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Cogito ergo sum Cogito ergo sum ist weiblich
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Dabei seit: 13 Sep, 2008
Beiträge: 227
Heimatort: Hamburg
Hobbies: Lesen, Lachen, Faulenzen, Sport
Beruf: Amors rechte Hand
Lese gerade: Dr. Neal Barnard - The Cheese Trap

Pfeil Sorgen Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo zusammen,

momentan beschäftigen mich ein paar Gedanken und Fragen. Bislang habe ich darüber nur in meinem eigenen kleinen Kosmos gesprochen, aber die Meinung von Außen interessiert mich mittlerweile so sehr, dass ich hier einen Beitrag über dieses Thema schreiben möchte.

In meinem Privatleben umgebe ich mich mit Menschen, die gewisse Eigenschaften mit mir teilen, einen ähnlichen moralischen Kompass besitzen und eine ungefähr gleiche Sicht auf die Welt haben. Ich bin also umgeben von Menschen mit einem großen Herzen, mit einem Sinn für (Un)gerechtigkeit, Humor und Empathie. So empfinde ich es. Verlasse ich aber meine eigenen vier Wände oder die Wohnung einer anderen Person aus meinem engeren Umfeld, fühle ich mich hineingeworfen in eine brodelnde Masse aus Egoismus, Ungerechtigkeit, Kälte, fehlender Reflexion und Engstirnigkeit.

Ich lebe in einer Großstadt (Hamburg) und verstehe, dass der Alltag hier nicht so aussehen kann wie in einem Dorf mit 100 Einwohnern. Das möchte ich auch nicht. Aber alles hat seine Grenzen.

Begonnen hat alles auf der Arbeit. Ich kann sagen, dass ich froh darüber bin, dass ich von Natur aus einen stets etwas zu niedrigen Blutdruck habe.

Ich erhalte tagtäglich Einblicke in die Wünsche, Vorstellungen, Ansprüche, Ängste und Überzeugungen anderer Menschen. Während dies interessant klingt, ist es für mich mittlerweile immer wieder eine nervliche Herausforderung. Ich erlebe Menschen ohne Selbstreflexion, die Fehler stets bei anderen suchen, auch wenn man Ihnen Stück für Stück fundiert aufzeigt, dass sie selbst im betreffenden Fall einen Fehler gemacht haben oder ganz einfach saublöd waren (professionell formuliert natürlich). Ich erlebe Menschen, die sich nicht mehr die Mühe machen eine Nachricht mit einem "Guten Tag" zu beginnen und mit einem "Mit freundlichen Grüßen" zu beenden. Es herrschen Ansprüche und Vorstellungen vom gewünschten Partner, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Ich erlebe Engstirnigkeit in der Deluxeversion, ein Verhalten wie im Kindergarten und völlig verschrobene Ansichten von der Welt. Ich lese Nachrichten die ein Fehlen von Konfliktlösungsfähigkeiten bescheinigen und Meldungen von Frauen, die ein feministisches Herz wie das meine, zum Weinen bringen.

Immer wieder versuche ich meine eigene Aufgewühltheit darüber zu besänftigen, indem ich versuche mir klar zu machen, dass diese Nachrichten nur einen kleinen Teil unserer Kundschaft ausmacht und somit auch nur einen kleinen Teil der Deutschen. Ich arbeite jedoch seit knapp 4 Jahren dort und seit 4 Jahren nehmen solche Nachrichten kein Ende. Es handelt sich nicht um Dutzende oder Hunderte von Menschen. Es handelt sich um mehrere Tausend Menschen. Und dabei lese ich nur einen Bruchteil der E-Mails, die uns jeden Tag erreichen.

Ähnliches erlebe ich in meinem Alltag. Ich arbeite in der Innenstadt Hamburgs. Diese ist nie wirklich leer. Schon gar nicht wochentags. Als Großstadtkind habe ich immer gewusst, wie ich mich am besten und sicher durch Menschenmassen navigiere. Mittlerweile kann ich jedoch keine fünf Minuten auf der Straße verbringen, ohne dass ich angerempelt werde oder (fast) mit einer Person kollidiere, weil diese statt nach Vorne zu schauen, den Blick nur auf dem eigenen Handy hat. Werde ich von einer anderen Person angerempelt, guckt sich diese um, schaut mich an und geht weiter. Ein "Entschuldigung" gibt es nie. Rennt jemand in mich hinein, weil das Handy wichtiger war als ordentlich geradeaus zu gehen, werde ich angepöbelt, weil ich nicht aus dem Weg gegangen bin. Das mache ich nämlich nicht mehr.

