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Autor Beitrag
Thema: [Sonstiges] Rowling, Joanne K. - Was wichtig ist
Meggie

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Hits: 9

Rowling, Joanne K. - Was wichtig ist 21 Feb, 2018 15:33 49 Forum: Sachbücher P - R

Autor: Rowling, Joanne K.
Titel: Was wichtig ist
Originaltitel: --
Verlag: Carlsen
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-551-58777-0
Seiten: 80
Einband: Hardcover
Serie: --
Preis: 12,90 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
J.K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 80 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J.K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: Mit »Die Märchen von Beedle dem Barden« unterstützt sie ihre Charity-Organisation Lumos, mit »Quidditch im Wandel der Zeiten« und »Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind« unterstützt sie Comic Relief und Lumos. J.K. Rowling hat außerdem das Drehbuch zu »Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind« verfasst. Gemeinsam mit dem Drehbuchautor Jack Thorne und dem Regisseur John Tiffany entwickelte sie das Theaterstück »Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei«, das im Sommer 2016 im Londoner West End Premiere feierte. 2012 gründete sie Pottermore, ein Online-Portal, auf dem Fans noch tiefer in ihre magische Welt eintauchen können. J.K. Rowling erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den britischen Ritter orden Order of the British Empire und den Hans Christian Andersen Preis.

Quelle: Carlsen

Inhaltsangabe:
Zitat:
Als J.K. Rowling 2008 gebeten wurde, die Abschlussrede an der Harvard University zu halten, wählte sie dafür zwei Themen, die ihr sehr am Herzen liegen: den Nutzen des Scheiterns und die Kraft der Fantasie. Denn in ihren Augen ist der Mut zu scheitern genauso wichtig für ein erfülltes Leben wie konventionellere Wege zum Erfolg. Das gilt auch für die einzigartige menschliche Fähigkeit, sich mithilfe der Vorstellungskraft in andere hineinzuversetzen – vor allem in jene, die es schwerer haben als wir. Diese besondere Fähigkeit müssen wir uns unbedingt bewahren.

Die Erfahrungen, von denen J.K. Rowling erzählte, und die provokanten Fragen, die sie den jungen Absolventen stellte, haben seither zahlreiche Menschen inspiriert, darüber nachzudenken, was wirklich zählt im Leben. Scheitern, Schicksalsschläge, Fantasie und Inspiration – diese Themen sind immer wieder von großer Bedeutung für Menschen, die an einem Wendepunkt stehen. Indem wir Risiken eingehen und ein Scheitern in Kauf nehmen, indem wir die Kraft unserer Fantasie nutzen, können wir das Leben mutiger angehen und offener für alle Möglichkeiten sein, die es für uns bereithält.

Quelle: Carlsen

Meine Meinung:
"Wir brauchen keine Magie, um unsere Welt zu verwandeln, wir tragen alle Kraft, die wir brauchen, bereits in uns." Diese wahren Worte stammen von der Autorin, die uns wie keine zweite die Magie näher gebracht hat.

In ihrer berühmten Rede an der Harvard University, erzählt uns Joanne K. Rowling von ihrem Weg zu der Person, die sie heute ist. Sie erzählt vom Nutzen des Scheiterns, erzählt von ihrem schweren Weg aus der Armut, von ihren Gefühlen und Ängsten. Sie erzählt von der Kraft der Phantasie, dass diese nicht außer Acht gelassen werden soll.

Sie erzählt von Freunden, vom Fliegen, von der Macht, von allem, was wichtig ist.

Mit ihrer Rede vor dem Abschlussjahrgang der Harvard University im Jahre 2008 rüttelt sie auf, gibt Hoffnung und zeigt, dass man mit festem Willen alles erreichen kann, was man sich wünscht.
Hier merkt man genau, dass Joanne K. Rowling keinen leichten Weg zu gehen hatte. Der Tod ihrer Eltern, Depressionen und Rückschläge, Selbstmordgedanken. Und doch hat sie es geschafft, sie hat sich aufgerappelt, ist ihren Weg gegangen und hat es letztendlich zu dem geschafft, was sie heute ist.

Die Kraft der Phantasie hat ihr geholfen, sich aus dem Elend zu befreien. Die Magie hat ihr geholfen, immer weiter zu machen.
Besonders imponiert mir, dass sie sich aber auf ihren Lorbeeren nicht ausruht, sondern ihr Glück und ihren Erfolg teilt. Mit Stiftungen, Zuwendungen und anderen Hilfsprojekten unterstützt sie, wo sie nur kann.

Für mich ist Joanne K. Rowling definitiv ein Vorbild. Ein Vorbild für das Nutzen des Scheiterns und ein Vorbild für die Kraft der Phantasie.

"Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück: Es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, donnern wie gut gespielt." - Seneca
Wahre Worte, weise gewählt.

Wer Inspiration sucht, liegt mit "Was wichtig ist" genau richtig.

Fazit:
Vom Nutzen des Scheiterns und der Kraft der Phantasie.

5 sterne

Thema: [Kurzgeschichten] Hanks, Tom - Schräge Typen
Meggie

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Hanks, Tom - Schräge Typen 21 Feb, 2018 15:27 15 Forum: KURZGESCHICHTEN & GEDICHTE

Autor: Hanks, Tom
Titel: Schräge Typen
Originaltitel: Uncommon Type
Verlag: Piper
Erschienen: 2018
ISBN-13: 978-3-492-05717-2
Seiten: 352
Einband: Hardcover
Serie: --
Preis: 22,00 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Tom Hanks, geboren 1956 in Concord/ Kalifornien, ist Regisseur, Filmproduzent und Schauspieler. Er gehört zu den profiliertesten Charakterdarstellern Hollywoods und wurde zweimal in Folge für seine Rollen in den Filmen »Philadelphia« und »Forrest Gump« mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. »Schräge Typen« ist sein erstes Buch.

Quelle: Piper

Inhaltsangabe:
Zitat:
Eigensinnige, fantasievolle Typen begegnen uns auch in ersten literarischen Storys von Tom Hanks: Einer von ihnen ist Steve Wong, den die Natur mit dem feinsten Ballgefühl der Welt ausgestattet hat, der keinesfalls aber über eine Bowlingkarriere nachdenken will. Oder die vier Freunde, die sich eine gebrauchte Raumkapsel besorgen, um mit ihr einmal den Mond zu umrunden. Hobbyastronauten, Heimwerker, Schauspielanfänger und andere Figuren bevölkern Tom Hanks' erstes Buch. Sein genauer Blick und seine große Gabe zu erzählen machen die Lektüre zu einem ebensolchen Vergnügen wie seine Filme.

