Gier, Kerstin - Ein unmoralisches Sonderangebot

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23 Feb. 2009 20:24 #1 von haTikva
Autor: Gier, Kerstin
Titel: Ein unmoralisches Sonderangebot
Originalitel:
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: April 2004
ISBN 10: 3404162552
ISBN 13: 978-3404162550
Seiten: 300
Einband: Taschenbuch
Serie:

Autorenportrait:

Kerstin Gier hat als mehr oder weniger arbeitslose Diplompädagogin 1995 mit dem Schreiben von Frauenromanen begonnen. Mit Erfolg: Ihr Erstling "Männer und andere Katastrophen" wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt, und auch die nachfolgenden Romane erfreuen sich großer Beliebtheit. "Das unmoralische Sonderangebot" wurde mit der "DeLiA" für den besten deutschsprachigen Liebesroman 2005 ausgezeichnet und "Für jede Lösung ein Problem" wurde ein Bestseller. Alle Romane von Kerstin Gier werden mit enthusiastischen Kritiken von ihren Leserinnen bedacht. Heute lebt Kerstin Gier, Jahrgang 1966, als freie Autorin mit Mann, Sohn, zwei Katzen und drei Hühnern in einem Dorf in der Nähe von Bergisch Gladbach.

Quelle

Inhaltsangabe:

Sehr ärgerlich: Seine Söhne haben die dreißig schon überschritten, aber immer noch ist kein Enkelkind in Sicht. Fritz, verwitwet, tyrannisch und außerordentlich geizig, ist eine Plage für die Schwiegertöchter. Und dann scheint der alte Herr völlig verrückt geworden: Damit die Söhne endlich begreifen, was sie an ihren Frauen haben und wie gut sie zueinander passen, sollen sie ein halbes Jahr die Partner tauschen. Die verträumte Olivia zieht einfach mal zu Bastian ins schicke Stadtappartment, die ehrgeizige Conny zu Stephan in die alte Gärtnerei. – Damit alle bei diesem absurden Spiel mitmachen, winkt Fritz mit Geld. Mit viel Geld ...

Quelle: Klappentext

Meine Meinung:

Es fängt im Prolog schon recht amüsant an, indem 4 Männer höheren Alters eine Wette abschließen, in der es um ihre Kinder im erwachsenen Alter und nicht unerheblich viel Geld geht. Da darf der Leser natürlich gleich anfangen zu rätseln und zu spekulieren.

Schon in den ersten Kapiteln bekommt man zu spüren, wie Fritz, der Schwiegervater, drauf ist. Mürrisch, knauserig und mit nichts zufrieden, was seine Kinder machen.
Auch bekommt man schnell einen Eindruck, wie es im Leben der Söhne aussieht. Kein Geld, keine Kinder in Aussicht, keine Hoffnung auf Wohlstand (beide sitzen auf einem großen Berg Schulden), obwohl beide Söhne studiert haben und sich eigentlich ein schönes Leben hätten machen können. Fritz, der mehr als genug Geld angesammelt hatte während seiner langen beruflichen Laufbahn, will ihnen nichts geben. Wie gesagt, er ist knauserig und sieht es nicht ein weshalb er seine Kinder für ihr Verhalten auch noch belohnen soll.

Immer, wenn es wieder Sonntag ist, und alle gemeinsam bei Fritz zum Frühstück sitzen, beschreibt Olivia in Gedanken die Familie als eine art Seifenoper „Die Gaertners – Eine Familie zum Staunen“, „- eine Familie reif für die Anstalt“ oder „- eine Familie zum Abgewöhnen“. Und dazu das Tagesgeschehen. Zum Schmunzeln komisch!

Die Söhne und dessen Frauen gehen auf das von Fritz gemachte „Angebot“ ein und tauschen für eine lange Zeit die Partner. Es kommt, wie es kommen muss. Gefühle kommen ans Tageslicht, die teilweise sehr verständlich sind und es ändert sich doch so manches.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive einer der zwei Schwiegertöchter von Fritz erzählt.
Olivia ist die Inhaberin einer Gärtnerei und mehr als blank. Gerade so kann sie sich mit dem Gewächshaus über Wasser halten, dank der Bank...

Der Humor, den ich schon von der Mütter-Mafia-Reihe kenne, ist auch hier überdeutlich zu spüren.
Ein Schmunzler nach dem anderen, und immer wieder ein Lacher zwischendurch. Einfach klasse!
Auch erfährt man im Laufe der Geschichte immer mehr von der Familie Gaertner und man kann sich in Olivia gut hinein versetzen.

5 von 5 Sternen!



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25 Dez. 2009 12:37 #2 von charlie
Meine Meinung:

Der Witwer Fritz trifft sich jede Woche mit seiner Clique und klagt sein Leid bezüglich seinen Söhnen und den Schwiegertöchtern. Leider ist bis heute kein Enkel in Sicht. Ein Wort gibt das andere und plötzlich reift die Idee, eine Wette abzuschliessen.

Beim traditionellen Sonntagsessen, immer das gleiche Schauspiel. Fritz macht seine Söhne zur Schnecke. Beide sind über beide Ohren verschuldetet. Fritz teilt seinen Kindern die Idee mit, die er und seine Freunde ausgeheckt haben. Zuerst sind alle Anwesenden nur schockiert, aber als Fritz mitteilt um wie viel Geld es geht, werden die beiden Parteien hellhörig. Olivia die mit Stephan eine alte Gärtnerei führt, zieht in die Stadtwohnung zu Bastian. Die Karrierefrau Conny zieht zu Stephan in die Gärtnerei.

Stephan entwickelt sich immer mehr als ein Riesen Idiot und motzt die ganze Zeit über die Gärtnerei. Olivia blüht am Abend richtig auf, da sie den mit Bastian verbringen kann, der ein ganz anderes Kaliber als Stephan ist.

Stephan war nicht wirklich meine Lieblingsfigur dem hätte ich am liebsten eine gescheuert. Der hat mich so was von genervt. Olivia die mit Leib und Seele Staudengärtnerin ist, passt irgendwie gar nicht zu Stephan und ich fragte mich die ganze Zeit was Olivia bewogen hat diesen schrecklichen Stephan zu heiraten. Bastian hat da bei mir schon die besseren Karten. Ein Mann in den man sich sehr gut verlieben könnte. In meinen Augen ist Conny die falsche Frau für ihn. Die beiden als gute Freunde ok, aber nicht als Paar.

Die Figuren sind sehr gut beschrieben und das Kopfkino hat bei mir sehr gut funktioniert. Der berühmte rote Faden hat mich durch das ganze Buch begleitet und ich war doch einwenig traurig als ich den Roman fertig gelesen hatte. Kerstin Gier gelingt es immer wieder einem gut zu unterhalten. Ich kann dieses Werk sehr gut empfehlen. Es ist gute Unterhaltung pur.

Ich gebe:*****:

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