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Autor Beitrag
Thema: [Thriller] Clinton, Bill / Patterson, James - The President is missing
Cogito ergo sum

Antworten: 1
Hits: 57

Clinton, Bill / Patterson, James - The President is missing 30 Jul, 2018 21:07 29 Forum: Krimi & Thriller A - C

Autor: Clinton, Bill / Patterson, James
Titel: The President is missing
Originaltitel: The President is missing
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 04.06.2018
ISBN - 10: 342628197X
ISBN-13: 978-3426281970
Seiten: 480
Einband: Hardcover
Serie: -
Preis: 22,99 EUR

Autorenporträt:

Bill Clinton

Zitat:
Bill Clinton, geboren 1946, war von 1993 bis 2001 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus gründete er die Clinton Foundation, eine gemeinnützige Stiftung, die sich weltweit für die Förderung der Chancengleichheit von Mädchen und Frauen, für Gesundheitsvorsorge, nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und den Klimaschutz engagiert. Er ist bisher als Sachbuchautor hervorgetreten, seine Autobiographie »Mein Leben« war weltweit ein Nr.1-Bestseller. »The President Is Missing« ist sein erster Roman.


James Patterson

Zitat:
James Patterson, geboren 1947, ist einer der erfolgreichsten Autoren im Spannungsgenre überhaupt. Zahlreiche Bestseller, vor allem um den Kriminalpsychologen Alex Cross, machten ihn international bekannt. Die weltweite Gesamtauflage seiner Romane liegt bei 375 Millionen Exemplaren. Außerdem hält er den Guinness-Weltrekord für die meisten Nr.1-Titel auf der New York Times-Bestsellerliste. Er ist ein unermüdlicher Kämpfer für die Sache des Buches, in jüngster Zeit widmet er sich deshalb vordringlich der Leseförderung für Kinder.


Quelle: Droemer Knaur

Inhaltsangabe:

Zitat:
»The President Is Missing« handelt von einer Bedrohung so gigantischen Ausmaßes, dass sie nicht nur das Weiße Haus und die Wall Street in Aufruhr versetzt, sondern ganz Amerika. Angst und Ungewissheit halten die Nation in ihrem Würgegriff. Gerüchte brodeln – über Cyberterror und Spionage und einen Verräter im Kabinett. Sogar der Präsident selbst gerät unter Verdacht und ist plötzlich von der Bildfläche verschwunden.
In der packenden Schilderung dreier atemberaubend dramatischer Tage wirft »The President Is Missing« ein Schlaglicht auf die komplizierten Mechanismen, die für das reibungslose Funktionieren einer hoch entwickelten Industrienation wie Amerika sorgen, und ihre Störanfälligkeit. Gespickt mit Informationen, über die nur ein ehemaliger Oberbefehlshaber verfügt, ist dies wohl der authentischste, beklemmendste Roman jüngerer Zeit, eine Geschichte – von historischer Tragweite und zum richtigen Moment erzählt –, die noch jahrelang für Zündstoff sorgen wird.


Quelle: Droemer Knaur


Meine Meinung:

Es vergeht kein Tag, an dem ich kein amerikanisches Fernsehen schaue. Mitte Mai sah ich einen Beitrag dazu, dass Bill Clinton einen Thriller geschrieben hat. Noch bevor ich wusste, wie das Buch heißt, war mir klar, dass ich es unbedingt lesen möchte. Zwei Mal hat sich eine große Vorfreunde auf ein Buch für mich sehr gelohnt: bei dem letzten Buch von Hillary und dem aktuellen Buch von Bill Clinton. Wenn das kein Zeichen ist.

Von James Patterson habe ich bislang noch kein Buch gelesen. Ich wusste also nicht, welche Art von Thriller und Schreibstil mich erwarten würde. Doch alleine die Verarbeitung des Insiderwissens eines ehemaligen Präsidenten machte das Buch wahnsinnig interessant für mich. Nicht, dass ich anderen Autoren eine schlechte Recherche unterstellen würde. Aber zu wissen, dass jede Ecke des Weißen Hauses und jeder Aspekt der Regierungsarbeit "the real deal" ist, machte die Lektüre für mich zu etwas Besonderem.

Während ich die Realitätsnähe bei diesen Aspekten durchweg positiv fand, konnte ich hier und da einen komischen Beigeschmack aber nicht ignorieren. Vor allem dann, wenn Präsident Duncan seine inneren Monologe pflegte. Immer wieder beschlich mich das Gefühl, dass die Gedanken des fiktiven Präsidenten, die Gedanken des echten Bill Clinton sind. Einige Seiten lasen sich für mich wie ein Pamphlet zur gegenwärtigen Regierung der USA, das es nicht erwarten konnte, ausgesprochen zu werden. Wie ein Schwelbrand, der seit einiger Zeit unter Bill Clintons Haut existierte und nun endlich mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden konnte, um zu einem eigenständigen, lodernden Feuer zu werden. Und das, ohne dass ihn andere der Brandstiftung beschuldigen könnten. Grundsätzlich ist dies nichts Negatives, es hat jedoch meinen Lesefluss beeinträchtigt. Ich empfand jene Passagen als ein brüskes Umschweifen von Fiktion zu Realität.

Auch sehr persönliche Umstände, die Bill Clinton während seiner Präsidentschaft durchleben musste, fand ich in "The President is missing" wieder. Manchmal gänzlich ungeschminkt.

Viele erinnern sich an die berühmten Worte Clintons, die er vor dem amerikanischen Kongress mit Nachdruck ins Mikrofon sprach, um eine sexuelle Beziehung zu Monica Lewinsky von sich zu weisen. Mit dem gleichen Pathos, und dem gleichen rhetorischen Habitus, beginnt das Buch beispielsweise. Dies hat mein Lesevergnügen nicht gemindert, doch holten mich jene Passagen ebenfalls aus der Fiktion in die Realität zurück. Das Verschwimmen dieser Grenzen zog sich für mich wie ein roter Faden durch das Buch.

Als Thriller ist "The President is missing" meines Erachtens nach fabelhaft. James Patterson ist ein Meister seiner Klasse. Wie ich mittlerweile gelernt habe, ist dies für viele Thriller-Fans nichts Neues. Für mich ist er jedoch eine tolle Entdeckung.

Ich applaudiere dem gesamten Team hinter diesem Buch dafür, dass es sich nicht hat einschüchtern lassen. Das Vorwort zu diesem Buch ist unmissverständlich darin zu erklären, dass viele ranghohe Politiker und Berater nicht erfreut darüber waren, dass Clinton den Vorhang des Weißen Hauses weiter lüften will, als es ihnen recht ist.

Bill Clinton hätte ohne James Patterson keinen so guten Thriller schreiben können. James Patterson hätte ohne Bill Clinton keinen so nuancierten und realitätsnahen Thriller schreiben können. Dieses Duo ist wahrlich prä­si­den­ti­ell.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen 5 sterne

Thema: [Sonstiges] Bargh, John - Vor dem Denken
Cogito ergo sum

Antworten: 0
Hits: 52

Bargh, John - Vor dem Denken 05 Jul, 2018 15:16 44 Forum: Sachbücher A - C

Autor: Bargh, John
Titel: Vor dem Denken
Originaltitel: Before you know it: The unconscious reasons we do what we do
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 01.03.2018
ISBN - 10: 3426276615
ISBN-13: 978-3426276617
Seiten: 464
Einband: Hardcover
Serie: -
Preis: 24,99 EUR

Autorenporträt:

Zitat:
Prof. Dr. John Bargh, Jahrgang 1955, ist ein weltweit renommierter, preisgekrönter Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. Barghs Fokus liegt auf der Erforschung von automatischen und unbewussten Prozessen, die das Sozialverhalten des Menschen beeinflussen, und beinhaltet Fragen zum freien Willen. Er wurde u.a. mit dem Max-Planck-Forschungspreis ausgezeichnet.