Quelle: Piper

Meine Meinung:
Vorab: Ich liebe Tom Hanks. Ich liebe seine Filme, ich liebe seinen Humor und ich liebe es, wie er sich in der Öffentlichkeit präsentiert. Natürlich, mit Charme und vor allem: ehrlich. Seine von ihm gespielten Rollen sind allesamt großartig. Und nun schreibt er auch noch. Und ich kann mit Bestimmtheit sagen: auch hier hat er es drauf!

Beziehungen, Zeitreisen, Raumfahrten, Erkenntnisse, Alltagssituationen... von diesen Dingen und von noch viel mehr erzählt Tom Hanks in seinen 16 Kurzgeschichten. Wir lernen viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennen, die uns aus ihrem Alltag erzählen.
Wenn aus besten Freunden ein Liebespaar wird, ergeben sich einige Probleme.
Wenn man mit einer selbstgebauten Rakete zum Mond fliegt, kann man so einiges erleben.
Wenn ein Mann immer die selbe Zeitreise macht, nur weil ihn die Sehnsucht quält.
Wenn ein zehnjähriger Junge ein wundervolles Wochenende mit seiner Mutter verbringt und das fliegen kennenlernt.
Wenn eine Frau einen Neuanfang ohne Männer startet und der Nachbar ihr die Sterne zeigt.
Wenn ein Bulgare in New York zum Griechen geht.
Wenn eine talentierte Schauspielerin in New York droht, unterzugehen.
Von solchen Dingen schreibt Tom Hanks mit einem unverwechselbaren Stil. Jede Geschichte war für sich ein kleines Meisterwerk.

Manchmal ist die Geschichte humorvoll, manchmal stimmt sie nachdenklich. Manchmal erzählt sie etwas besonderes, manchmal nur banales.

Und in allen kommt ein Gerät vor, welches Tom Hanks leidenschaftlich gerne sammelt. Die Schreibmaschine. Teils in kurzer Erwähnung, teils ist ihr die ganze Geschichte gewidmet.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie der Autor selbst an einer Schreibmaschine saß und die Geschichten tippte. Mit welcher Liebe er sich an die Formulierungen machte.

Dabei ist es die Vielfältigkeit, die hier überzeugt. Die Charaktere sind allesamt gut ausgearbeitet, haben Tiefe, sind nachvollziehbar und haben das Zeug zu mehr.

Bei einigen Geschichten habe ich mir gewünscht, mehr zu erfahren. Dies unter anderem bei Geschichte Nr. 1, die mit eine der besten war. Hier erzählt der Autor von dem Erzähler (ohne Namen) und Anna, die eine heftige, aber kurze, erschöpfende Affäre eingehen. Dabei wird mit viel Sarkasmus und einem überschweifenden Gehabe die Geschichte erzählt. Zu dem Pärchen gesellen sich noch zwei weitere Freunde und man merkt, dass die vier zusammenhalten, auch wenn die Beziehung in die Brüche geht.
Von diesen vier wollte ich mehr erfahren und wurde belohnt. Es gab noch zwei weitere Geschichten; die eine war sehr abgehoben (im wahrsten Sinne des Wortes, denn es geht um Raumfahrt) und die dritte erwartet einem am Ende und erzählt von einem Bowlingabenteuer der besonderen Art.

Meine Lieblingsgeschichte handelt von Bette, die mit ihren Kindern in ein neues Haus zieht um dort einen Neuanfang nach der Trennung von ihrem Mann zu starten. "Ein Monat in der Greene Street" erzählt, wie sich Bette darauf freut, ihr eigener Herr zu sein ohne sich von jemandem abhängig zu machen. Sie will sich zwar mit keinem anfreunden, aber um höflich zu sein, gibt sie sich doch mit ihren Nachbarn ab. Und doch ist sie genervt, als ihr direkter Nachbar Paul sie einlädt, mit ihm zusammen sein Teleskop zu benutzen. Sie lehnt ab, findet jedoch kurz darauf seinen Schlüssel auf dem Rasen. Als sie recherchiert, was der Anhänger am Schlüssel zu bedeuten hat, wird sie sehr nachdenklich.

Man merkt auch dem Autoren die Liebe zu den Schreibmaschinen an. Jede noch so kleine Erwähnung ist liebevoll und detailreich. Vor allem bei "Das sind die Betrachtungen meines Herzens" kommt dies sehr gut rüber. Denn hier geht Tom Hanks ins Detail und erklärt auch sehr bildlich. Und so entstand eine Liebeserklärung an die Schreibmaschine.

Die Kurzgeschichtensammlung hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte jede Menge Spaß, war traurig, freudig, irritiert und berührt. Und hoffe, dass vielleicht noch weitere Geschichten von Tom Hanks erscheinen.

Fazit:
Ich bin dann mal los, eine Schreibmaschine kaufen...

5 sterne

Thema: [Steampunk] Mühlsteph, Stefanie - Cenusa. Asche zu Asche
Meggie

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Text Mühlsteph, Stefanie - Cenusa. Asche zu Asche 21 Feb, 2018 15:06 06 Forum: Fantasy & SF: M - O

Autor: Mühlsteph, Stefanie
Titel: Cenusa. Asche zu Asche
Originaltitel: --
Verlag: Art Skript Phantastik
Erschienen: 2018
ISBN-13: 978-3-945045-29-9
Seiten: 120
Einband: Taschenbuch
Serie: --
Preis: 7,00 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Stefanie Mühlsteph ist geborene Hessin, Äppelwoitrinkerin und bekennende Schokoholicerin. Sie betet jeden Morgen zur heiligen Senseo und lebt mit ihrer Familie, fünf Bücherregalen und unzähligen kunterbunten Ideen in einer heimeligen Darmstädter Wohnung.
Sie singt Disneylieder und duelliert sich mit ihrem Mann regelmäßig mit Pranks.
Als eingefleischte Technikerin, Phantastikerin und Liebesromanautorin liegen ihr diese Bereiche besonders am Herzen – was auch die Würze ihrer Geschichten ausmacht.

Quelle: Art Skript Phantastik

Inhaltsangabe:
Zitat:
1918 - Das Jahr in dem der große Krieg zwischen Maschinisten und Teslanern ausbrach. Die Magierzunft könnte dem Blutvergießen ein Ende setzen, doch ihre Gesetze verbieten ein solches Eingreifen. Trotzig widersetzt sich das technomagisch begabte Halbblut Darja diesem höchsten Gebot und soll zur Strafe durch den Todesfluch hingerichtet werden. Nur mit einer Finte gelingt die Flucht. Jedoch ist ihr nun der Tod höchstselbst auf der Spur – und ihm kann niemand entkommen.