Gehe ich in den Supermarkt, ist das Bild nicht viel anders. Vor ein paar Tagen ereignete sich eine Begegnung, die exemplarisch für das ist, was ich meine:

Die letzte Station meines Einkaufs war die Salatstation. Lediglich eine Dame stand dort. Ich brauchte den gleichen Salat wie sie. Ich stellte mich also neben sie, ohne sie zu berühren, und testete einige Salatköpfe aus einer Kiste neben der Kiste, in der sie gerade herumwühlte. Ich entschied mich für zwei Köpfe, drehte mich zu meiner Begleitung um und tütete diese ein, da sie tropften. Während ich das tat merkte ich, wie sich ein anderer Mensch in meine Seite drückte und immer weiter drückte. Ich drehte mich um und sah, dass es sich um die Dame handelte, die eben schon mit mir dort stand. Ich sagte zu ihr: "Entschuldigen Sie, das ist gerade etwas unangenehm. Sie können gerne Bescheid sagen, wenn Sie hierher möchten. Dann mache ich Ihnen Platz." Ihre Antwort war: "Das haben Sie ja eben auch nicht gemacht." Irritiert sah ich sie an und meinte: "Ich stellte mich lediglich neben Sie. Ich habe Sie nicht berührt." Während sie sich entfernte entgegnete sie: "Ja ja, die Welt dreht sich nur um sie, was. Muss ja toll sein so ein Leben zu führen." Da ich weiß, dass sauer zu werden in solchen Situationen nicht förderlich ist, sagte ich nur: "Ich wünsche Ihnen, dass Sie im neuen Jahr zufriedener werden und es dann nicht mehr als nötig empfinden, fremde Leute wegen einer Kleinigkeit persönlich anzugehen." Was sie daraufhin in meine Richtung zeterte, hörte ich nicht mehr.

Ähnliche Situationen könnte ich zu Dutzenden aufzählen.

Dann gibt es das Internet. Das schöne, anonyme Internet, mit den Kommentar-Funktionen auf unzähligen Webseiten. Und natürlich Plattformen wie Twitter. Auch wunderbar anonym. Es ist unglaublich wie viele Menschen jeden Tag online gemobbt, beschimpft und heruntergeputzt werden. Aus allen Gründen, die man sich vorstellen kann. Und auch aus Gründen, die man sich nicht vorstellen kann. Wie unzufrieden und frustriert muss ein Mensch sein, um eine fremde (vielleicht prominente) Person im Internet zu beleidigen? Wie viele junge Menschen nehmen sich jedes Jahr das Leben, weil sie online bloßgestellt und beschimpft wurden? Wie viele Seelen leiden jede Minute eines Tages, nur weil feige und gestörte Menschen sich online stark und unbesiegbar fühlen? Das Leben von unzähligen jungen Menschen dreht sich darum, wie sie sich auf Social Media Plattformen präsentieren, wie viele Follower sie haben und wie sie noch mehr bekommen. Vorbilder sind oft keine Persönlichkeiten mehr, die tatsächlich etwas geleistet haben. Es sind YouTuber, Popstars oder Models. Millionen von Menschen beziehen ihre Nachrichten über Facebook oder andere Social Media Kanäle, prüfen aber nicht, ob das was sie lesen tatsächlich wahr ist und gehen so unzähligen Falschmeldungen auf den Leim, die gezielt platziert wurden, um gewisse Resentiments zu wecken oder schlichtweg eine gewisse Zielgruppe in eine bestimmte Richtung zu manipulieren.