Quelle: Droemer Knaur

Inhaltsangabe:

Zitat:
Warum steckt bereits in den Köpfen von fünfjährigen Mädchen die Überzeugung, sie könnten kein Mathe? Was hat das Wetter mit den Börsengeschäften zu tun? Wann können wir uns auf unser Bauchgefühl verlassen?

Prof. Dr. John Bargh präsentiert die Summe seines Wissens nach 40 Jahren intensiver Forschungstätigkeit zum Unbewussten. In zahlreichen verblüffenden Experimenten entlarvt er es als einen enorm schnellen, effektiven und unermüdlichen Arbeitsmodus unseres Geistes, der parallel zum Bewusstsein existiert. Ziel: Unser Überleben sichern. So steuern Prägungen aus der Vergangenheit, das gegenwärtige Bauchgefühl und Ziele für die Zukunft unser tagtägliches Verhalten, bevor das Denken überhaupt einsetzt. Dem freien Willen des Menschen sind damit enge Grenzen gezogen. Doch Bargh verrät, wie wir trotzdem ungewollte Handlungsmuster vermeiden und das Unbewusste überlisten können. Eine spannende und anregende Reise in unser Selbst.


Quelle: Droemer Knaur


Meine Meinung:

Unser Gehirn ist meiner Meinung nach das faszinierendste Organ im menschlichen Körper. Wie es funktioniert, ist mittlerweile gut erforscht. Deutlich weniger ist über das Unterbewusstsein bekannt. Es ist ein abstrakter Begriff. Das Unterbewusstsein ist nicht sicht- oder greifbar. Und doch steuert es einen immensen Teil unserer Entscheidungen.

"Vor dem Denken" hat mich mehr gefesselt als jeder Krimi. Die Realität ist manchmal unschlagbar. Was uns beeinflusst, was uns zu dem "Denker" macht, der wir individuell sind und wie wir unsere Gedanken und Emotionen besser einzuordnen lernen, ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem, was einem in diesem Buch geboten wird.

Mehrere Aha-Momente haben mich durch die Lektüre getragen. Das Unterbewusstsein ist für mich nun nicht mehr so geheimnisvoll, wie es vorher war. Es fällt mir deutlich leichter dieses als einen Teil von mir zu sehen, dem ich vertrauen kann. Und das Zusammenspiel aus allem, was in unserem Gehirn passiert, ist schlichtweg beeindruckend.

Ich kann "Vor dem Denken" jedem empfehlen, der ein Gehirn hat. Und da wir alle eins haben, empfehle ich dieses Buch wirklich jedem.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen 5 sterne

Thema: [englisch] Angelou, Maya - Mom & Me & Mom
Cogito ergo sum

Antworten: 0
Hits: 128

Angelou, Maya - Mom & Me & Mom 28 Feb, 2018 00:35 38 Forum: FREMDSPRACHIGE BÜCHER

Autor: Angelou, Maya
Titel: Mom & Me & Mom
Originaltitel: -
Verlag: Virago
Erschienen: 6. März 2014
ISBN-13: 978-1844089154
Seiten: 208
Einband: TB
Serie: -
Preis: 8,99 EUR

Autorenporträt:

Zitat:
Maya Angelou, 1928 in Missouri geboren, ist Tänzerin, Schauspielerin, Theater- und Film-Regisseurin und -Produzentin, Journalistin und eine international renommierte Schriftstellerin. Bekannt ist sie außerdem für ihr leidenschaftliches Engagement für die Rechte der Schwarzen in den USA und für bessere Lebensbedingungen von Frauen in der Dritten Welt.


Quelle: Amazon.de

Inhaltsangabe:

Zitat:
In the first decade of the twentiety century, it was not a good time to be born black, or woman, in America.' So begins this stunning portrait of Vivian Baxter Johnson: the first black woman officer in the Merchant Marines, purveyor of a gambling business and rooming house, and mother to one of our most cherished literary treasures. Anyone who's read the classic, I Know Why the Caged Bird Sings, knows Maya Angelou was raised by her paternal grandmother in Stamps, Arkansas. In Mom & Me & Mom, Angelou details what brought her mother to send her away and unearths the well of emotions Angelou experienced long afterward as a result. While Angelou's six autobiographies tell of her out in the world, influencing and learning from statesmen and cultural icons, Mom & Me & Mom shares the intimate, emotional story about her own family.


Quelle: Klappentext


Meine Meinung:

Bei "Mom & Me & Mom" handelt es sich um insgesamt 29 Kapitel, die das Aufwachsen von Maya Angelou beschreiben. Der Fokus dieser autobiographischen Erzählungen liegt dabei auf dem Verhältnis von Maya zu ihrer Großmutter, sowie zwischen Maya und ihrer Mutter. Dies erklärt den, für mich zunächst seltsam anmutenden, Titel des Buches.

Es handelt sich um ein lediglich 200 Seiten umfassendes Buch, was an sich bereits verrät, dass es keine detaillierte Wiedergabe einzelner Jahre ist. Der Leser wird durch die wirkmächtigsten Momente mit ihrer Mutter und Großmutter durch das Leben von Maya Angelou geführt.

Dass ein 1928 in den Vereinigten Staaten geborenes Mädchen, mit afro-amerikanischer Abstammung, eine Fülle an Geschichten zu erzählen hat, sollte niemanden überraschen. Doch noch nie habe ich zum einen von einer derart einzigartigen Mutter-Tochter Verbindung gelesen, noch habe ich zum anderen so viel Herz, Wärme und Respekt aus den Zeilen einer Person gespürt, wie in "Mom & Me & Mom". Besonders nicht von Töchtern oder Söhnen, die in jener Zeit aufgewachsen sind.

Maya Angelou verstand es, meiner Meinung nach, wie keine andere zwar einfach zu formulieren, durch ihre Wortwahl jedoch aus simplen Sätzen Poesie werden zu lassen. Ihre Ausdrucksweise ist elegant ohne überspannt zu sein, sie umschmeichelt ohne kitschig zu sein und sie lässt den Leser eine innere Haltung einnehmen, die er vor dem Aufklappen und nach dem Zuklappen des Buches nicht hat.

Ich bin ein Freund von Autobiographien, weil die Geschichten und Lektionen anderer das eigene Leben bereichern können, wie Moral aus Fiktivem es nicht schafft. Während die Moral von fiktiven Geschichten oft als eine solche offensichtlich ist, liegt die Moral bei Autobiographischem oft zwischen den Zeilen. Und jeder Leser kann diese nach seinem Weltbild verwerten. Während sicherlich die wenigsten Leser von "Mom & Me & Mom" eine vergleichbare Beziehung zu einer anderen Person haben, wie Maya zu ihrer Mutter, so steckt in der Verbindung so viel Wertvolles für jeden Leser.

Bevor ich dieses Buch gelesen habe, habe ich Maya Angelou für ihre Gelehrtheit und ihre gewinnende Persönlichkeit bewundert. Dass sie zudem einige der besten Gedichte verfasst hat, die ich je gelesen habe, war ein Bonus. Nach der letzten Seite dieses siebten Bands ihrer Lebensgeschichte, bewundere ich sie zudem für ihre Emphatie, ihre Charakterstärke und ihre Standhaftigkeit. Für ihre Sicht auf die Welt, die keine gute war, als sie aufwuchs. Für die Liebe, die sie fähig war zu geben. Und für die Vergebung, die sie fähig geworden war zu erteilen.

2014 hat das Herz von Maya Angelou mit 86 Jahren aufgehört zu schlagen, doch ihren Herzschlag hat sie zwischen zwei Buchdeckeln konserviert.