Quelle: Art Skript Phantastik

Meine Meinung
Darja ist ein technomagisch begabtes Halbblut. Als sie in den großen Krieg zwischen Maschinisten und Teslanern eingreift, verstößt sie damit gegen das Gesetz und wird zum Tode verurteilt. Durch einen Trick entkommt sie jedoch der Hinrichtung und zieht dadurch nicht nur den Zorn ihrer Kläger auf sich, sondern auch den des Todes, dem sie entkommen ist. Er verfolgt sie unbarmherzig, doch jedes Mal hat sie Glück und verschwindet. Je mehr der Tod sie verfolgt und stellt, umso mehr lernen sich die beiden kennen. Und der Tod merkt, dass hinter der Flucht Darjas mehr steht, als nur der Wille zu Überleben.

Die Geschichten, die im Art Skript Phantastik Verlag erscheinen, sind alle ungewöhnlich. Und diesmal lag mir eine Novelle der düster romantischen Art vor. Wir befinden uns im Jahr 1918 in Russland.
Der Krieg zwischen Maschinisten und Teslanern ist in vollem Gange und mittendrin begegnet uns Darja, die gerade hingerichtet werden soll.

Und dann ist man mittendrin in der sehr technisch angehauchten Geschichte, die aber auch mit Magie punkten kann.
Darja wird uns nach und nach vorgestellt. Sie hat eine Bestimmung, die sie erfüllen will, obwohl sie genau weiß, dass der Tod ihr auf den Fersen ist. Der Wille, diese eine Sache noch vorher zu erfüllen, ist sehr groß.
Doch der Tod mit dem schönen Namen Leonid gönnt ihr keine Ruhe und drängt darauf, seinen Auftrag auszuführen.

Stephanie Mühlsteph hat schon mit Kurzgeschichten bei mir punkten können und nun mit dieser kleinen Novelle eine ungewöhnliche Geschichte kreiert, bei der ich erst zum Ende hin genau sagen konnte, was ich von ihr halte.

Ich muss zugeben, dass ich am Anfang skeptisch war, weil ich nicht genau durchblickte. Doch je näher im den Ende kam, umso mehr konnte ich mich in Darja hineinversetzen und ihr ganzes Verhalten auch verstehen.

Ich fand die Vermischung von Technik, Magie und griechischer Sage sehr interessant. Das Ungewöhnliche daran ist aber, dass die Autorin mit einem sagenhaften Tempo die Geschichte voranbringt. Da sie dies auf 113 Seiten macht, muss es natürlich rasant zugehen und so bleibt kaum Zeit, das Gelesene zu verdauen, geschweige denn sich mit allen Charakteren richtig anzufreunden.

Darja war zwar eine sehr interessante Persönlichkeit. Da konnte ich mit Leonid schon mehr identifizieren, obwohl er eine kleinere Rolle spielt.

Diese Ungewöhnlichkeit, die die Autorin in die Geschichte bringt, hat mir teilweise gut, teilweise weniger gut gefallen und so kam ich persönlich für mich am Ende zu dem Schluss, dass man sich einfach auf die Story einlassen muss und alles so nimmt, wie es kommt. Nachdenken kann man am Ende, wenn sich das ganze Bild gezeigt hat. Dann merkt man auch, was die Autorin damit bewirken wollten.

Wieder ist die Aufmachung sehr lobenswert. Das Cover wirkt sehr düster und der Totenkopf verleiht das gewisse Etwas.

Fazit:
Für technisch-magisch Begeisterte eine düstere Steampunk-Romanze.

3 sterne - 4 sterne

Thema: [Steampunk] Wood, Jenny - Der Hain hinter dem Herrenhaus
Meggie

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Hits: 11

Text Wood, Jenny - Der Hain hinter dem Herrenhaus 21 Feb, 2018 15:00 06 Forum: Fantasy & SF: V - Z

Autor: Wood, Jenny
Titel: Der Hain hinter dem Herrenhaus
Originaltitel: --
Verlag: Art Skript Phantastik
Erschienen: 2018
ISBN-13: 9-783-945045268
Seiten: 179
Einband: Taschenbuch
Serie: --
Preis: 7,00 Eur

Autorenporträt:
Zitat:
Jenny Wood lebt - seit sie 1985 geboren wurde - im schönen Ruhrgebiet. Ihr Heim teilt sie mit einem verrückten Schlagzeuger, einer Katze und jeder Menge Büchern. Seitdem sie ein Teenager war, schlägt ihr Herz für Fantasy- Literatur. Da nie ein Brief aus Hogwarts kam und Drachentöter auch nicht mehr gebraucht werden, entschied sie sich nach einer längeren Findungsphase für den öffentlichen Dienst. Die Arbeit mit Menschen bereitet ihr große Freude und die Literatur ist der perfekte Ausgleich zur harten Realität.

Quelle: Art Skript Phantastik

Inhaltsangabe:
Zitat:
Konstantin Balthasar von Heerstein ist ein Lebemann – gutaussehend, charmant und pleite. Verstoßen von seiner Familie, mit einem Hang zu Alkohol, Kartenspiel und Frauen versucht er, über die Runden zu kommen. Mit dem Auftauchen eines Anwalts verändert sich jedoch plötzlich alles. Konstantin erbt die Verantwortung für ein Unternehmen, doch die Vorstandssitzungen mit biederen Geschäftsmännern langweilen ihn schnell. Stattdessen weckt das Hausmädchen Sandrin seine Neugierde, die junge Frau wacht über das Geheimnis des Hains hinter dem Herrenhaus. Dort lauert eine noch viel größere Versuchung, die Konstantins Ruf, Vermögen und Verstand gefährdet.

Quelle: Art Skript Phantastik

Meine Meinung
Konstantin Balthasar von Heerstein ist ein Lebemann. Frauen und Alkohol bestimmen seinen Alltag. Nur die Liebe zur Kunst kann ihn aufrecht halten. Seine Familie hat ihn längst abgeschrieben. Und so kommt ihm eine Erbschaft sehr gelegen. Hier ist es nicht nur Geld, sondern auch ein Herrenhaus und Anteile an einer Firma, die er erbt. Konstantin nutzt dies als zweite Chance und möchte sein Leben ändern. Doch als er die Haushälterin Sandrin kennenlernt, ist er nahe davor, seine Vorsätze über den Haufen zu werfen. Sie weckt seine Neugier durch ihr geheimnisvolles Verhalten. Und ihre Sorge um den Hain hinter dem Herrenhaus.

"Eine Novelle der Gaslichtromantik" verspricht der Klappentext und reizt somit natürlich voll die Phantasie derer aus, die sich für solch Geheimnisvolles interessieren. Wenn man dann den vollständigen Klappentext dazu liest und ab der ersten Seite voll in die Geschichte hineingezogen wird, weiß man genau, dass man das Richtige getan hat, zu diesem Büchlein zu greifen.

Auf 179 spannenden Seiten wird die Geschichte Konstantins erzählt. Von der Familie verstoßen, weil er lieber Kunst studieren wollte, anstatt sich eine vernünftige Arbeit zu suchen, schlägt er sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Frauen und Alkohol sind seine besten Freunde und Geld ist Mangelware.