Die mächtigste Nation der Welt wird von einem homophoben, ausländerfeindlichen, manipulativen und minderbemittelten Egomanen regiert, der gepusht wurde und wird, von einem ebenso homophoben, ausländerfeindlichen, manipulativen Egomanen. Europa ist mehr als ein Mal knapp daran vorbeigeschlittert einen solchen Präsidenten ebenfalls in einem seiner Mitgliedsländer regieren sehen zu müssen und in Deutschland zieht die AfD in den Bundestag ein. Die blonde Dumpfbacke aus den USA leugnet die Klimaerwärmung, während im Internet ein Video millionenfach geteilt wird, das einen abgemagerten Eisbären zeigt, der verzweifelt nach Nahrung sucht, aber lediglich von Wasser umgeben ist. Und mit jeder Sekunde dieses Videos bricht mein Herz ein bisschen mehr. Das Gros der Menschen widmet sich lieber der eigenen Genussbefriedigung, als der Rettung der Umwelt und stirbt deshalb früher als jemals zuvor. Das erste Mal seit langer Zeit werden die Kinder in einigen Ländern vermutlich vor ihren Eltern sterben, weil sie gehirngewaschen genau das konsumieren, was sie umbringt. Der Druck auf Kinder wird immer größer, das Bildungssystem in unserem Land nicht besser. Das Wohnen in Großstädten wird immer teurer, die Menschenschlange vor der Arche immer länger.

Ja, das ist alles sehr düster. Aber genau das bereitet mir Sorgen. Ich weiß, dass es das Gute in der Welt immer noch gibt. Aber das Gute ist nicht laut genug.

Ich stelle mir die Frage, ob ich einen neuen Menschen in eine solche Welt bringen möchte. Ich frage mich, ob diese Entwicklungen noch umkehrbar sind. Ich frage mich, was ich tun kann, um in meinem Einflussbereich mehr Licht zu verbreiten. Und ich frage mich, ob ich das Alles zu eng sehe. Reagiere ich über? Bin ich zu empfindlich? Empfinde gar nur ich das so?

Ich hörte mal den Satz: "Mach dir doch einfach nicht so viele Gedanken. Vor Allem nicht über Dinge, die du nicht ändern kannst." Aber das kann ich nicht. So bin ich nicht.

Wie seht ihr das? Bereitet euch all das Sorgen? Macht ihr euch Gedanken über so etwas?

Ich freue mich über jede Antwort und danke euch für die Zeit, die ihr euch für das Lesen meines Beitrags genommen habt.

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Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.
--- Franz von Assisi ---

04 Jan, 2018 01:40 03 Cogito ergo sum ist offline Email an Cogito ergo sum senden Beiträge von Cogito ergo sum suchen Nehmen Sie Cogito ergo sum in Ihre Freundesliste auf
Peter Peter ist männlich




Dabei seit: 23 Apr, 2009
Beiträge: 1397
Heimatort: Burgdorf bei Hannover
Hobbies: Lesen. Schreiben. Reisen. Filme.
Beruf: Rentner und freiberuflicher Autor

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Du hast vollkommen recht. Das Leben auf diesem Planeten hat sich in den letzten Jahren in vielerlei Hinsicht sehr und meist zum Negativen verändert und ich denke oft mit Sorge daran, in was für einer Welt meine vier Enkelkinder (4 bis 11 Jahre alt) einmal leben werden. Nur ein Beispiel: Neulich sah ich im Fernsehen, dass in Skandinavien (ich glaube in Schweden) immer mehr Menschen sich völlig naiv und sorglos einen Microchip unter die Haut ihrer Hand implantieren lassen. Damit können sie dann leichter einkaufen usw. Einfach Hand über den Kassenscanner halten und der Betrag wird abgebucht. Die Waren tragen ja schon langen den Code. Auch in anderen Ländern gibt es bereits tausende, die einen reiskorngroßen Chip unter der Haut haben. Für mich ein weiterer Schritt zur Möglichkeit der totalen Kontrolle durch gewisse Regierungen.
Auch wenn es Ausnahmen gibt, so kommen mir die Menschen immer gedankenloser, rücksichtsloser, skrupelloser vor.
Der Aufstieg der AfD macht mir Sorge. Wenn ich schon höre: "Ich habe die nur aus Protest gewählt!" Letztlich ist es völlig wurscht, warum die gewählt wurden, wenn sie immer stärker werden und irgendwann (mit)regieren.
Das, was im Internet so alles abgeht, widert mich meist nur noch an. Ich bin auch nur in zwei Foren angemeldet (hier und in einem kleinen Autorenforum) Bei FB, Twitter usw bin ich nicht, obwohl mir schon von verschiedenen Leuten geraten wurde, mich dort anzumelden.
Mir keine Gedanken machen - das kann ich auch nicht, auch wenn ich mich manchmal am liebsten aus allem rausziehen möchte. Die Realität holt uns sehr schnell wieder ein.

