Gier, Kerstin: Die Mütter-Mafia

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13 Sep. 2008 10:53 - 30 Dez. 2023 15:10 #1 von Tuppi
Autor: Kerstin Gier
Titel: Die Mütter-Mafia
Originaltitel:
Verlag: Luebbe
Erschienen: 2005
ISBN-10: 3404152964
ISBN-13: 978-3404152964
Seiten: 318
Einband: Taschanbuch
Serie: Die Mütter-Mafia

Autorenportrait:

Kerstin Gier hat als mehr oder weniger arbeitslose Diplompädagogin 1995 mit dem Schreiben von Frauenromanen begonnen. Mit Erfolg: Ihr Erstling "Männer und andere Katastrophen" wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt, und auch die nachfolgenden Romane erfreuen sich großer Beliebtheit. "Das unmoralische Sonderangebot" wurde mit der "DeLiA" für den besten deutschsprachigen Liebesroman 2005 ausgezeichnet und "Für jede Lösung ein Problem" wurde ein Bestseller. Alle Romane von Kerstin Gier werden mit enthusiastischen Kritiken von ihren Leserinnen bedacht. Heute lebt Kerstin Gier, Jahrgang 1966, als freie Autorin mit Mann, Sohn, zwei Katzen und drei Hühnern in einem Dorf in der Nähe von Bergisch Gladbach.

Quelle

Inhaltsangabe (Klappentext):

Deutschland sucht die Super-Mami!
Es gibt sie, die perfekten Mamis und Bilderbuch-Mütter, die sich nur über Kochezepte, Klavierlehrer und Kinderfrauen austauschen. Doch eigentlich sind sie der Albtraum jeder Vorstadtsiedlung. Dagegen hilft nur eins. Sich zusammenrotten und eine kreative Gegenbewegung gründen: die „Mütter-Mafia“! Ab jetzt müssen sich alle braven Muttertiere warm anziehen....


Eigene Meinung:

Lorenz möchte nach 14 Jahren die Scheidung. Conny zieht mit ihren Kindern Nelly und Julius in das Haus von Lorenz` Mutter. Dieses steht in der Insektensiedlung, in der einige Mütter die Homepage „Mütter-Society Insektensiedlung“ eingerichtet haben. In diesem Netzwerk unterstützen sich die Mütter gegenseitig bei Fragen um Kinderbetreuung, Karriereplanung, Erziehung, Frühförderung, Eheberatung und Haushalt.

Ein tolles Buch, das äußerst witzig geschrieben ist. Die Ausschnitte aus dem Internet-Forum sind sehr hilfreich und man bekommt schon im Vorfeld einen Einblick, um was für Frauen es sich handelt. Conny muß sich als alleinerzeihende Mutter durchsetzen und tritt in so manches Fettnäpfchen. Mit ihrer Freundin Mimi gelingt es ihr, das Haus herzurichten. Sie stellt nach der ersten Probestunde fest, daß sie doch nicht den Wunsch verspürt bei der Mütter-Society aufgenommen zu werden. Und nachdem sie sich bei ihrem Traummann total blamiert hat, bemerkt sie daß er ihr neuer Anwalt ist. Ein ganz tolles Buch, daß ich sehr empfehlen kann. ich habe selten so gelacht...

:*****:

13.09.2008 - 1
2

Viele Grüße Nicole

EIN TAG OHNE LESEN IST KEIN GUTER TAG!
Letzte Änderung: 30 Dez. 2023 15:10 von Tuppi.

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22 Nov. 2008 20:34 #2 von haTikva
Meine Meinung:

Als ich die ersten paar Seiten sah, im Forum-Schreib-Stil der Mütter-Society, dachte ich, oje, das kann ja was werden.
Und dann begann das 1. Kapitel in der Ich-Version. Das ist bei mir immer so ein Problem, diese Erzählversion liegt mir nicht immer und der Autor muss den Erzählstil auch gut rüberbringen. Aber kaum hatte ich ein paar Seiten gelesen, war ich schon hin und weg von der tollen Geschichte.

Es geht um eine Frau, die von jetzt auf nachher eine Scheidung über sich ergehen lassen muss und in das Haus ihrer verstorbenen Schwiegermami abgeschoben wird.
In der „Insektensiedlung“, wie der Vorstadtteil heißt lernt sie schnell neue Freundinnen kennen und die selbsternannten „perfekten Ober-Mamis“, die meinen sie wären das non plus ultra.
Bald stellt sich heraus wer dieser mysteriöse „Jaguarmann“ ist und überhaupt hat das Buch immer wieder etwas Neues Interessantes zu bieten, über das man lachen kann. (Kurz zur Erklärung, der Jaguarmann ist ein Mann, den sie im Kindergarten ihres Sohnes immer wieder trifft und es fast jedes Mal in einem Fiasko endet)

Also ich bin restlos von dem Roman begeistert. Hatte es in 3 Tagen durch und würde am liebsten weiterlesen. Musste mich regelrecht zu Pausen zwingen, sonst hätte ich es wohl an einem Tag geschafft...
Die Autorin schreibt witzig und frisch. Das richtige Buch für zwischendurch oder wenn man eine Aufmunterung braucht.
Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

Achtung! Suchtgefahr!