Durch eine unerwartete Erbschaft kommt Konstantin plötzlich an eine Menge Geld, an Anteile an einer Firma und einem großen Herrenhaus, dessen anschließender Hain sich als sehr geheimnisvoll herausstellt. Seine Haushälterin Sandrin reizt ihn auch mehr, als sie sollte und so kommt Konstantin eigentlich eher vom Regen in die Traufe.

Wie schon oben geschrieben, war ich gleich vom ersten Satz an in den Bann der Novelle gezogen, da die Autorin eine wunderbar Schreibgabe besitzt. Jeder Satz ist eine kleine Komposition an das geschriebene Wort und schnell fühlt man mit Konstantin mit. Sein Verhalten ist nachvollziehbar, nachdem seine Familie ihn abgeschrieben hat. Doch kann ich auch verstehen, dass er lieber sein Leben ändern würde, um sich eine Zukunft aufzubauen.

Die Chance durch die Erbschaft nutzt er, doch ist es auch natürlich, dass er nicht von jetzt auf gleich seine Gewohnheiten wieder ändern kann. Seine Bemühungen sind stark, doch die Reize sind stärker.
Mir hat der Charakter Konstantin sehr gut gefallen, sein Charme war überwältigend, sein aber teilweise naives Verhalten kostet ihn etliches.

Als er Sandrin kennenlernt, die als Haushälterin in dem Herrenhaus arbeitet, stößt er auf eine ebenbürtige Person, die ihm schon mal Paroli bietet und ihm auch zeigt, dass man sich ändern kann. Und ihm ein Geheimnis näher bringt, dass alles ändert.

Die Geschichte ist zwar schnell gelesen, doch bleibt sie im Gedächtnis, da sie durch ihre wunderbare Art besticht.

Auch die Aufmachung des Buches ist wieder wunderschön. Blumenranken zieren das Cover, während sich innen Schmetterlinge aufhalten und so nochmals einen sehr naturverbundnen Eindruck hinterlassen.

Fazit:
Eine kleine Gastlichtromantik mit Charme.

5 sterne

Thema: [Belletristik] Kinney, Jeff - Gregs Tagebuch: Von Idioten umzingelt! (Band 01)
Meggie

Antworten: 1
Hits: 438

19 Feb, 2018 21:25 21 Forum: Kinney, Jeff

Meine Meinung:
Greg Heffley bekommt von seiner Mutter ein Tagebuch geschenkt, wobei er jedoch von Anfang an darauf hinweist, dass er das Buch nur nutzt, um seine Memoiren zu schreiben. Trotzdem führt er das Buch gewissenhaft und erzählt aus seinem Alltag. Ob Schule, Freizeit oder in Ausübung seiner Rechte und Pflichten. Zu leiden hat er unter seinem älteren Bruder Rodrick, der ihn regelmäßig piesackt und unter seinem jüngeren Bruder Manni, der als Nesthäkchen der Familie im Vordergrund steht. Und so macht sich Greg die Welt, wie sie ihm gefällt.

Greg, nun in der fünften Klasse der Highschool, meint, dass er jetzt zu den Großen gehört. Es werden nur Sachen gemacht, die ihm gefallen und cool sind. Außerdem wird die Arbeit für die Schule auf ein Minimum zurückgeschraubt. Außerdem meint er, immer recht zu haben und die Dinge, die er tut seien immer richtig. Damit tritt er jedoch sehr oft in ein Fettnäpfchen, stößt manche seiner Freunde richtig vor den Kopf und wenn er erwischt wird, redet er sich mit einer faulen Ausrede heraus.

Greg ist ein typischer 11jähriger Junge, der anfängt, sich selbst zu finden, Grenzen auszutesten und sich nicht viel sagen lässt. Durch seine Streiche bzw. durch sein teilweise egoistisches Verhalten lernt er jedoch auch immer ein Stück weit dazu und merkt, wenn er jemandem weh getan oder falsch behandelt hat. Trotz, dass er dann versucht, den Schaden zu beheben, glaubt er auch noch, dass ihm unrecht getan wird oder er benachteiligt ist. Er ist eben ein typischer pubertierender Junge, der am Anfang seiner Teenager-Karriere steht.

Das Tagebuch ist so geschrieben, wie ein 11jähriger redet. Frei von der Leber weg, Umgangssprache oder auch das ein oder andere Mal eher böse, aber nie ordinär oder gewalttätig.

Greg beschreibt Alltagssituationen aus der Schule, wie z. B. Schikanen der älteren Schüler gegen die jüngeren, Sportunterricht, Klassenstreber und -clowns, aber auch, wie es zu Hause mit seinen Brüdern und Eltern läuft und wie er seine Freizeit mit diversen Freunden gestaltet, vorneweg mit seinem besten Freund Rupert, den er aber auch ganz schön ausnutzt.

Aufgelockert werden die Tagebucheinträge durch kleine Bilder, die Greg und seine Mitmenschen zeigen. So werden manche Szenen nochmal bildlich dargestellt, erweitert oder einfach nochmals erklärt.

Mit viel Sarkasmus geht der Autor an die Tagebucheinträge an, die in Monate eingeteilt sind. Greg beschreibt nicht jeden seiner Tage, sondern die, an denen etwas wichtiges passiert. Dabei wird jedoch auch aufgezeigt, mit welchen Problemen die Kinder zu kämpfen haben. Und welche Folgen das Fehlverhalten haben kann.

Greg wird jedoch auch sehr egoistisch dargestellt. Sein Verhalten ist teilweise schon sehr grenzwertig und würde im realen Leben zu viel härteren Strafen führen. Manche würden sagen: hier hat die gute Erziehung versagt.

Trotzdem macht es Spaß, das Buch zu lesen und Gregs Weg zu verfolgen. Mein Sohn (derzeit knapp 9 Jahre alt und eigentlich ein absoluter Lesemuffel) war begeistert und wollte direkt mit dem zweiten Teil weitermachen.

Wir begleiten Greg durch eine Zeit voll Höhen und Tiefen, wobei die Tiefen überwiegen. Misserfolge, Rückschläge und nur kleine Erfolgserlebnisse pflastern seinen Weg zum Erwachsenwerden. Manchmal zieht er die richtigen Schlüsse aus seinem Handeln, doch sehr oft ignoriert er sein Fehlverhalten, was aber auch daran liegt, dass er gar nicht richtig gesagt bekommt, was eigentlich falsch lief.

Kinder, hier insbesondere Jungs können sich bestimmt sehr mit der Hauptfigur Greg identifizieren. Ich konnte jetzt mit dem Inhalt und Gregs Handlungen nicht so recht viel anfangen, aber es hat dennoch Spaß gemacht.
Die Zeichnungen waren ein schöner Hingucker und wenn auch sehr spartanisch gezeichnet, doch liebevoll und inhaltlich sehr passend.