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Neu: Die Tochter des Medicus von Gerit Bertram, 512 Seiten, Taschenbuch, Euro 9,99

04 Jan, 2018 08:03 38 Peter ist offline Email an Peter senden Homepage von Peter Beiträge von Peter suchen Nehmen Sie Peter in Ihre Freundesliste auf
Zabou1964 Zabou1964 ist weiblich
Admin




Dabei seit: 17 Sep, 2008
Beiträge: 8361
Heimatort: Krefeld
Hobbies: Lesen, Lachen, Faulenzen
Beruf: Groß- und Außenhandelskauffrau, Korrektorin
Lese gerade: Heidi Rehn - Spiel der Hoffnung

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Du sprichst mir aus der Seele, Jennifer.

Ich empfinde das genau wie du. Erschreckend finde ich die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber anderen. Das geht mit Kleinigkeiten wie fehlende Grüßen und so kleiner Worten wie "Bitte" und "Danke" los und gipfelt in Angriffen auf Polizisten und Rettungskräfte.

Die Frage, die sich mir stellt, ist, woher das kommt und was man dagegen unternehmen kann. Ich persönlich weise die Menschen in meiner Umgebung darauf hin, dass es ihnen wohl am nötigen Respekt fehlt. Meistens werde ich dafür ausgelacht. Das finde ich ganz schön traurig. Offensichtlich läuft bei der Erziehung heute einiges schief. Deshalb denke ich auch, dass gerade Menschen wie du, liebe Jenny, Menschen in die Welt setzen sollten, die es besser machen.

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Aktuelles Leseprojekt: Rehn, Heidi - Spiel der Hoffnung

04 Jan, 2018 09:48 23 Zabou1964 ist offline Email an Zabou1964 senden Beiträge von Zabou1964 suchen Nehmen Sie Zabou1964 in Ihre Freundesliste auf
Netha Netha ist weiblich
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Mein SUB: Regale weise ;)
Lese gerade: Die Nacht der Feuerfrau - Susan Carroll

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Liebe Jennifer, du bringst es mal wieder auf den Punkt. Du hast ja noch mehr mit "Kunden" zu tun als ich. Aber auch in meinem Job frage ich mich sehr oft, ob ich gerade im falschen Film stehe.
Das ich Menschenmassen sehr gern fern bleibe, dass weißt du ja auch, sehr viel von dem was du oben beschrieben hast fließt bei mir mit ein. Menschen denen das Handy wichtiger ist als der Straßenverkehr, lasse ich direkt auflaufen. Bitte und Danke oder Entschuldigung vermisse ich schon sehr lange. Aber wie man dessen entgegenwirken kann, dass kann ich dir auch nicht sagen.

Respekt, Verantwortung und einiges mehr wird wohl aussterben. Wenn selbst Politiker die das Wohl der Welt unter sich haben, sich schlimmer benehmen wie bockige Kinder, wo sollen da noch alte Werte überleben können. USA und Korea zeigen dies wohl gerade sehr anschaulich.

Ich bin der Meinung das wir nur dagegen angehen können, wenn wir diesem Wahnsinn nicht folgen und so bleiben wie wir sind. Vielleicht färbt das ja auch andere Menschen ein wenig ab, wenn sie sich die Zeit nehmen mal darüber einen Gedanken zu verschwenden. Viele Menschen sind sich selbst der nächste und wenn das noch zunehmen sollte möchte ich auf dieser Welt nicht mehr sehr alt werden.

