erschaffen, der durch seine Ecken und Kanten, die er hat und seine manchmal aufbrausende Art, sehr menschlich rüberkommt. Er ist jemand, mit dem sich der Leser identifizieren kann.
Und wenn ich mir das Autorenportrait von Tanja Pleva so ansehe, entdecke ich auch dort ein paar Gemeinsamkeiten. Warum sonst schickt sie Sam O' Connor quer durch die Weltgeschichte obwohl er unter Flugangst leidet? Ihre eigene "ruhelose Seele" scheint sie auf ihren Protagonisten übertragen zu haben.

Die grausamen Mordfälle, mit deren Lösung Profiler Sam O' Connor beauftragt wird, führen ihn quer durch Rom, Hamburg, Salzburg und Amsterdam. Die Foltermethoden, die der Mörder dabei angewendet hat, erinnern an die mittelalterlichen Inquisitionen. Diese Tatsache und eine Gemeinsamkeit, die alle ermordeten Frauen hatten, führen schnell auf die Spur zu Pater Dominik ...

Die Autorin überzeugt durch einen rasanten Schreibstil, der in Verbindung mit den sehr kurz gehaltenen Kapiteln, viel Spannung erzeugt. Eigentlich wird dem Leser schon recht früh klar, wer für die Taten verantwortlich ist - ein kleiner Junge, der im Jahr 1985 von seiner Mutter misshandelt und von seinem Vater in ein Kloster abgeschoben wurde. Nur zu welcher der erwachsenen Hauptfiguren hat sich dieser kleiner Junge entwickelt. Geschickt legt Tanja Pleva einige Spuren, von denen sich die meisten als falsch herausstellen. Aber dennoch schaffte sie es, mich zu überraschen. Thrillerfans werden hier ganz sicher auf ihre Kosten kommen.

Fünf Sterne von meiner Seite und das Versprechen, dass ich bei O' Connors nächstem Fall auch wieder mit dabei bin!

:*****:

Nicht wer Zeit hat, liest Bücher, sondern wer Lust hat, Bücher zu lesen, der liest, ob er viel Zeit hat oder wenig.

Ernst Reinhold Hauschka

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26 Apr. 2010 18:24 #2 von Conny1966
Eigene Meinung:

Das Cover sieht schon sehr mystisch aus: Auf schwarzem Hintergrund ist der Titel in Weiß geprägt, darunter ist ein Amulett, ein Pentagramm, ebenfalls geprägt, abgebildet.

Der Thriller hat sich sehr flüssig lesen lassen. Der Protagonist und die weiteren Figuren und Schauplätze wurden sehr ausführlich beschrieben. Ich konnte mich jederzeit an die Handlungsorte versetzen.
Die kurzen Kapitel haben zur Spannung beigetragen, denn ich wollte immer wissen, wie es weitergeht, und habe noch einen Abschnitt gelesen …
Die Ortswechsel zwischen den verschiedenen Tatorten, die sich über halb Europa verteilt haben, sowie die Zeitsprünge zwischen dem Jetzt und 1985/1995 haben mich nicht gestört. Auch sie haben die Spannung erhöht. Allerdings habe ich mir ab und zu gewünscht, dass ich, als Leser, noch etwas länger an diesem oder jenem Ort hätte verweilen können.

Die verschiedenen Themen, wie Exorzismus, Geisterbeschwörung oder Hexenverbrennungen, wurden nur kurz dargestellt, was mich aber nicht sehr gestört hat. Zur weiteren Vertiefung kann ich, falls ich es möchte, auf eigene Faust recherchieren.
Einzig das Ende, die Auflösung, kam sehr schnell und abrupt. Da hätte ich mir noch etwas mehr Zeit und Ausschmückungen gewünscht.



Fazit:

Ich kann diesen kurzweiligen Thriller jederzeit weiterempfehlen und freue mich schon auf den zweiten Fall mit Sam O’Connor.

Ich vergebe vier von fünf Sternen. :****:

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02 Juni 2010 19:05 #3 von Meggie
Meine Meinung:
Sam O`Connor wird von Europol beauftragt, einen Serienkiller zu finden, der seine Opfer mit mittelalterlichen Folgermethoden tötet. Sein Motiv scheint der Hass gegen Frauen zu sein, die sich mit mystischen Dingen beschäftigen, wie beispielsweise Wahrsagen oder Karten legen. Alles scheint auf Pater Dominik hinzudeuten, der zu den Todeszeitpunkten in den jeweiligen Städten war, um dort spirituelle Sitzungen abzuhalten. Sam ermittelt auf ungewöhnliche Weise und lernt bei seinen Nachforschungen Lina kennen und verliebt sich in sie. Doch Lina schwebt in Gefahr, das nächste Opfer des Serienkillers zu werden.

Die Autorin Tanja Pleva hat mit Sam O`Connor eine sympatische Charaktere mit Ecken und Kanten geschaffen. Er hat seine privaten Päckchen zu tragen und muss auch so manchen Schicksalsschlag auf sich nehmen, schafft es jedoch mit ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden immer weiter in den Fall vorzudringen.

Die Beschreibung der einzelnen Morde sind detailliert und bei manchen Szenen musste ich doch mal schlucken, vor allem bei der Beschreibung der Leichen.

Gerade aufgrund des flüssigen Schreibstils konnte mich die Autorin überzeugen.

Fazit:
Ich freue mich schon auf den 2. Teil der Sam O`Connor-Reihe.

:****:


LG Meggie

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