"Mom & Me & Mom" bekommt von mir 5 sterne

Thema: [Thriller] Preston, Douglas / Child, Lincoln - Obsidian
Cogito ergo sum

Antworten: 0
Hits: 60

Preston, Douglas / Child, Lincoln - Obsidian 21 Feb, 2018 03:12 46 Forum: Preston, Douglas / Child, Lincoln

Autor: Preston, Douglas / Child, Lincoln
Titel: Obsidian - Kammer des Bösen
Originaltitel: Obsidian Chamber
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 01. Dezember 2017
ISBN-13: 978-3426654255
Seiten: 464
Einband: HC
Serie: Special Agent Pendergast Reihe Bd. 16
Preis: 19,99 EUR

Autorenporträt:

Zitat:
Douglas Preston wurde 1956 in Cambridge, Massachusetts, geboren. Er studierte in Kalifornien zunächst Naturwissenschaften und später Englische Literatur. Nach dem Examen startete er seine Karriere beim »American Museum of Natural History« in New York. Eines Nachts, als Preston seinen Freund Lincoln Child auf eine mitternächtliche Führung durchs Museum einlud, entstand dort die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Thriller, »Relic«, dem viele weitere internationale Bestseller folgten. Douglas Preston schreibt auch Solo-Bücher (»Der Codex«, »Der Canyon«, »Credo«, »Der Krater«) und verfasst regelmäßig Artikel für diverse Magazine. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern an der Ostküste der USA.

Lincoln Child wurde 1957 in Westport, Connecticut, geboren. Nach seinem Studium der Englischen Literatur arbeitete er zunächst als Verlagslektor und später für einige Zeit als Programmierer und System-Analytiker. Während der Recherchen zu einem Buch über das »American Museum of Natural History« in New York lernte er Douglas Preston kennen und entschloss sich nach dem Erscheinen des gemeinsam verfassten Thrillers »Relic«, Vollzeit-Schriftsteller zu werden. Obwohl die beiden Erfolgsautoren 500 Meilen voneinander entfernt leben, schreiben sie ihre Megaseller gemeinsam: per Telefon, Fax und Internet. Lincoln Child publiziert darüber hinaus auch eigene Bücher (»Das Patent«, »Eden«). Er lebt mit Frau und Tochter in New Jersey.


Quelle: Droemer Knaur

Inhaltsangabe:

Zitat:
Ein mysteriöser Tod, eine schockierende Wiederauferstehung und eine atemlose Verfolgungsjagd - der 16. Fall für Special Agent Aloysius Pendergast

Special Agent Pendergast ist vermisst, bei seinem letzten Abenteuer vermutlich ertrunken vor der Küste von Massachusetts. Von Trauer überwältigt, zieht sich Constance Greene, sein Schützling, in dessen New Yorker Anwesen zurück. Erfolglos versucht Pendergasts Bodyguard Proctor dort, sie über den Verlust hinwegzutrösten. Doch dann nehmen die Ereignisse eine unerwartete Wendung: Proctor wird von einem mysteriösen Eindringling überwältigt und betäubt. Als er wieder zu sich kommt, muss er hilflos mit ansehen, wie der Mann mit Constance in einem Auto davonrast. Aber er erkennt den Täter - und nimmt die Verfolgung auf. Rund um den Globus ...


Quelle: Droemer Knaur


Meine Meinung:

Ich bin hin- und hergerissen. Nach 12 von 16 Pendergast-Thrillern, bin ich mir nicht sicher, ob ein 13. Band folgen wird.

"Obsidian" beginnt mit einer Überraschung und einigen interessanten Prämissen. Doch während ich mich insbesondere von den ersten sechs Bänden nicht losreißen konnte, zog sich "Die Kammer des Bösen" meines Empfindens nach unheimlich in die Länge.

Aloysius Pendergasts Familiengeschichte war schon immer geheimnisvoll. Diesem Thema einen ganzen Band zu widmen, ist meiner Meinung nach eine gute und nahe liegende Idee. Doch habe ich feststellen müssen, dass ich die klassische Variante Pendergast-löst-mysteriöse-Verbrechen vorziehe.

Ich bin es von den vorherigen Bänden gewohnt, dass mehrere Stränge zunächst parallel zueinander verlaufen und gegen Ende der jeweiligen Geschichte zusammengeführt werden. "Obsidian" trieb diese verschiedenen Stränge jedoch auf die Spitze. Es waren für meinen Geschmack zu viele Wechsel und Wechsel an den falschen Stellen.

Das Konzept von Pendergast und um Pendergast herum, gefällt mir noch immer. Ich wünschte nur, dass Preston und Child sich wieder mehr auf den Charme des Protagonisten, auf seine Genialität und seine Fähigkeiten besinnen. Die Autoren haben eine blühend (grausame) Phantasie und ich würde sofort wieder zu einem Band der Pendergast-Reihe greifen, wenn dies passieren würde. Ich bin also gespannt, was der nächste Fall zu bieten haben wird.

Ich habe mich für 3 sterne entschieden.

Thema: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit Abschnitt 6
Cogito ergo sum

Antworten: 26
Hits: 398

21 Feb, 2018 01:49 08 Forum: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit

So wie die anderen Leser bin auch ich froh, dass am Ende alles seine natürlich Ordnung gefunden hat. Während ich bei den anderen Abschnitten nicht nachgeschaut hatte, was die anderen zuvor schrieben, konnte ich mir dies nach dem letzten Abschnitt nicht verkneifen :-)

Meine Meinung zu Susanne hat sich zum Ende hin verändert. Während ich zuvor eine Abneigung gegen sie hatte, ist sie in den letzten Zügen in meiner Gunst gestiegen. Es ist irgendwie beruhigend, wenn man eine Figur am Ende dann doch noch mögen kann. Gerade, weil sie ja keine Böse ist.

Die erste Hälfte des Buches lag mir mehr, als die zweite Hälfte,
doch fand es spannend einen solchen Einblick in die verschiedenen Realitäten der 1960er zu bekommen und bedanke mich dafür, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte.

Thema: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit Abschnitt 4
Cogito ergo sum

Antworten: 10
Hits: 204

21 Feb, 2018 01:28 47 Forum: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit

Ich weiß, dass ich etwas anders ticke und entschuldige mich schon einmal dafür. Netha hatte mir aus einem Lesetief geholfen, indem sie andeutete, dass die Geschichte noch ordentlich Fahrt aufnehmen würde. Nicht, dass ich jene langweilig fand, sondern weil mir der Elan fehlte, durch den Eindruck, dass es kommen könnte, wie ich es denke. Es muss nicht so kommen, ganz egal bei welchem Buch, doch tötet bereits der Eindruck dessen meine Neugierde auf die Entwicklung komplett ab.

Nun weiß ich ein erstes Stück weit, was diese Fahrt ist. Alles einigermaßen Harmonische wird dadurch durchgeschüttelt und auf den Kopf gestellt. Die Entwicklung ist nur einfach nicht meins.

Dass sich Ginny und HP Hürden in den Weg stellen mussten, ist nachvollziehbar. Die Entwicklung von Gregory ist mir persönlich aber ein bisschen zu viel.

Statt eines Paukenschlags wären mir feingliedrigere Herausforderungen lieber gewesen.

Thema: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit Abschnitt 3
Cogito ergo sum

Antworten: 7
Hits: 159

21 Feb, 2018 01:08 47 Forum: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit

Eigentlich ist Susanne ein Charakter, der einem leid tun sollte. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass ich Mitleid empfinden sollte. Bei ihr muss ich mich allerdings stets anhalten, dass ich meine 60er-Brille nicht absetze. Denn sobald ich jene absetze, finde ich sie schrecklich. Sie verkörpert so einiges, was ich nicht schätzenswert finde. Dies ist eine Parallele zu Vater Kleinschmidt, nur dass er einfach ein schrecklicher Mensch ist und Susanne letztlich ein Opfer ihrer Zeit. Haus heutiger Sicht.