Fazit:
Für Kinder ideal, für Erwachsene ein netter Zeitvertreib für Zwischendurch. Zum Vorlesen übrigens auch bestens geeignet.

3 sterne - 4 sterne

Thema: [Zeitreise] Blix, Ella - Der Schein
Meggie

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Hits: 4

Text Blix, Ella - Der Schein 19 Feb, 2018 21:21 55 Forum: Kinder & Jugendbücher A - C

Autor: Blix, Ella
Titel: Der Schein
Originaltitel: --
Verlag: Arena
Erschienen: 2018
ISBN-13: 978-3-401-60413-8
Seiten: 472
Einband: Hardcover
Serie: --
Preis: 18,00 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Ella Blix ist das offene Pseudonym von Antje Wagner und Tania Witte.
Antje Wagner lebt in Hildesheim und Potsdam. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nahm sie 2012 in den Kanon der 20 besten deutschsprachigen Autoren unter 40 Jahre auf. Mit ihren Jugendbüchern UNLAND, SCHATTENGESICHT, VAKUUM hat sie sich bereits einen Namen gemacht und steht für außergewöhnliche Mysteryromane. Antje Wagner ist gerne und viel auf Lesungen unterwegs und erhielt bereits mehrfach Stipendien.
Tania Witte ist Medienpädagogin und Erwachsenenbildnerin und lebt in Berlin und den Haag. Sie schreibt – am liebsten Romane und Kurzgeschichten. Sie erhielt diverse internationale Stipendien und unter anderem zuletzt den Martha-Saalfeld-Förderpreis (2017). Ihre Kolumne im ZEITmagazin wurde 2016 mit dem Felix-Rexhausen-Sonderpreis ausgezeichnet. Außerdem ist Witte Teil diverser interdisziplinärer Kunstkooperationen und leidenschaftliche Spoken-Word-Performerin.

Quelle: Arena

Inhaltsangabe:
Zitat:
Alina ist neu auf dem Internat Hoge Zand auf der kleinen Ostseeinsel Griffiun. Eines Nachts sieht Alina aus einem der Turmzimmer ein dunkles Schiff am Horizont, das seltsame Blitze über das angrenzende Naturschutzgebiet schießt. Auf der Suche nach Antworten trifft sie in den Dünen auf Tinka, der sie sich sofort auf unheimliche Weise verbunden fühlt. Das Mädchen mit der seltsamen Ausrüstung weiß viel mehr, als sie wissen dürfte und verschwindet immer wieder spurlos. Als Alina mit Hilfe der Lonelies, ihrer neuen Freundes-Clique, versucht, den Rätseln der kleinen Insel auf die Spur zu kommen, macht sie eine Entdeckung, die alles in Frage stellt, was sie jemals für wahr gehalten hat …

Quelle: Arena

Meine Meinung:
Alina soll die nächsten sechs Monate auf dem Internat Hoge Zand auf der Ostseeinsel Griffiun verbringen, da ihr Vater geschäftlich nach Amerika muss. Kaum dort angekommen, lernt sie die Lonelies kennen, eine Gruppe Schüler, die auch die Wochenenden im Internat verbringt und sich zusammengeschlossen hat, um der Einsamkeit vorzubeugen. Alina hatte sich eigentlich fest vorgenommen, sich nicht wohlzufühlen, die nächsten Monate hinter sich zu bringen und dann wieder zurück nach Berlin zu ihrem Freund Lukas zu können. Doch je mehr Zeit sie auf der Insel verbringt, umso geheimnisvoller erscheint ihr alles. Warum darf sie nicht in das angrenzende Naturschutzgebiet? Und wer ist das Mädchen mit der seltsamen Ausrüstung, das Alina getroffen hat? Und warum erscheint an der Nordküste ein schwarzes Schiff und verschwindet auf unheimliche Weise wieder? Alina weiß genau, dass sie den Hinweisen nachgehen muss, denn sie hat das unbestimmte Gefühl, dass alles mit ihr zu tun hat.

Aufgrund des Klappentextes hätte ich jetzt wahrscheinlich nicht nach dem Buch gegriffen, aufgrund des Covers jedoch schon. Es fällt gleich ins Auge. Das samtige Schwarz harmoniert wunderbar mit dem in Gold gehaltenen Mädchen.

Der Inhalt ist dann doch anders, als ich erwartet habe. Zwar weiß man aufgrund des Klappentextes, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, doch dass es auch genau in "Jugendstil" geschrieben ist, hat mich dann sehr überrascht. Umgangssprache, jugendliche Gedankensprünge und ab und zu ein paar Tagebucheinträge geben der Geschichte nochmals einen sehr jugendlichen Kick.

Ich hatte das Buch aufgrund des Schreibstiles innerhalb kürzester Zeit gelesen. Es macht Spaß, sich durch die Geschichte zu bewegen, denn Alina und ihre Freunde sind so unglaublich ungewöhnlich, dass man einfach weiterlesen muss, um ja nichts zu verpassen. Ständig passiert etwas neues, ständig werden neue Geheimnisse aufgedeckt und ständig überraschen alle mit Dingen, die man ihnen gar nicht zugetraut hätte.

Allen voran ist es Alina, um die sich die Geschichte ja dreht. Sie erzählt in Ich-Form davon, warum sie in das Internat geht und welche bewegende Vergangenheit sie hat. Diese Vergangenheit wird immer wieder in Rückblicken dargeboten oder in kurzen Hinweisen in ihren Tagebucheinträgen eingeflochten. Nach und nach ergibt sich somit ein Bild, das unendlich traurig ist. Alina hat schreckliches durchgemacht und sucht auch heute noch nach Antworten auf die vielen Fragen, die sich aus der Vergangenheit aufgestaut haben.

Ihre Mitstreiter, eine kleine Gruppe namens Lonelies besteht aus Lexi, Nian, Gigi und Mareike-Helene (ich feiere das Autorenduo jetzt noch für die tolle Namenswahl). Die Lonelies verbringen auch die Wochenenden im Internat und fahren eigentlich nur in den Ferien nach Hause. Dies hat sie zusammengeschweißt. Sie sind eine tolle Truppe von "Losern", zumindest stellen sie sich so dar. In Wirklichkeit sind sie jedoch die tapfersten Freunde, die sich Alina vorstellen kann.

Am Anfang vergeht Alina noch in Selbstmitleid, weil sie nun sechs Monate auf einer einsamen Insel hoch im Norden verbringen muss. Ohne ihre beste Freundin Pinar und ohne ihren Freund Lukas. Als sie dann jedoch eine mysteriöse Entdeckung macht, wird es interessant. Die Recherche dazu erweist sich jedoch als schwierig und so ist sie auf Hilfe ihrer Freunde angewiesen.

