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Licht, Emilia: Hotel Blaues Wunder
Titel: Hotel Blaues Wunder
Verlag: Gmeiner
Erschienen: 2011
ISBN-10: 3839211484
ISBN-13: 9783839211489
Seiten: 232
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,90 €
Serie: -
Autorenportrait:
BuchinnenseiteEmilia Licht, Jahrgang 1968, wuchs in einer brandenburgischen Kleinstadt auf und lebt heute in Dresden. Lange Jahre hat sie als Führungskraft im Bereich Vertrieb und Verkauf gearbeitet. Die Autorin diverser Kurzgeschichten betreibt seit 2008 eine Literaturagentur, die im Raum Dresden Autoren-Lesungen organisiert. Mit dem Roman „Hotel Blaues Wunder“ gibt sie ihr Debüt im Gmeiner-Verlag.
Inhaltsangabe:
KlappentextPowerfrau Josina „Josi“ Hollenstein leitet das Familienhotel Anna Karolina in Dresden. Knallhart, unnahbar und perfektionistisch. Ihre schrullige Schwiegermutter hingegen möchte das Haus und vor allem Josi mit mehr Liebe füllen, während die pubertierenden Kinder ihr das Leben schwermachen und Ehemann David sie immer öfter wie eine Fremde anschaut. Völlig zurecht fragt sich Josi, wo eigentlich die Romantik in ihrer Ehe geblieben ist, und greift zu ungewöhnlichen Mitteln …
Meine Meinung:
Josina Hollenstein, genannt Josi, leitet ein Familienhotel. Aber nicht nur, dass sie sich über „unbequeme“ Gäste ärgern muss, auch ihre Schwiegermutter Gisela macht ihr das Leben zur Hölle. Von ihrem Mann David erhält sie keine Hilfe, weder fürs Hotel noch für die beiden Kinder: Isabel ist 13 und Finn ist 17. Und auch für sie selber scheint er nach 20 Jahren keine Zeit mehr aufbringen zu wollen. Also versucht sie mit seltsamen Mitteln, wieder Schwung in ihr Eheleben zu bringen.
Das Buch ist locker geschrieben. Ich habe mich sehr gut zurechtgefunden und konnte mir sowohl die Situationen als auch die Figuren lebhaft vorstellen. Josi, die das Hotel selbstbewusst und ordentlich führen will, und ihre Schwiegermutter Gisela, die mit gezielten Farbtupfern ihrer Schwiegertochter das Leben verschönern möchte. David empfand ich anfangs eher als Störenfried, der sich aus allem raushält. Die beiden Kinder sind in einem schwierigen Alter und deshalb unberechenbar. Es könnte die „Familie von nebenan“ sein, so alltäglich wird alles beschrieben.
Das Buch war in drei Teile gegliedert. Im ersten habe ich Josi und die anderen kennengelernt, im zweiten wollte Josi ihr eingeschlafenes Eheleben wieder auf Trab bringen und im dritten wurden die Scherben des Familienlebens aufgesammelt und gekittet.
Ich konnte mich gut in die Lage der einzelnen Figuren hineinversetzen und sowohl lachen als auch weinen. Selten ist es einfach, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Aber dieses Buch zeigt, dass es nicht immer zum Scheitern verurteilt sein muss.
Fazit:
Alltäglich und lebensnah.

18.05.2011 - 204
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