Dass Siobhan eine Affäre hat, empfinde ich lediglich dadurch überraschend, dass sie eine Menge Unsicherheit zeigt. Natürlich dreht sich diese "nur " um das Auffliegen der Affäre und um das Verlieren ihrer Familie im Falle dessen, doch strahlte sie bislang immer eine kühle Distanziertheit aus, was einen keine Unsicherheit vermuten lässt. Eher eine tief sitzende Verletzung und ein daraus resultierender Rückzug aus allem Emotionalem. Mich überrascht die Ausrede für ihre Aufenthalte in London, ist diese doch so leicht zu lüften.

Die Beziehung zwischen Ginny und HP ist erfrischend. Die beiden verkörpern für mich den Aufwind, der Deutschland noch nicht erreicht hat, in Großbritannien jedoch schon in voller Blüte steht. Ich gönne HP jeden Moment außerhalb seines Umfelds.

Thema: Happy Birthday Cheffin!
Cogito ergo sum

Antworten: 13
Hits: 251

Achtung Happy Birthday Cheffin! 19 Feb, 2018 03:15 47 Forum: Geburtstagsgrüße

Alles Gute zum Geburtstag und nur das Allerbeste für dein neues Lebensjahr!

Knuddel

Födelsendag1 Födelsendag1 Födelsendag2 Sektglas Födelsendag2

Thema: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit Abschnitt 2
Cogito ergo sum

Antworten: 19
Hits: 251

05 Feb, 2018 02:46 54 Forum: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit

Auf den Seiten 96 bis 180 habe ich "Winterrosenzeit" als Gesellschafts- und Entwicklungsroman schätzen gelernt.

Ich erwähnte in meinem Kommentar zu Abschnitt 1, dass ich circa ab Seite 50 den Eindruck hatte zu wissen, wie die Entwicklungen grob sein werden. Als eine Liste von Stichpunkten, die sich vor meinem inneren Auge ausrollt, hatte ich es beschrieben.

Was die Ereignisse zwischen Hans-Peter und Ginny angeht, haben sich diese Stichpunkte bislang alle erfüllt. Daher ist dies der Strang der Geschichte, der aktuell am wenigsten Interesse bei mir erzeugt. Ich konzentriere mich aufgrund dessen eher auf die anderen Figuren und deren Entwicklungen. Zudem richte ich meine Aufmerksamkeit mehr auf das Gesinnungsorchester und übertrage diese auf die 1960er, um mir ein vollständigeres Bild von der Epoche zu machen.

Neben der Entwicklung der Beziehung zwischen Ginny und Hans-Peter, nahm ich an, dass Familie Bentham noch die eine oder andere Leiche im Keller haben wird. Dass Familiengeheimnisse enthüllt werden würden.

Die Tatsache, dass sich Gregory Bentham als Deutscher und Mitglied der früheren Widerstandsbewegung gegen die Nazis entpuppt hat, hat für mein Empfinden bislang noch keinerlei Relevanz gezeigt. Stelle ich mir vor, dass er seine Geschichte nicht enthüllt hätte, wäre das Leseerlebnis für mich kein anderes gewesen. Die Wandlung seines Verhaltens, seit des Geständnisses, empfinde ich fast als störend. Aber vielleicht ändert sich dies auf den kommenden Seiten noch.

Wie sich die Verbindung zwischen Susanne und Hans-Peter entwickeln würde (bis hier her), war mir klar, seitdem ich den letzten Satz des zweiten Kapitels gelesen habe. Überrascht hat mich allerdings die Naivität von Hans-Peter, ihr gegenüber. Als er sich fragte, wen er hinsichtlich des Briefes an Ginny konsultieren könnte, hätte ich erwartet, dass er Susanne ausschließt. Sie hat ihre Gefühle ihm gegenüber zwar nie klar artikuliert, doch hat sie im Zuge des Abschieds von Hans-Peter nach England tief blicken lassen. Vielleicht ist er aber auch nur einem emotionalen Tunnelblick zum Opfer gefallen.

Während ich Vater Kleinschmidt in meinem Kommentar zu Abschnitt 1 noch ein Stück weit in Schutz nahm, bzw. die Meinung vertrat, dass man ihn mehr im Licht der Zeit sehen sollte, kann ich ihn zu diesem Zeitpunkt nur als einen verachtenswerten Menschen betrachten. Ja, er ist ein Mann seiner Zeit. Dies deckt seine Taten und Worte jedoch nicht mehr ausreichend ab. Mein Mitleid mit Mutter Kleinschmidt wächst exponentiell zur Abneigung gegen Vater Kleinschmidt. Ich sehe allerdings auch sie nun mit anderen Augen. Sie ist ein Opfer, aber auch ihr ist eine Engstirnigkeit anheim, die ich angesichts der Liebe zu ihrem Sohn nicht verstehen kann.

Auf die (potentielle) Entwicklung dieser beiden Figuren bin ich am meisten gespannt.

Thema: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit Abschnitt 1
Cogito ergo sum

Antworten: 26
Hits: 342

28 Jan, 2018 04:44 14 Forum: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit

Zunächst möchte auch ich mich herzlich für das Exemplar von „Winterrosenzeit“ bedanken und meine Gedanken zum ersten Abschnitt niederschreiben.

Ich habe die bisherigen Kommentare absichtlich noch nicht gelesen, weil ich meinen unbeeinflussten ersten Eindruck beschreiben möchte. Sollte ich also etwas erwähnen, das in einer von Rebeccas Antworten bereits thematisiert wurde - ich werde es noch lesen.

Die Kleinschmidts sind zwar keine typische Familie der 1965er, doch findet man jeden Ton des gesellschaftlichen Gesinnungsorchesters in ihr wieder:

Vater Kleinschmidt, der dominante und mit eiserner Hand herrschende Familienvater, dem Tradition und klassische Werte wichtiger sind als Liebe, Zuneigung und die Unterstützung seines Sohnes. Mutter Kleinschmidt, die hin und hergerissen ist zwischen dem wie es eigentlich zu sein hat und dem, wie es sich entwickelt und letztlich eine unermüdliche Vermittlerin ist, die aber nichts lieber täte, als ihrer Rolle zu entfliehen, in der sie gefangen ist. Und der progressive Hans-Peter, der durch das Leben an der Universität einen Vorsprung in Sachen Modernität und Weitsicht hat und damit gänzlich allein dasteht.

So zuwider mir der Vater Kleinschmidt ist - früher war es halt so. Ich denke wir alle haben noch Familienmitglieder kennengelernt, die die Werte der Vergangenheit hoch gehalten haben und denen jede Form von Weiterentwicklung erstmal zuwider war. Auf einen Menschen der im 21. Jahrhundert lebt, wirkt er engstirnig, egoistisch und kleingeistig. Durch diese Brille darf man ihn meiner Meinung nach aber nicht betrachten.

Mutter Kleinschmidt löst durch ihren inneren Zwiespalt ein gewisses Mitleid in mir aus. Für gewöhnlich würde ich angesichts eines solch duckmäuserischen Verhaltens den Kopf schütteln, aber bedenkt man die Zeit in der sie lebt, ist sie schon weiter in ihrer Einstellung zur Moderne, als viele andere Frauen.
Kleinschmidt hat sie und ihren Sohn aus der Misere geholt und ihnen ein finanziell gesichertes Zuhause gegeben. Und noch ist kein Wutausbruch ihres Mannes eine Trennung wert, die ihr erneut den Boden unter den Füßen wegziehen würde.