Es macht sehr viel Spaß, alle in der Geschichte zu begleiten. Die vielen Eigenarten, Charakterzüge und Überraschungsmomente führen dazu, dass die Geschichte nie langweilig wird. Der Unterhaltungsfaktor bei dem Buch ist sehr hoch.

Das Ende war mir dann jedoch etwas zu abgehoben. Ich kann mir nur vorstellen, dass hier auf einen zweiten Teil hingearbeitet wurde. Die Auflösung des Rätsels sowie die Erklärung hat noch nicht mal 25 Seiten eingenommen. Ich habe noch sehr viele Fragen, die nicht beantwortet wurden. Einiges schien auch etwas undurchsichtig. Und auch Alinas Reaktion am Ende war für mich nicht richtig nachvollziehbar.

Leider habe ich aber nun erfahren, dass kein zweiter Teil geplant ist (obwohl ich hier die Hoffnung nicht aufgeben werde), und deswegen ein paar Fragen offen bleiben, damit die Phantasie der Leser auch nach dem Buch noch etwas zu tun hat und sich selbst vorstellen kann, wie die Charaktere sich weiterentwickeln.
Ein Teil des Autorenduos hat mir jedoch ein paar Fragen zwar beantworten können, insoweit hatte ich dann auch ein besseres Verständnis für die Entscheidung, das Buch etwas offen enden zu lassen. Hierfür sage ich nochmals herzlichen Dank für die schöne Korrespondenz.

Das Autorenduo hat einen wunderschönen Debüt-Roman geschaffen, der mit Witz und Unterhaltung punkten kann.

Fazit:
Der Schein trügt nicht.

4 sterne - 5 sterne

Thema: [Fantasy) Martin, George R.R. [Hrsg.] - Wild Cards. Die erste Generation: Der Astronom (Band 03)
Meggie

Antworten: 0
Hits: 8

Martin, George R.R. [Hrsg.] - Wild Cards. Die erste Generation: Der Astronom (Band 03) 19 Feb, 2018 21:10 43 Forum: Martin, George R. R.

Herausgeber: Martin, George R.R.
Titel: Der Astronom
Originaltitel: Joker's Wild
Verlag: Penhaligon
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-7645-3178-2
Seiten: 544
Einband: Klappenbroschuer
Serie: Wild Cards, Die erste Generation, Band 03
Preis: 15,00 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
George R. R. Martin, 1948 in Bayonne, New Jersey, in den USA geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der amerikanischen Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde er mit dem renommierten Hugo-Award ausgezeichnet. Danach war George R. R. Martin einige Jahre in der Produktion von Fernsehserien tätig, etwa als Dramaturg der TV-Serie "Twilight Zone". Erst im Jahr 1996 kehrte er mit einem Sensationserfolg auf die Bühne der Fantasy zurück: Mit dem ersten Band von "Das Lied von Eis und Feuer" setzte er einen Meilenstein in der modernen Fantasy und schuf ein gewaltiges Epos in bester Tolkien-Tradition: eine düstere, grausame, an das Mittelalter erinnernde Welt voller Intrigenspiele, Machtpolitik und Krieg, die die Leser packt und unerbittlich in ihren Bann zieht.

Quelle: Penhaligon

Inhaltsangabe:
Zitat:
Vor genau vierzig Jahren veränderte der Wild-Cards-Virus das Antlitz der Erde, schuf mächtige Asse und mutierte Joker. Grund genug für die größte Party des Jahrhunderts! Doch während sich New York auf die Feierlichkeiten vorbereitet, plant der Astronom seine Rache. Er ist eines der mächtigsten Asse der Welt, und hätten ihn nicht einige Helden aufgehalten, würde er längst die Erde beherrschen. Doch nun ist er zurück – und seine alten Widersacher ahnen noch nicht einmal etwas davon …

Quelle: Penhaligon

Meine Meinung
Vor vierzig Jahren veränderte das Wild Cards-Virus die Menschheit. Joker und Asse wurden erschaffen, viele Menschen starben. Doch alle haben gelernt, mit dem Virus zu leben. Grund genug, ein Jubiläum nun zu feiern. In Manhattan steigt die größte Party seit langem. Der Astronom jedoch nutzt diese Gelegenheit, um seine Pläne weiter zu verfolgen. Seine Rache soll jeden treffen und sie ist groß. Seine Widersacher sollen merken, wer die Welt beherrschen wird.

Mit der Reihe "Wild Cards" ist es bei mir so ein Auf und Ab. Als ich den ersten Band gelesen habe, war ich total begeistert, das nächste Buch war so lala. Danach war es mal mehr, mal weniger Begeisterung für die Reihe. Und nun habe ich mich eigentlich auf den nächsten Teil gefreut. Doch ich wurde mehr als enttäuscht.

Schon nach den ersten 50 Seiten hatte ich das Gefühl, dass ich mich durch die Geschichte quälen werde, was dann letztendlich auch der Fall war. Manche Szenen habe ich eher überflogen, denn gelesen. Sex und Drogen waren allgegenwärtig, was mich persönlich sehr gestört hat.

Die Spannung hat auch nach 200 Seiten noch nicht richtig greifen können. Irgendwie fand ich, dass die Luft raus war. Die Charaktere konnten mich diesmal nicht begeistern, die Story war flach und die Ausführung war auch nicht überzeugend.

Viele neue Charaktere tauchen auf, von denen man nicht genau weiß, was ihre Fähigkeit ist bzw. warum sie überhaupt mit von der Partie sind. Vieles erscheint oberflächlich und als Lückenfüller gedacht.

Es gibt unzählige Handlungsstränge, die auch noch sehr oft wechseln. Ich hatte Mühe, allem zu folgen und habe auch ab und zu was verwechselt. Außerdem erscheinen manche Szenen in meinen Augen nicht sinnvoll. Weiter zieht sich auch vieles in die Länge, weil unnötige Informationen erzählt werden.

Die einzelnen Kapitel sind in Stunden aufgeteilt. Wir beginnen im ersten Kapitel mi 6 Uhr morgens und enden am nächsten Tag um 6 Uhr morgens. In jedem Kapitel wird erzählt, was die einzelnen Charaktere erleben.

Leider konnte mich dies alles nicht überzeugen. Für mich habe ich aber aufgrund der nun vielen "schlechteren" Bände der Reihe entschieden, die Reihe nun nicht mehr weiterzuverfolgen.

Fazit:
Leider passen die Reihe und ich nicht mehr zueinander.

