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Mader, Raimund A.: Roter Herbst (Kommissar Bichlmaier 3)
Titel: Roter Herbst
Verlag: Gmeiner
Erschienen: 2013
ISBN-10: 3839214335
ISBN-13: 978-3839214336
Seiten: 319
Einband: broschiert
Preis: 11,99 €
Serie: 3. Band um Kommissar Bichlmaier
Autorenporträt:
BuchinnenseiteRaimund A. Mader, geboren 1952 in Bad Tölz, lebt seit vielen Jahren in der nördlichen Oberpfalz. Er studierte Anglistik und Germanistik in München und Seattle/Washington. Heute arbeitet er als Gymnasiallehrer in Weiden. Mit dem Kriminalroman „Roter Herbst“ setzt er seine Serie um den Regensburger Kommissar Adolf Bichlmaier fort.
Inhaltsangabe:
KlappentextKommissar Adolf Bichlmaier flüchtet aus Regensburg in die Einsamkeit. Sein letzter Fall hat große Erschütterung in ihm ausgelöst. Er landet in einer kleinen Stadt am Rande eines Moores, in der er einst als Bundeswehrsoldat stationiert war. Doch auch hier findet er keine Ruhe. Denn das Moor gibt eine grausam verstümmelte Leiche frei.
Bichlmaiers Reise in die eigene Vergangenheit wird zu einer Begegnung mit den Schatten, die die BRD in den 70er-Jahren heimgesucht haben.
Meine Meinung
Das Buch beginnt mit einem Rückblick in das Jahr 1977: Im Kanzleramt findet ein Gespräch über die RAF statt.
Dann beginnt die eigentliche Story: Seit über einem Jahr ist Adolf Bichlmaier nicht mehr Kriminalkommissar bei der Kripo Regensburg. Offiziell ist er krankgeschrieben. Um endlich zur Ruhe zu kommen, verlässt er Regensburg und landet am Rand des Moores in M. Während eines Spaziergangs findet er eine verstümmelte Leiche im Moor.
Dies war das zweite Werk des Autors für mich. Meiner Meinung nach kann man dieses Buch lesen, ohne die vorherigen Bände zu kennen. Etwas gestört hat mich, dass der Ort nur als M. bezeichnet wurde. Alle anderen Orte wurden ausgeschrieben, nur dieser eine nicht. Ansonsten habe ich mich sehr gut zurechtgefunden. Der Schreibstil war verständlich. Ich konnte mir die Charaktere und die Umgebung sehr gut vorstellen. Zusammen mit Amanda Wouters, die für den Fall zuständig war, macht Bichlmaier sich auf die Suche nach den Hintergründen der Tat. Es geschehen weitere Morde und die politische Vergangenheit bringt Ungeheuerliches ans Licht.
Das Buch ist unterteilt in drei Abschnitte. Im "ersten Buch" geht es um Bichlmaiers Absturz, seine Alkoholprobleme und die Rückkehr ins Leben. In dem neuen Ort M. fand er die Leiche. Und Erinnerungen an die Vergangenheit holten ihn ein. Im "zweiten Buch" geht es direkt mit dem Geschehen weiter. Es gibt keinen Zeitsprung, weshalb mich die Aufteilung wundert. Die Vergangenheit wird aufgerollt und einiges Interessantes kommt langsam ans Licht. Der Übergang zum "dritten Buch" war für mich ebenfalls nicht nachvollziehbar. Hier kamen dann endlich die früheren Geschehnisse heraus. Grausame und menschenverachtende Ereignisse, die mich erschüttert haben. Das Ende hat mich etwas verwirrt. Im Prinzip blieb alles offen und nichts wurde wirklich aufgeklärt. Auch den anfänglichen Hinweis auf die RAF habe ich nicht verstanden.
Fazit:
Die politische Vergangenheit hinterlässt Spuren.

Kommissar Bichlmaier:
1. Glasberg
2. Schindlerjüdin
3. Roter Herbst
01.08.2013 - 370
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