Solange Hans-Peter in seiner Heimatstadt war, las ich mit Neugierde weiter und war gespannt in welche Richtung sich die Charaktere entwickeln. Als ich auf Seite 55 den ersten Satz las, hatte ich das Gefühl zu wissen, wie das Buch weitergeht. Und als ich am Ende von Seite 64 angekommen war, hat sich vor meinem geistigen Auge ein Stichpunkt nach dem anderen ausgerollt, wie die Handlung weitergehen wird und wie das Buch endet. Ich weiß selbstverständlich nicht, ob sich das bewahrheitet, aber der Eindruck dessen nahm mir für eine Weile die Neugierde. Mittlerweile hat es sich etwas gelegt und ich kann wieder gespannt weiterlesen.

In diesem Sinne ... bis in ein paar Seiten.

Thema: Ute feiert Wiegenfest
Cogito ergo sum

Antworten: 6
Hits: 219

04 Jan, 2018 02:41 42 Forum: Geburtstagsgrüße

Ich hab zwar schon, aber ich wiederhole gerne nochmal:

Födelsendag2 Födelsendag1 Sektglas Sektglas Födelsendag1

Thema: Sorgen
Cogito ergo sum

Antworten: 4
Hits: 244

Pfeil Sorgen 04 Jan, 2018 02:40 03 Forum: Cogito ergo sum´s Kolumne

Hallo zusammen,

momentan beschäftigen mich ein paar Gedanken und Fragen. Bislang habe ich darüber nur in meinem eigenen kleinen Kosmos gesprochen, aber die Meinung von Außen interessiert mich mittlerweile so sehr, dass ich hier einen Beitrag über dieses Thema schreiben möchte.

In meinem Privatleben umgebe ich mich mit Menschen, die gewisse Eigenschaften mit mir teilen, einen ähnlichen moralischen Kompass besitzen und eine ungefähr gleiche Sicht auf die Welt haben. Ich bin also umgeben von Menschen mit einem großen Herzen, mit einem Sinn für (Un)gerechtigkeit, Humor und Empathie. So empfinde ich es. Verlasse ich aber meine eigenen vier Wände oder die Wohnung einer anderen Person aus meinem engeren Umfeld, fühle ich mich hineingeworfen in eine brodelnde Masse aus Egoismus, Ungerechtigkeit, Kälte, fehlender Reflexion und Engstirnigkeit.

Ich lebe in einer Großstadt (Hamburg) und verstehe, dass der Alltag hier nicht so aussehen kann wie in einem Dorf mit 100 Einwohnern. Das möchte ich auch nicht. Aber alles hat seine Grenzen.

Begonnen hat alles auf der Arbeit. Ich kann sagen, dass ich froh darüber bin, dass ich von Natur aus einen stets etwas zu niedrigen Blutdruck habe.

Ich erhalte tagtäglich Einblicke in die Wünsche, Vorstellungen, Ansprüche, Ängste und Überzeugungen anderer Menschen. Während dies interessant klingt, ist es für mich mittlerweile immer wieder eine nervliche Herausforderung. Ich erlebe Menschen ohne Selbstreflexion, die Fehler stets bei anderen suchen, auch wenn man Ihnen Stück für Stück fundiert aufzeigt, dass sie selbst im betreffenden Fall einen Fehler gemacht haben oder ganz einfach saublöd waren (professionell formuliert natürlich). Ich erlebe Menschen, die sich nicht mehr die Mühe machen eine Nachricht mit einem "Guten Tag" zu beginnen und mit einem "Mit freundlichen Grüßen" zu beenden. Es herrschen Ansprüche und Vorstellungen vom gewünschten Partner, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Ich erlebe Engstirnigkeit in der Deluxeversion, ein Verhalten wie im Kindergarten und völlig verschrobene Ansichten von der Welt. Ich lese Nachrichten die ein Fehlen von Konfliktlösungsfähigkeiten bescheinigen und Meldungen von Frauen, die ein feministisches Herz wie das meine, zum Weinen bringen.

Immer wieder versuche ich meine eigene Aufgewühltheit darüber zu besänftigen, indem ich versuche mir klar zu machen, dass diese Nachrichten nur einen kleinen Teil unserer Kundschaft ausmacht und somit auch nur einen kleinen Teil der Deutschen. Ich arbeite jedoch seit knapp 4 Jahren dort und seit 4 Jahren nehmen solche Nachrichten kein Ende. Es handelt sich nicht um Dutzende oder Hunderte von Menschen. Es handelt sich um mehrere Tausend Menschen. Und dabei lese ich nur einen Bruchteil der E-Mails, die uns jeden Tag erreichen.

Ähnliches erlebe ich in meinem Alltag. Ich arbeite in der Innenstadt Hamburgs. Diese ist nie wirklich leer. Schon gar nicht wochentags. Als Großstadtkind habe ich immer gewusst, wie ich mich am besten und sicher durch Menschenmassen navigiere. Mittlerweile kann ich jedoch keine fünf Minuten auf der Straße verbringen, ohne dass ich angerempelt werde oder (fast) mit einer Person kollidiere, weil diese statt nach Vorne zu schauen, den Blick nur auf dem eigenen Handy hat. Werde ich von einer anderen Person angerempelt, guckt sich diese um, schaut mich an und geht weiter. Ein "Entschuldigung" gibt es nie. Rennt jemand in mich hinein, weil das Handy wichtiger war als ordentlich geradeaus zu gehen, werde ich angepöbelt, weil ich nicht aus dem Weg gegangen bin. Das mache ich nämlich nicht mehr.

Gehe ich in den Supermarkt, ist das Bild nicht viel anders. Vor ein paar Tagen ereignete sich eine Begegnung, die exemplarisch für das ist, was ich meine:

Die letzte Station meines Einkaufs war die Salatstation. Lediglich eine Dame stand dort. Ich brauchte den gleichen Salat wie sie. Ich stellte mich also neben sie, ohne sie zu berühren, und testete einige Salatköpfe aus einer Kiste neben der Kiste, in der sie gerade herumwühlte. Ich entschied mich für zwei Köpfe, drehte mich zu meiner Begleitung um und tütete diese ein, da sie tropften. Während ich das tat merkte ich, wie sich ein anderer Mensch in meine Seite drückte und immer weiter drückte. Ich drehte mich um und sah, dass es sich um die Dame handelte, die eben schon mit mir dort stand. Ich sagte zu ihr: "Entschuldigen Sie, das ist gerade etwas unangenehm. Sie können gerne Bescheid sagen, wenn Sie hierher möchten. Dann mache ich Ihnen Platz." Ihre Antwort war: "Das haben Sie ja eben auch nicht gemacht." Irritiert sah ich sie an und meinte: "Ich stellte mich lediglich neben Sie. Ich habe Sie nicht berührt." Während sie sich entfernte entgegnete sie: "Ja ja, die Welt dreht sich nur um sie, was. Muss ja toll sein so ein Leben zu führen." Da ich weiß, dass sauer zu werden in solchen Situationen nicht förderlich ist, sagte ich nur: "Ich wünsche Ihnen, dass Sie im neuen Jahr zufriedener werden und es dann nicht mehr als nötig empfinden, fremde Leute wegen einer Kleinigkeit persönlich anzugehen." Was sie daraufhin in meine Richtung zeterte, hörte ich nicht mehr.

Ähnliche Situationen könnte ich zu Dutzenden aufzählen.