2sterne

Thema: Joyce, Rachel - Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie
Meggie

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Joyce, Rachel - Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie 19 Feb, 2018 21:03 10 Forum: Joyce, Rachel

Autor: Joyce, Rachel
Titel: Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie
Originaltitel: The Music Shop
Verlag: Krüger
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-10-402966-5
Seiten: 384
Format: ebook
Serie: --
Preis: 16,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Menschen mit Worten so zu berühren wie mit Musik, das gelang Rachel Joyce schon in ihrem ersten Beruf als Bühnenschauspielerin und später als Autorin zahlreicher Hörspiele für die BBC. Mit ihren feinfühligen Romanen bewegt sie inzwischen Millionen Leserinnen und Leser weltweit. Ihr Bestseller »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry« wurde mehrfach ausgezeichnet und u.a. für den Booker-Preis nominiert. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern auf dem Land in Gloucestershire. Und wenn sie zu Hause Musik hört, legt sie sich dabei am liebsten ganz allein mit ihren Kopfhörern auf den Boden.

Quelle: Fischer Verlag

Inhaltsangabe:
Zitat:
Eine aufregende Entdeckungsreise durch die Musik und eine wundervolle Geschichte vom Zuhören, von Freundschaft, Mut, Veränderung und Liebe. Der gefeierte neue Roman der Autorin des Weltbestsellers ›Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry‹.

Mister Frank hat eine besondere Gabe: Er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. In Franks kleinem Plattenladen in einer vergessenen Ecke der Stadt treffen sich Nachbarn, Kunden und die anderen Ladenbesitzer der Straße. Keiner weiß, wie lange sie hier noch überleben können. Da taucht eines Tages die Frau in Grün vor Franks Schaufenster auf. Sie ist blass und schön, zerbrechlich und stark zugleich. Doch sosehr er sich auch bemüht, Frank kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt …

Quelle: Fischer Verlag

Meine Meinung:
Frank hat einen Plattenladen. Und jede Menge gute Ratschläge für seine Kunden. Außerdem hat er das Talent, zu erkennen, wer welche Musik braucht. Es ist seine Leidenschaft, sich mit Musik auseinanderzusetzen. Und natürlich mit Schallplatten. Doch nun bleiben seine Kunden aus, denn die CD ist auf dem Vormarsch und ersetzt langsam aber sicher die gute, solide Schallplatte.
Als eines Tages eine fremde Frau im grünen Mantel im Laden auftaucht, ist es um Frank geschehen. Er weiß genau: sie ist die Frau fürs Leben. Doch kurz darauf erfährt er, dass sie verlobt ist. Trotzdem sehen sich die beiden immer wieder durch Zufall. Bis Frank sich fragt, ob es wirklich Zufall ist, der sie zusammenführt.
Als die Firma Fort Development langsam alle umliegenden Häuser und Geschäfte aufkauft, um aus der Straße eine schicke Wohngegend zu machen, ignoriert Frank die drohende Gefahr. Bis das Schicksal unbarmherzig zuschlägt.

Wir lernen Frank kennen. Er ist 40, wohnt alleine in seinem Häuschen mit Plattenladen und ist eigentlich ein komischer Kauz. Für ihn scheint es nur die Musik zu geben. Musik löst jedes Problem, Musik ist zeitlos, Musik ist das, was man braucht, um wieder glücklich zu werden. Aber gerade weil Frank nicht "normal" ist, ist er es jedoch für andere. Er ist ein guter Freund, ein guter Zuhörer, er weiß immer, wer welche Musik braucht und ist auch sonst ein gute Seele. Er hilft, wo er kann, sei es, um die Mikrowelle zu reparieren oder jemandem die richtige Platte zu verkaufen.

Dies ist sein Leben, welches aber jäh auf den Kopf gestellt wird, als er Ilse Brauchmann kennenlernt. Die deutsche Putzfrau dringt mit dem ersten Blick in sein Herz vor und löst sich nicht mehr von ihm. Dabei ist sie verlobt und damit tabu. Trotzdem genießt Frank jeden Augenblick mit ihr und als ein Zufall es will, dass er ihr Musikstunden geben kann, ist er der glücklichste Mensch der Welt.

Frank nimm seine Aufgabe als Musiklehrer sehr ernst, will er doch herausfinden, welche Musik für Ilse die Beste ist. Dabei entwickelt sich zwischen Frank und Ilse eine tiefe Freundschaft und damit auch einige Probleme.

Die Geschichte ist eine einzige Liebeserklärung an die Musik. Der Anfang beginnt leise, mit der Vorstellung der ganzen Charaktere und deren Eigenarten. Dazwischen kommt es zu einem lauten Trommelwirbel, als sich die Ereignisse überschlagen, dann wird es wieder ruhig, alle müssen sich finden und am Ende kommt das große Becken, dass mit KRAWUMM zusammengeschlagen wird, um den Abschluss zu markieren.

Die Autorin hat ein wahnsinnig gutes Talent dafür, Geschichten zu schreiben, in denen schrullige Charaktere die Hauptrolle spielen. Dabei kommen alle zwar etwas naiv rüber, aber darunter befindet sich im Kern die wahre Größe.

Frank zum Beispiel hatte keine schöne Kindheit. Zwar wuchs er mit Musik auf, weil seine Mutter Peg absolut musikverliebt war, doch ansonsten war sie keine gute Mutter. Sie kochte nicht richtig, unternahm nichts mit Frank, hatte wechselnde Liebhaber und führte auch sonst eher ein ich-bezogenes Leben. Nur die Liebe zur Musik gab sie an Frank weiter.

Aber auch Franks Umfeld ist einzigartig. Sei es sein Verkaufsassisten Kit, der alles in seiner Umgebung kaputt macht, Maud, die heimlich in Frank verliebt ist, Pater Anthony, der nach einem Absturz durch Frank wieder an Gott glauben konnte oder die Brüder Williams, die als Bestattungsunternehmer eh schon einen unheimlichen Job haben. Oder die Bedienung in dem kleinen Café, die schon früh wusste, was genau so abgeht. Und Ilse, die sich mit etwas Geheimnisvollen umgibt und so alle zum Rätseln bringt.

Ich liebe jeden einzelnen Charakter. Und jeder einzelne hat es verdient, in dem Buch eine Rolle zu spielen. Außerdem ist es ein Plädoyer für Schallplatten, die ja heute wieder absolut "in" sind.

"Das Leben ist scheiße, aber es passt in eine Sonate!" - So bringt es Franks Mutter Peg auf den Punkt. Dieser Satz hat sich in mein Gehirn gebrannt, denn er passt wie die Faust aufs Auge.

Wie schon in "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" oder "Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry" habe ich mich fallen lassen und die Geschichte auf jeder einzelnen Seite genossen.

Fazit:
Die unvergleichliche Art der Autorin hat auch dieses Buch wieder zu einer unvergesslichen Geschichte gemacht.

