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Petterson, Per - Pferde stehlen
Titel: Pferde stehlen
Originaltitel: Ut og stjæle hester
Verlag: Fischer Verlag
Erschienen: Mai 2009 (meine Ausgabe)
ISBN 10: 3596510732
ISBN 13: 978-3596510733
Seiten: 334
Einband: Broschiert
Serie:
Autorenporträt:
Quelle: Fischer VerlagPer Petterson, 1952 in Oslo geboren, ist ausgebildeter Bibliothekar und arbeitete als Buchhändler und Übersetzer, bevor er sich als Schriftsteller etablierte. Im Fischer Taschenbuch sind von ihm ›Sehnsucht nach Sibirien‹ sowie ›Pferde stehlen‹ erschienen. Für ›Pferde stehlen‹ wurde Petterson mit dem renommierten ›Independent Foreign Fiction Prize‹ ausgezeichnet.
Inhaltsangabe:
Quelle: Fischer VerlagTrond ist 67 und zieht sich nach Ostnorwegen zurück. Als ein Nachbar auftaucht, holen ihn die Ereignisse jenes Sommers vor mehr als fünfzig Jahren ein. Damals verbrachte er die Ferien mit seinem Vater in einer Hütte nahe der schwedischen Grenze. Es ist eine Gegend, in der man Pferde stehlen kann. Als in der Nachbarsfamilie ein schreckliches Unglück geschieht, entdeckt der Junge das wohlgehütete Lebensgeheimnis des Vaters.
Meine Meinung:
Trond lebt in einer Hütte im Wald, wo er seinen Lebensabend verbringen und seine Ruhe haben will. Als sein Nachbar eines Abends seinen Hund sucht, geht er raus und hilft ihm. Dabei stellt er fest, dass er diesen Mann kennt. Er hat ihn 1948, als er mit seinem Vater Urlaub an der schwedischen Grenze gemacht hat, kennen gelernt. Damals hat in der Nachbarsfamilie ein Unfall stattgefunden, der nicht nur deren Leben entscheidend verändert hat. Auch Trond und sein Vater sind betroffen und der Vater trifft eine folgenschwere Entscheidung.
Sehr melancholisch und detailliert erzählt Per Petterson das Leben von Trond im Jahre 1948 und in der Gegenwart. In einer wunderbaren Sprache wird die Landschaft, aber auch jeder einzelne Handschlag und Gedanke des Protagonisten beschrieben. Und Trond denkt viel! Das Buch ist in der Ich-Form verfasst.
Vielleicht war ich gerade nicht in der Stimmung für so viel Melancholie, aber ich fand diesen Roman stellenweise sehr langatmig. Andererseits habe ich es genossen, in die Stille der norwegischen Wälder entführt zu werden. Es wird deutlich, dass der junge Trond sehr große Sehnsucht nach seinem Vater hat. Und auch als alter Mann denkt er immer wieder an ihn.
Fazit:
Ein Roman voller Melancholie, zu dem man allerdings in der richtigen Stimmung sein sollte.

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