Dann gibt es das Internet. Das schöne, anonyme Internet, mit den Kommentar-Funktionen auf unzähligen Webseiten. Und natürlich Plattformen wie Twitter. Auch wunderbar anonym. Es ist unglaublich wie viele Menschen jeden Tag online gemobbt, beschimpft und heruntergeputzt werden. Aus allen Gründen, die man sich vorstellen kann. Und auch aus Gründen, die man sich nicht vorstellen kann. Wie unzufrieden und frustriert muss ein Mensch sein, um eine fremde (vielleicht prominente) Person im Internet zu beleidigen? Wie viele junge Menschen nehmen sich jedes Jahr das Leben, weil sie online bloßgestellt und beschimpft wurden? Wie viele Seelen leiden jede Minute eines Tages, nur weil feige und gestörte Menschen sich online stark und unbesiegbar fühlen? Das Leben von unzähligen jungen Menschen dreht sich darum, wie sie sich auf Social Media Plattformen präsentieren, wie viele Follower sie haben und wie sie noch mehr bekommen. Vorbilder sind oft keine Persönlichkeiten mehr, die tatsächlich etwas geleistet haben. Es sind YouTuber, Popstars oder Models. Millionen von Menschen beziehen ihre Nachrichten über Facebook oder andere Social Media Kanäle, prüfen aber nicht, ob das was sie lesen tatsächlich wahr ist und gehen so unzähligen Falschmeldungen auf den Leim, die gezielt platziert wurden, um gewisse Resentiments zu wecken oder schlichtweg eine gewisse Zielgruppe in eine bestimmte Richtung zu manipulieren.

Die mächtigste Nation der Welt wird von einem homophoben, ausländerfeindlichen, manipulativen und minderbemittelten Egomanen regiert, der gepusht wurde und wird, von einem ebenso homophoben, ausländerfeindlichen, manipulativen Egomanen. Europa ist mehr als ein Mal knapp daran vorbeigeschlittert einen solchen Präsidenten ebenfalls in einem seiner Mitgliedsländer regieren sehen zu müssen und in Deutschland zieht die AfD in den Bundestag ein. Die blonde Dumpfbacke aus den USA leugnet die Klimaerwärmung, während im Internet ein Video millionenfach geteilt wird, das einen abgemagerten Eisbären zeigt, der verzweifelt nach Nahrung sucht, aber lediglich von Wasser umgeben ist. Und mit jeder Sekunde dieses Videos bricht mein Herz ein bisschen mehr. Das Gros der Menschen widmet sich lieber der eigenen Genussbefriedigung, als der Rettung der Umwelt und stirbt deshalb früher als jemals zuvor. Das erste Mal seit langer Zeit werden die Kinder in einigen Ländern vermutlich vor ihren Eltern sterben, weil sie gehirngewaschen genau das konsumieren, was sie umbringt. Der Druck auf Kinder wird immer größer, das Bildungssystem in unserem Land nicht besser. Das Wohnen in Großstädten wird immer teurer, die Menschenschlange vor der Arche immer länger.

Ja, das ist alles sehr düster. Aber genau das bereitet mir Sorgen. Ich weiß, dass es das Gute in der Welt immer noch gibt. Aber das Gute ist nicht laut genug.

Ich stelle mir die Frage, ob ich einen neuen Menschen in eine solche Welt bringen möchte. Ich frage mich, ob diese Entwicklungen noch umkehrbar sind. Ich frage mich, was ich tun kann, um in meinem Einflussbereich mehr Licht zu verbreiten. Und ich frage mich, ob ich das Alles zu eng sehe. Reagiere ich über? Bin ich zu empfindlich? Empfinde gar nur ich das so?

Ich hörte mal den Satz: "Mach dir doch einfach nicht so viele Gedanken. Vor Allem nicht über Dinge, die du nicht ändern kannst." Aber das kann ich nicht. So bin ich nicht.

Wie seht ihr das? Bereitet euch all das Sorgen? Macht ihr euch Gedanken über so etwas?

Ich freue mich über jede Antwort und danke euch für die Zeit, die ihr euch für das Lesen meines Beitrags genommen habt.

Thema: Martin, Ricarda - Winterrosenzeit
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10 Dec, 2017 00:23 53 Forum: Anmeldungen zu Leserrunden 2017

Ich wollte ja schon immer mal eine Leserunde mitmachen, hatte nur nie Interesse an den jeweiligen Büchern. Nun melde ich mich mal an und lese mal ein Buch, was ich sonst wahrscheinlich nicht gelesen hätte. Ich bin gespannt!

Thema: Oktober-Dezember 2017
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10 Dec, 2017 00:20 24 Forum: Neuer Lesestoff

Ich war auch mal wieder einkaufen:

1. Volker Meid - Das Buch der Literatur
2. Ranga Yogeshwar - Nächste Ausfahrt Zukunft
3. Tim Marshall - Die Macht der Geographie - Wie sich Weltplotik anhand von 10 Karten erklären lässt
4. Elma van Vliet - Mama erzähl mal

Thema: [englisch] Rodham Clinton, Hillary - What happend
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Rodham Clinton, Hillary - What happend 06 Dec, 2017 21:14 01 Forum: FREMDSPRACHIGE BÜCHER

Autor: Rodham Clinton, Hillary
Titel: What happend
Originaltitel: /
Verlag: Simon + Schuster
Erschienen: 22.09.2017
ISBN-13: 978-1471166945
Seiten: 494
Einband: Hardcover
Serie: /
Preis: 24,95 EUR

Autorenporträt:

Zitat:
Hillary Diane Rodham Clinton ist eine US-amerikanische Politikerin der Demokratischen Partei. Sie war als Ehefrau Bill Clintons, mit dem sie seit 1975 verheiratet ist, von 1993 bis 2001 First Lady der Vereinigten Staaten. Im November 2000 wurde sie in den Senat gewählt, dem sie von 2001 bis 2009 für den Bundesstaat New York angehörte. Im Anschluss war Clinton bis 2013 Außenministerin der Vereinigten Staaten in der Regierung von Präsident Barack Obama. Zuvor hatte Obama sie in der parteiinternen Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur 2008 besiegt.

Zur Präsidentschaftswahl im November 2016 trat Clinton als erste Frau für eine der beiden großen Parteien an, unterlag jedoch im Wahlmännerkollegium trotz Vorsprungs beim Popular Vote dem republikanischen Kandidaten Donald Trump.


Quelle: Wikipedia

Inhaltsangabe:

Zitat:
For the first time, Hillary Rodham Clinton reveals what she was thinking and feeling during one of the most controversial and unpredictable presidential elections in history. Now free from the constraints of running, Hillary takes you inside the intense personal experience of becoming the first woman nominated for president by a major party in an election marked by rage, sexism, exhilarating highs and infuriating lows, stranger-than-fiction twists, Russian interference and an opponent who broke all the rules. This is her most personal memoir yet.

In these pages, she describes what it was like to run against Donald Trump, the mistakes she made, how she has coped with a shocking and devastating loss, and how she found the strength to pick herself back up afterwards. With humour and candour, she tells readers what it took to get back on her feet - the rituals, relationships and reading that got her through, and what the experience has taught her about life. She speaks about the challenges of being a strong woman in the public eye, the criticism over her voice, age and appearance, and the double standard confronting women in politics.

She lays out how the 2016 election was marked by an unprecedented assault on democracy by a foreign adversary. By analysing the evidence and connecting the dots, Hillary shows just how dangerous the forces are that shaped the outcome, and why Americans need to understand them to protect their values and democracy in the future.

The election of 2016 was unprecedented and historic. What Happened is the story of that campaign and its aftermath - both a deeply intimate account and a cautionary tale.


Quelle: Amazon.de


Meine Meinung:

Noch nie habe ich die Veröffentlichung eines Buches so sehr herbeigesehnt, wie die Veröffentlichung von What happend. Drei Monate lang zählte ich Tage. Ich hatte einen solchen Durst zu wissen was Hillary zu dem mehr als außergewöhnlichen Präsidentschaftswahlkampf zu sagen hat, dass ich die knapp 500 Seiten in einer Rekordzeit verschlungen habe.

Für mich war es eine emotionale Achterbahnfahrt. Während ich bei der Lektüre einiger Seiten lachen musste, wurde ich kurz darauf wütend. Noch bevor die Wut abklingen konnte, war mir zum Weinen zumute. Meist gefolgt von einem tiefen Tal der Melancholie und des Herbeisehnens einer anderen Realität.