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Liebe Grüße von Netha
Lesen3
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Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, fühlen Tiere, das Menschen nicht denken. (Autor Unbekannt)

04 Jan, 2018 15:31 27 Netha ist offline Email an Netha senden Beiträge von Netha suchen Nehmen Sie Netha in Ihre Freundesliste auf
Tuppi Tuppi ist weiblich
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Lese gerade: Winterrosenzeit

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zum Glück erlebe ich das alles eher selten. Ich lebe zwar in einer "großen Kreisstadt", aber ich empfinde es immer noch als das Dorf, das es immer war. Die Supermärkte haben zwar lange und durchgehend offen, aber die kleinen Geschäfte, wie Metzgereien, Bäckereien, Schreibwarenläden u.ä. haben mittags zu und auch nicht jeden nachmittag und schon gar nich nach 18:30 offen. Und hier ist es auch noch üblich, dass man Hallo oder guten Tag sagt, wenn man sich auf der Straße begnet - auch wenn man sich nicht kennt. Es gibt zwar vereinzelt Leute, die einen ganz kariert anschauen, wenn man grüßt - aber die sind (zum Glück! noch?) selten...

Aber ich erlebe das, wenn ich in Karlsruhe bin - da ist es das Bild, das Du erzählst. Es ist traurig und erschreckend! Mir ist und war es immer wichtig, dass meine Kinder ein gutes Benehmen an den Tag legen. Aber ich kenne leider auch andere Kinder... Da es sich dabei meistens um "Schlüsselkinder" handelt, ist das für mich auch die Erklärung: Wenn die Kinder ohne Bezugsperson aufwachsen, von wem sollen sie es lernen? Kinder kommen schon mit 6 Monaten in die KiTa und wenn sie dann mit 3 in den Regelkindergarten kommen, bzw. mit inzwischen 5 in die Schule haben sie einen Schlüssel und sehen ihre Eltern erst abends. Tagsüber haben sie ihr SmartPhone (im Kindergartenalter!) und den Fernseher und müssen sich alleine beschäftigen. Das ist leider keine Ausnahme mehr. Und das ist für mich auch die Ursache für den Egoismus.

Internet ist sowohl Fluch, als auch Segen. Wie eigentlich grundsätzlich alles zwei Seiten hat. Auf Facebook bin ich, aber ich schreibe sehr wenig. Was mich stört, ist dass wenn ich etwas mit "gefällt mir" markiere andere Posts dieses Users bei anderen auch als gefällt mir angezeigt wird. Da hat mich Michael mal darauf aufmerksam gemacht. Ich weiß nicht mehr genau, was es war, aber ihm wurde angezeigt "Nicole gefällt das" - ich habe den Post gar nicht bemerkt - ich bin aber auch nicht täglich bei Facebook, meistens schaue ich wochenlang nicht rein. Und ich hätte ihn auch definitiv nicht angeklickt - konnte ich Michael auch zeigen, denn meine "gefällt mir"-Klicks kann ich auf meiner Seite sehen. Da hab ich dann festgestellt, dass ich einen anderen Post von diesem Verfasser mal mit "gefällt mir" markiert habe. Dass Facebook das dann so mauschelt, hat mich mehr als erschüttert. Seither bin ich noch vorsichtiger...

Zu Deinen Kunden habe ich auch eine spezielle Meinung, die nicht richtig sein muss, aber ich suche mir meine Freunde in der realen Welt - dass ich virtuell auch Freunde finde ist etwas, was mich auch freut - denn dadurch habe ich Euch kennen gelernt!

Die Politik läuft momentan auch in eine Richtung, die mir nicht gefällt. Wenn der Weltfriede nur von einem egoistischen, verwöhnten Bengel abhängt, der den Verstand eines Kindergartenkind hat, dann ist eigentlich schon alles verloren...

So, jetzt hab ich aber auch genug geschrieben - ich merke, dass das Thema mich auch sehr aufwühlt. Aber es ist klar: mit dieser Angst bist Du nicht alleine. Und solange das so bleibt, ist noch nicht alles verloren!

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Lesen3 Grüße Nicole

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08 Jan, 2018 15:50 44 Tuppi ist offline Email an Tuppi senden Beiträge von Tuppi suchen Nehmen Sie Tuppi in Ihre Freundesliste auf
 
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