Der nächste Teil „Die Patin“ werde ich mir selbstverständlich auch holen.

Gesegnete Grüße Dine

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09 Feb. 2009 20:11 #3 von Zabou1964
Meine Meinung:

Constanze ist Mitte dreißig, verheiratet mit einem Oberstaatsanwalt, Mutter zweier Kinder und glückliche Hausfrau. Sie ist mit ihrem Leben zufrieden. Um so härter trifft es sie, als ihr Mann Lorenz ihr aus heiterem Himmel erklärt, dass er die Scheidung will. Sie fällt aus allen Wolken. Eine Lösung für das Wohnungsproblem hat er auch gleich parat: Constanze soll mit Tochter Nelly, fast 14, und Sohn Julius, 5 Jahre alt, in das Häuschen seiner kürzlich verstorbenen Mutter in einer Vorstadtsiedlung ziehen. Er selbst behält die Stadtwohnung.

Im Vorort angekommen, sieht sie sich gleich mit einigen Problemen konfrontiert: Die Einrichtung ist grottenhässlich, die Nachbarn zur rechten belehren sie am ersten Tag über ihre selbst erstellten Regeln des Zusammenlebens und drohen bei Zuwiderhandlung mit dem Rechtsanwalt, Nelly gibt ihrer Mutter die ganze Schuld an der Misere und will zu ihrem Vater zurück und überhaupt ist Constanze komplett mit allem überfordert.

Doch dann tritt Mimi, eine andere Nachbarin, in ihr Leben. Sie klingelt an der Tür und krempelt sofort resolut die Ärmel hoch und reisst Constanze aus ihrer Lethargie. Gemeinsam mit Trudi, einer Freundin aus Studientagen, Mimis Mann und einigen anderen Helfern wird die Bude entrümpelt und neu gestylt.

In Julius’ Kindergarten begegnet Constanze den anderen Müttern. Diese haben ein Netzwerk gebildet und helfen sich gegenseitig mit Rat und Tat. Natürlich wird nicht jeder in diesen elitären Kreis aufgenommen. Doch Constanze ist der festen Überzeugung, dass sie es schaffen kann, in den Mutter-Olymp aufzusteigen.

Die Frage ist nur, ob das wirklich erstrebenswert ist .....

Angeregt durch den Tipp eines männlichen (!) Kollegen, habe ich mir dieses Buch gekauft. Dann stand es erst mal im Regal, weil „Muttersein“ nicht wirklich mein Thema ist. Als ich jedoch vor zwei Tagen zu diesem Roman griff, bin ich sofort in Constanzes Welt eingetaucht.

Mit grandiosem Wortwitz beschreibt Kerstin Gier das Leben in der kleinen, heilen Vorstadtwelt. Besonders die Muttis und ihre „hochbegabten“ Kinder werden so herrlich beschrieben, dass ich oft laut lachen musste. Die ganze Verlogenheit und der Konkurrenzkampf unter den Hennen wurde mir, genau wie Constanze, erst nach und nach bewusst.

Ich konnte mich kaum von der Lektüre trennen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht mit Constanze. Die beiden Nachfolgeromane „Die Patin“ und „Gegensätze ziehen sich aus“ werde ich auf jeden Fall auch noch lesen.

Dies war mein erster Roman von Kerstin Gier und ich habe erfreut festgestellt, dass sie eine sehr fleißige Autorin ist und ich sicher noch viele lustige Lesestunden mit ihren Büchern verbringen kann.

Fazit: Auch für Frauen, die selber keine Kinder haben, ein absolutes Lesevergnügen!

SUB-Wettbewerb 2 von 10

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04 Sep. 2013 10:56 #4 von Henriette
Meine Meinung

Constanze war eigentlich glücklich verheiratet. Dachte sie. Doch nun steht sie da mit zwei Kindern und dem Haus von Omi. Sie hat keinen erlernten Beruf, geschweige denn Arbeit. Mit Leib und Seele war sie Ehefrau und Mutter. Nun hat sie ein Haus, doch wovon sollen sie leben? Das Haus ist zwar eingerichtet, doch die Möbel sind zum davonlaufen.
Doch was macht eine echte Vorstadtsiedlung aus? Die Nachbarn.

Selten habe ich so über ein Buch gelacht. Meine Tochter hat mich manchmal ganz skeptisch angeschaut. An diesem Buch habe ich recht getan, es mit in Urlaub zu nehmen. Es war die passende Urlaubslektüre.
Der Schreibstil war sehr leicht zu lesen. Die Geschichte um Constanze und ihre beiden Kinder war sehr eingehend. Sicherlich übertrieben, aber das war so herzerfrischend komisch geschrieben.
Es wurden Situationen aus dem täglichen Leben beschreiben, in denen ich mich zumindest ansatzweise wieder erkannte. Manchmal erschreckend, und doch irgendwie komisch.

Fazit: Für diese tolle Urlaubslektüre vergebe ich gern fünf von fünf Sternen.

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