Hillary Clintons öffnet in diesem Buch Vorhänge, die meines Wissens nach bislang noch keine höhere politische Persönlichkeit geöffnet hat. Erst recht kein ehemaliger Präsidentschaftskandidat. Allerdings hat sie sich in einer besonderen Lage befunden, die auf jeder Seite des Buches deutlich wird. Sie ist offen, ehrlich, witzig, sarkastisch, zynisch, reflektiert, selbstkritisch und inspirierend.

What happend ist nicht einfach nur ein Buch einer Politikerin. Es ist der Bericht einer Zeitzeugin über die Rolle von Sexismus, Feminismus, Doppelmoral, Klischees und dem Kampf gegen eingefahrene kulturelle Ansichten in der westlichen Gesellschaft von heute. Dies ist der Grund, weshalb dieses Buch von so vielen Personen - vor allem Frauen - gelesen werden sollte, wie möglich. Meiner Meinung nach, wird What happend mit den Jahren an Bedeutung gewinnen und eines Tages aus einem Regal gezogen werden, während jemand sagt: "Wir hätten es schon früher besser wissen sollen."

Ich gebe diesem Buch die volle Anzahl an Sternen. 5 sterne

Thema: Oktober - Dezember 2016
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28 Dec, 2016 00:18 51 Forum: Neuer Lesestoff

Dieses Weihnachtsfest war das Bücher-reichste Weihnachtsfest ever. Folgende Bücher habe ich mir gewünscht und bekommen:

Maya Angelou - Mom & Me & Mom
Maya Angelou - I know why the caged bird sings
Günter Grass und Willy Brandt - Briefwechsel
Die gesammelten Werke von Nietzsche
Theodor Storm - Der Schimmelreiter

Thema: Happy Birthday Jenny!
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28 Dec, 2016 00:09 33 Forum: Geburtstagsgrüße

Vielen Dank für eure lieben Glückwünsche Knuddel

Ich bin heute Abend erst wieder nach Hause gekommen, hatte aber in der Tat einen schönen Tag. Die runde Zahl ist noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber die 30 und ich haben ja nun 9 Jahre lang Zeit uns aneinander zu gewöhnen breit grins

Thema: Weihnachtswichteln 2016
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23 Dec, 2016 20:51 49 Forum: Rund ums Wichteln

Ihr lieben, ich bin nun auch zu Hause. Entschuldigt bitte, aber meine Arbeitszeiten haben sich mit einem Auspacken um 18:00 Uhr nicht vereinbaren lassen.

Zwischendurch sei schon mal gesagt: Ja Simone, ich war dein Wichtel breit grins Ich hoffe die Marzipan-Variationen schmecken dir. Und es freut mich sehr, dass ich auch mit dem Buch ins Schwarze getroffen habe.

So, nun also mein Päckchen:

Mein Wichtel hat eine Vorliebe für Servietten megalach Aber es sind sehr schöne Servietten. Da ist ganz viel Eingewickeltes drin. Im Einzelnen:

-zwei kleine vegane Aufstriche
-eine Lakritzstange
-zwei Weihnachtsfigürchen aus Kork
-mein liebster veganer Schokoriegel
-eine Tüte mit lauter chinesischen Schriftzeichen drauf (muss ich gleich mal googeln, sieht aber nach was zu essen aus)
-und natürlich ein Buch. "Warten auf Godot" von von Samuel Beckett. Das freut mich riesig!

Der Hinweis war eindeutig, denke ich. Vielen lieben Dank Ute! Knuddel

Ich bin nun neugierig was die japanische (?) Schmackofazie angeht. Was genau ist das?

Thema: Weihnachtswichteln 2016
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21 Dec, 2016 17:15 58 Forum: Rund ums Wichteln

Ich hatte meins auch auf meinem Schreibtisch liegen. Wurde von meinen Kollegen aufbewahrt, da ich im Urlaub war während es kam. Auch ich sage Danke!

Thema: 2016
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2016 22 Nov, 2016 07:06 36 Forum: Cogito ergo sum´s Kolumne

Es verbleiben nur noch wenige Wochen, in denen wir uns noch im Jahr 2016 befinden. So verlässlich wie der Autoverkehr, der jedes Jahr aufs Neue ins Chaos gerät, sobald auch nur ein Schneekorn auf den Straßen liegt, so verlässlich ist es auch, dass wir in den letzten Wochen eines Jahres einen persönlichen Rückblick wagen.

Wie war das Jahr für mich? Wie war das Jahr generell? Ist mein Leben besser als vor 12 Monaten? Habe ich bestimmte Vorhaben eingehalten? Was habe ich in diesem Jahr gelernt, um es im kommenden Jahr besser zu machen?

In den meisten Fällen ist einem möglich, sich mit dem zurückliegenden Jahr auszusöhnen und ein vorwiegend positives Resümee zu ziehen. Dies ist auch durchaus zu empfehlen, schließlich wäre das Gegenteil kontraproduktiv.

Doch bei meinen eigenen Gedanken zum Jahr 2016 muss ich sagen - und ich muss hierfür einfach das treffendste Adjektiv nehmen, auch wenn es nicht vornehm ist - das Jahr war absolut beschissen. Ich glaube ich habe noch kein beschisseneres Jahr erlebt, als das Jahr 2016. Mein Gott, war dieses Jahr beschissen.

Ich empfand es als Aufgabe herauszufinden, weshalb ich eine so starke und klare Abneigung gegen dieses Jahr habe.

Zunächst hinterfragte ich die persönliche Ebene:

Das Jahr hätte nicht schlechter beginnen können. Mein Vater starb, als 2016 nicht einmal zwei Wochen alt war. Drei Wochen später starb Roger Willemsen. Somit starben innerhalb von drei Wochen die beiden einflussreichsten Männer in meinem Leben. Natürlich hatte mein Vater eine andere Trag- und Reichweite, aber doch waren beide auf ihre Art ein wichtiger und prägender Einfluss.

Die zweite Jahreshälfte zeigte sich deutlich freundlicher. Auf der Arbeit bin ich befördert worden und privat habe ich wieder mit dem Mann zusammen gefunden, den ich seit fast 10 Jahren liebe, nachdem wir drei Jahre lang getrennt waren.

Der Verlust des eigenen Vaters lässt sich nicht mit positiven Ereignissen aufrechnen. An sich könnte ich aber sagen - zwei zu zwei. Unentschieden für das Jahr 2016. Da ich so aber ganz und gar nicht empfinde, kam ich zu dem Schluss, dass dieses Gefühl auch im Weltlichen verwurzelt sein muss. Und dort wurde ich in überwältigendem Maße fündig.

Dieses Jahr sind ungewöhnlich viele bekannte Persönlichkeiten gestorben. Keine C-Promis. Sondern echte Stars. Ich erinnere mich, dass ich mich im April nicht mehr traute auf mein Handy zu schauen wenn ich sah, dass ein Nachrichtendienst mir per Push-Mitteilung eine Eilmeldung anzeigte. Das sind zwar alles keine Personen gewesen die ich persönlich kannte, aber irgendwann war ich einfach übersättigt.

Die "Flüchtlings-Krise". Deutschland im Ausnahmezustand. Unsicherheit. Angst. Sich immer offener verbreitender Rechtspopulismus. Jeden Tag Meldungen und Schlagzeilen. Wütende Bürger. Ein Graus.

Immer wieder Meldungen über Bombenattentate. Über den Zeitraum von ein paar Monaten fast wöchentlich. Bei jedem Einschalten des Fernsehers musste man befürchten, dass an einem weiteren Ort Menschen durch Attentate getötet oder verletzt wurden.

Die Türkei. Erdogan gegen Böhmermann. Der inszenierte Putschversuch, nach welchem Erdogan nun freie Bahn für seine diktatorische Regierungsweise hat. Das Flüchtlingsabkommen mit Deutschland. Erbärmlich.

