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Degen, Michael - Nicht alle waren Mörder
Titel: Nicht alle waren Mörder
Originaltitel: -
Verlag: List
Erschienen: 2009
ISBN-13: 9783548609102
Seiten: 332
Einband: Taschenbuch
Serie: -
Preis: 9,95 €
Autorenportrait:
Quelle: [URL] www.buecher.de/shop/berichteerinnerungen...il/prod_id/25549934/ [/URL]Michael Degen, 1932 in Chemnitz geboren, Schauspieler und Schriftsteller, überlebte den Nationalsozialismus mit seiner Mutter im Berliner Untergrund. Nach dem Krieg absolvierte er eine Ausbildung am Deutschen Theater in Berlin. Er trat an allen großen Bühnen auf und arbeitete mit Regisseuren wie Ingmar Bergman, Peter Zadek und George Tabori zusammen.
Inhaltsangabe:
Quelle: [URL] www.buecher.de/shop/berichteerinnerungen...il/prod_id/25549934/ [/URL]Mit elf Jahren musste Michael Degen zusammen mit seiner Mutter vor den Nationalsozialisten fliehen. Es folgte ein Leben im Untergund, mit der ständigen Angst entdeckt und deportiert zu werden. Aber in dieser Welt, die aus den Angeln gehoben war, gab es Menschen, die sie versteckten, bis der Krieg vorbei war. Freunde und Fremde, Menschen die nicht fragten, sondern wortlos halfen.
Meine Meinung:
Michael Degen ist Jude. Während des zweiten Weltkrieges irrt er mit seiner Mutter durch Berlin und Umgebung. Seinen Vater haben die Nazis ermordet. Michael uns seine Mutter haben aber keine Zeit zum Trauern. Sie müssen ihr eigenes Leben retten und ziehen dafür von einem Versteck ins nächste. Angewiesen sind sie dabei auf wahre Freunde, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen um dem „Staatsfeind Nummer 1“, Juden, zu helfen.
Ich habe nicht gewusst, dass der bekannte deutsche Schauspieler Michael Degen, Jude ist. In seiner Kindheitserzählung „Nicht alle waren Mörder“ zeigt er auf, dass zu Zeiten des Holocaust nicht alle Deutschen Judenhasser waren. Gewiss waren sie in der Minderheit, aber es gab sie, Leute mit Mut und Herz, die dem Regime auf ihre Art und Weise die Stirn boten.
Michael Degen hat eine starke Mutter. Den Ehemann verloren, einen Sohn im Ausland, ein Kleinkind mit auf Verstecksuche – wie viel Kraft brauchten die jüdischen Mütter? Diese beiden hatten Glück im Unglück. Ehrliche Freunde versorgen sie finanziell und mit Lebensmitteln, suchen ihnen immer neue Verstecke. Selbst als Familienangehörige verhaftet und ermordet werden.
Fazit:
Auch wenn Michael Degen allen Grund hat anzuklagen, tut er dies nicht, sondern er zeigt auf, dass es auch im zweiten Weltkrieg gute Menschen gab.
Bewertung:
Ich gebe dem Buch vier von fünf Sternen.
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