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Kreuzer, Franz: Waldsterben
Titel: Waldsterben - ein Krimi aus dem Bayerischen Wald
Verlag: Gmeiner
Erschienen: 2012
ISBN-10: 3839212359
ISBN-13: 978-3839212356
Seiten: 368
Einband: Taschenbuch
Preis: 11,90 €
Serie: -
Autorenportrait:
BuchinnenseiteFranz Kreuzer wurde 1965 in Zwiesel geboren und verbrachte seine Jugend und Schulzeit im Bayerischen Wald. Zur weiterführenden Ausbildung ging er nach München, wo er sein Studium als Diplom Ingenieur abschloss. Nach Stationen bei einem Glashersteller und einer Bank arbeitet er seit vielen Jahren in der Entwicklung von Embedded Software.
Inhaltsangabe:
KlappentextDer in München erfolgreiche Niederbayer Valentin Steinberg zieht zurück in seine Heimat, um in einer Glasfabrik eine interessante Aufgabe zu übernehmen. Doch der vermeintliche Traumjob ist härter als geahnt und als Steinberg eine Leiche in einem Wolfsgehege entdeckt, entwickelt sich die Rückkehr in den Bayerischen Wald endgültig zum Albtraum. Von Schulfreunden, die heute ein naturnahes Künstlerleben führen, erfährt er, dass der Tote ein bekannter Gegner des Nationalparks war. Weitere Nachforschungen führen ihn zu den geheimnisvollen Schrazelgängen und weit in die Vergangenheit …
Meine Meinung:
Valentin Steinberg hat einen Job in Zwiesel angenommen, wo er aufgewachsen ist. Seine Frau und die beiden Töchter sind noch in München, wollen aber nachkommen. Bei einer seiner Lauftouren entdeckt er einen Toten im Wolfsgehege.
Der Autor schreibt flüssig und sowohl die Figuren als auch die Umgebung sind sehr gut dargestellt. Da ich mich in der Gegend ein bischen auskenne, konnte ich auch die Wegbeschreibungen nachvollziehen. Eine Übersichtskarte hilft auch Ortsfremden, sich zurechtzufinden. Valentin war mir von Anfang an sympathisch und er tat mir leid, als er feststellen musste, dass sein Leben nicht so lief, wie er es gerne hätte. Seine Arbeit war kein Zuckerschlecken, seine Freunde aus der Schulzeit waren nicht ganz ehrlich und seine Frau erfand immer wieder Ausreden, um an den Wochenenden in München zu bleiben. Durch Zufall kam er an eine GPS-Karte des Toten und half damit der Polizistin Sara, dessen Tagesabläufe zu rekonstruieren.
Valentin, sein Berufsumfeld und die ehemaligen Schulkameraden wurden sehr gut beschrieben, ebenso wie die Polizistin. Allerdings fand ich es schade, dass seine Ehefrau und die Töchter sehr stark im Hintergrund geblieben sind. Das Lesen fesselte mich und der berühmte rote Faden zog sich durch die ganze Geschichte. Ich hatte anfangs das Gefühl, dass manche Abläufe vorhersehbar waren, doch da wurde ich überrascht: Es traf anders ein, als ich es vermutet hatte. Das Ende war zwar abgeschlossen und der Fall komplett aufgeklärt, aber wie es mit Valentin oder der Polizistin weitergeht, blieb offen.
Fazit:
Ein interessanter Regionalkrimi um die Glaskunst im Bayerischen Wald.

31.05.2012 - 280
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