Die afro-amerikanische Bevölkerung der USA geht immer wieder auf die Straße, weil immer mehr schwarze Bürger, oft grundlos, von Polizisten getötet und/oder misshandelt wurden. Wut machte sich breit.

Überall auf der Welt werden die Menschen immer unberechenbarer. Sie gehen gegen das Establishment auf die Barrikaden, weil sie die Nase voll von ihrer Regierung haben. Die Briten stimmen pro Brexit, die Franzosen sind Marie le Penn zugewandter als je zuvor, die AfD erreicht zweistellige Prozentanteile bei Landtagswahlen und die USA haben - meiner Meinung nach - den größten Fehler ihrer politischen Geschichte gemacht.

Ich habe den Wahlkampf in den USA die ganzen anderthalb Jahre über nah verfolgt und bin mehr als getroffen davon, dass es nicht Hillary Clinton sein wird, die im Januar vereidigt werden wird. Es ist nicht mein eigenes Land, aber Hillary steht für so viel, das nicht nur der USA gut getan hätte. Ich kann mit Worten nicht erfassen wie ich es finde, dass Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sein wird.

Da haben wir es also. Das Jahr 2016 in seiner - nicht mal umfassenden - Abscheulichkeit. Und es ist nicht anzunehmen, dass sich alles dies am 01.01.2017 in Luft auflösen wird. (Auch wenn die irrationale Seite in mir immer noch hofft, dass Trump sich eines Morgens spontan vaporisiert).

Während die Welt verrückt zu spielen scheint, ist es umso wichtiger, dass wir uns im Kleinen in die entgegengesetzte Richtung bewegen. Meines Empfindens nach war es noch nie so wichtig wie heute, dass wir Positives in die Welt hinaus tragen. Auch wenn unsere Welt nur ein kleines Dorf irgendwo in Deutschland umfasst.

Wir alle haben jeden Tag die Möglichkeit der Regenbogen in den Wolken eines anderen Menschen zu sein. Wir können Menschlichkeit zeigen in einer Zeit, die unmenschlich zu sein scheint. Wir können uns engagieren, für Dinge die uns wichtig sind. Wir müssen selbstbewusst menschlich sein und unsere Stimme erheben, wenn etwas falsch läuft. Ganz egal wie dies individuell aussieht.

Wir können nicht die Probleme der Welt lösen. Aber wir können unser Bestes für unsere eigene kleine Welt tun. Und je mehr Menschen dies so handhaben, desto weiter verbreitet es sich.

Dies wünsche ich mir für 2017.

Thema: Cogitos SUB-Liste
Cogito ergo sum

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Daumen hoch! Cogitos SUB-Liste 10 Nov, 2016 23:46 16 Forum: SUB Listen



    A

  1. Aristoteles - Von der Seele
  2. ARD - Die tagesschau erklärt die Welt. Das Wissensbuch
  3. Aust, Stefan - Der Baader Meinhof Komplex


    B

  4. Borges, Jorge Luis - Die Bibliothek von Babel
  5. Brecht, Bertholt - Die Dreigroschenoper
  6. Brooks, David - Charakter. Die Kunst Haltung zu zeigen
  7. Büchner, Georg - Lenz. Der Hessische Landbote
  8. Büchner, Georg - Woyzeck, Leonce und Lena


    C

  9. Capote, Truman - Kaltblütig
  10. Rodham Clinton, Hillary - Gelebte Geschichte
  11. Rodham Clinton, Hillary - Entscheidungen
  12. Coelho, Paulo - Auf dem Jakobsweg

    D

  13. Degeneres, Ellen - Seriously ... I´m kidding
  14. Dtv - Cuentos brevísimos (Spanische Kurzgeschichten)
  15. Dummis, für - Klassik für Dummies
  16. Dunham, Lena - Not that kind of girl
  17. Dürrenmatt, Friedrich - Die Physiker

    F

  18. Fitzek, Sebastian - Der Augenjäger
  19. Fontane, Theodor - Irrungen, Wirrungen
  20. Frisch, Max - Homo faber

    G

  21. Goethe von, Johann Wolfgang - Egmont
  22. Goethe von, Johann Wolfgang - Iphigenie auf Tauris
  23. Goethe von, Johann Wolfgang - Leben und Welt in Briefen

    H

  24. Heine, Heinrich - Deutschland ein Wintermärchen
  25. Hesse, Hermann - Der Steppenwolf
  26. Hesse, Hermann - Siddartha
  27. Humboldt von, Wilhelm - Schriften zur Sprache

    J

  28. Jacoby, Edmund - Philosophen. Die großen Denker von der Antike bis heute

    K

  29. Kahnemann, Daniel - Schnelles Denken, langsames Denken

    M

  30. Mann, Klaus - Mephisto
  31. Márquez García, Gabriel - Die Liebe in den Zeiten der Cholera
  32. Márquez García, Gabriel - Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt
  33. Márquez García, Gabriel - Die böse Stunde
  34. Márquez García, Gabriel - Das Leichenbegräbnis der großen Mama
  35. Márquez García, Gabriel - Laubsturm
  36. Márquez García, Gabriel - Der Herbst des Patriarchen
  37. Miller, Henry - Die Kunst des Lesens

    P

  38. Precht, Richard David - Wer bin ich und wenn ja, wie viele

    R

  39. Reich Ranicki, Marcel - Die besten deutschen Erzählungen
  40. Reich Ranicki, Marcel - Mein Leben
  41. Reverte Pérez, Arturo - Der Club Dumas
  42. Roger, Marie Sabine - Das Labyrinth der Wörter

    S

  43. Schiller, Friedrich - Die Räuber. Ein Schauspiel
  44. Schiller, Friedrich - Maria Stuart
  45. Schiller, Friedrich - Der Verbrecher aus verlorener Ehre
  46. Schneider, Wolf - Speak german. Warum Deutsch manchmal besser ist
  47. Scobel, Gert - Warum wir philosophieren müssen
  48. Sepúlveda, Luis - Der Alte, der Liebesromane las
  49. Sick, Bastian - Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 6
  50. Stein, Sol - Über das Schreiben
  51. Süskind, Patrick - Das Parfüm

    T

  52. Thatcher, Maragret - Downingstreet Nr. 10

    W

  53. Wild, Oscar - Das Bildnis des Dorian Grey
  54. Willemsen, Roger - Vages Erinnern, präzises Vergessen
  55. Willemsen, Roger - Deutschlandreise

    Z

  56. Zafón Ruiz, Carlos - Das Spiel des Engels

Thema: SUB Abbauspielchen 2016
Cogito ergo sum

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10 Nov, 2016 22:54 37 Forum: Gemeinsame Forumsaktivitäten

Oh super! Dann mache ich mich direkt an die Erstellung meiner SUB-Liste. Knuddel

Thema: SUB Abbauspielchen 2016
Cogito ergo sum

Antworten: 9
Hits: 788

10 Nov, 2016 22:45 01 Forum: Gemeinsame Forumsaktivitäten

winke Mütze

Ich habe dieses Spielchen gerade entdeckt und bin sehr interessiert daran mitzumachen. Habt ihr noch einen Platz für mich?

winke Mütze

Thema: Weihnachtswichteln 2016
Cogito ergo sum

Antworten: 109
Hits: 4490

07 Oct, 2016 17:33 16 Forum: Rund ums Wichteln

Ich mache auch mit. winke Mütze

Thema: Juli - September 2016
Cogito ergo sum

Antworten: 18
Hits: 1402

20 Aug, 2016 12:01 07 Forum: Neuer Lesestoff

Bei mir eingezogen sind gestern folgende Bücher:

Hillary Clinton - Gelebte Geschichte (Autobiografie)

Roger Willemsen - Gute Tage ( jetzt habe ich tatsächlich alle Bücher vom ihm zusammen!!!)

Margaret Thatcher - Downingstreet No. 10

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