5 sterne

Thema: [Fantasy] Toro, Guillermo del + Kraus, Daniel - Trollhunters
Meggie

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Text Toro, Guillermo del + Kraus, Daniel - Trollhunters 19 Feb, 2018 20:50 19 Forum: Kinder & Jugendbücher S - U

Autor: Toro, Guillermo del + Kraus, Daniel
Titel: Trollhunters
Originaltitel: Trollhunters
Verlag: Heyne fliegt
Erschienen: 2016
ISBN-13: 978-3-641-18442-1
Seiten: 416
Format: ebook
Serie: --
Preis: 11,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Guillermo del Toro wurde 1964 in Guadalajara, Mexiko, geboren, wo er auch die Filmschule besuchte. Heute zählt Del Toro, der mit Werken wie Pans Labyrinth und Hellboy Filmgeschichte schrieb, zu den bekanntesten und erfolgreichsten Regisseuren der Welt. Zusammen mit dem Schriftsteller Daniel Kraus hat Guillermo del Toro mit Trollhunters nun sein erstes Jugendbuch geschrieben.

Quelle: Heyne fliegt

Inhaltsangabe:
Zitat:
An Monster unter dem Bett glaubt der 15-jährige Jim schon lange nicht mehr. Er hat ganz andere Probleme und Träume, wie z. B. seinen Loserstatus an der Schule zu verlieren, in Mrs.Pinktons Matheunterricht möglichst nicht an die Tafel gerufen zu werden und endlich, endlich, endlich die Aufmerksamkeit von Claire Fontaine, dem schönsten und coolsten Mädchen der Schule, zu erregen. Das ändert sich jedoch, als eines Abends eine gewaltige, haarige Pranke mit Krallen, so lang wie ein Unterarm, unter Jims Bett hervorschießt und ihn an den Füßen packt. Vor lauter Schreck wird Jim ohnmächtig und wacht kurz darauf in einer feuchten, schimmeligen Höhle wieder auf – er ist im Reich der Trolle gelandet …

Quelle: Heyne fliegt

Meine Meinung:
Jim lebt in San Bernadino und hat mit seinen 15 Jahren die üblichen Probleme. Er findet ein Mädchen toll, Hausaufgaben sind ihm zuwider und leider hat er den Loserstatus zusammen mit seinem besten Freund Tub inne. Und an die Monster, die seinen Vater in seinen Träumen verfolgen, glaubt er schon lange nicht mehr.
Doch dann wird er eines Nachts von großen Pranken unter seinem Bett erfasst und in ein Loch gezogen. Kurz danach wacht Jim wieder auf - in einer Trollhöhle. Und merkt bald darauf, dass er zu mehr bestimmt ist, als der Loser von San Bernadino zu sein.

Durch die Zeichentrick-Serie "Trolljäger" bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Trolle sind ja eher etwas für High-Fantasy-Geschichten und werden deshalb meist als Bösewichte abgestempelt. Sie nun in unsere Welt zu holen und derart unterschiedlich zu gestalten, war eine herrliche Abwechslung. Dabei haben die Autoren verschiedene Arten von Trollen geschaffen. Große, kleine, dicke, dünne, kugelige, wuselige, träge, mit Klauen, Tentakeln, Fell oder Federn. Und eben die klassischen uns bekannten wie aus "Der Herr der Ringe" oder "Harry Potter".

Wir begegnen Jim, einem Jungen, der es so gar nicht leicht hat. Sein Vater wirkt etwas verwirrt, in der Schule gehört er zu den Losern und auch sonst bringt er nicht sehr viel auf die Reihe. Er versucht zwar, normal zu wirken, doch wenn irgendwo ein Fettnäpfchen steht, tappt er garantiert hinein. Jim scheint sein Leben allerdings einigermaßen im Griff zu haben, zumindest gibt er dies anderen gegenüber so wieder. Dank seines besten Freundes Tub stürzt er aber auch nicht in Depressionen, sondern genießt das Leben so gut er kann.

Mit Jim wird die typische Loser-Figur geschaffen, der allerdings das Beste aus jeder Situation macht. Er ist realitätsnah und weiß genau, dass er eben ein komischer Kauz ist.

Dann passiert das Unmögliche. Die Monster, von denen sein Vater immer spricht, gibt es wirklich und Jim findet sich plötzlich unter der Erde wieder, wo er - von Trollen gejagt - um sein Leben kämpfen muss.

Und ab da geben die Autoren Vollgas und lassen kaum Atempausen. Die rasante Abfolge der Ereignisse hält die Spannung aufrecht.

Das Buch ist in meinen Augen jedoch erst für Kinder ab 12 Jahren geeignet, da es doch einige Szenen enthält, die nicht sehr appetitlich erscheinen. Es fließt Blut und brutale Kämpfe und grausame Methoden werden beschrieben. Dies führt natürlich zu einem starken Kopfkino.
Der Spaßfaktor ist trotzdem hoch, da auch viel Sarkasmus mieinfließt. Dies liegt vor allem an Jims besten Freund Tub sowie an den Trollen Blinky und ARRRGH!!!. Schon allein einen Troll ARRRGH!!! zu nennen, hat mir unheimlich gut gefallen.

Das Buch ist die Vorlage für die Zeichentrick-Serie "Trolljäger" (die übrigens auch erst ab 12 Jahren empfohlen wird). Da ich die Fernseh-Serie schon kannte, hatte ich immer die gezeichneten Figuren vor Augen, zumindest, was die Hauptfiguren betraf. Es gibt einige Abweichungen in der Serie (z. B. wohnt Jim alleine mit seiner Mutter und nicht dem Vater). Der Handlungsstrang ist ein anderer, aber es gibt viele Parallelen.

Die Figuren sind sehr liebenswert. Besonders Jims Vater hat mir sehr gut gefallen, aber auch Claire, ein junges, schottisches Mädchen, das gerade durch seine nicht mädchenhafte Art total zauberhaft wirkt. Was auch Jim nicht gerade kalt lässt.

Es gibt allerdings auch ein paar Ungereimtheiten und Logikfehler, aber trotzdem steht der Lesespaß im Vordergrund. Guillermo del Toro, der mit schon mit "Die Saat" und den nachfolgenden Büchern begeistern konnte, zeigt nun zusammen mit Daniel Kraus auch sein Talent im Jugendbuch-Genre.

Fazit:
Ein gelungener Spaß mit sympathischen Charakteren. Ich hoffe auf einen zweiten Teil.

4 sterne

Thema: Wells, H. G. - Die Insel des Dr. Moreau
Meggie

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Wells, H. G. - Die Insel des Dr. Moreau 19 Feb, 2018 20:43 21 Forum: KLASSIKER

Autor: Wells, H. G.
Titel: Die Insel des Dr. Moreau
Originaltitel: The Island of Dr. Moreau
Verlag: Kunstanstifter
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-942795-54-8
Seiten: 256
Einband: Hardcover
Serie: --
Preis: 26,00 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Herbert George Wells (meist abgekürzt H. G. Wells; * 21. September 1866 in Bromley; † 13. August 1946 in London) war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind.

Quelle: Wikipedia

Inhaltsangabe:
Zitat:
Schiffbrüchig und auf einer abgelegenen Insel im Nirgendwo gelandet, begegnet der junge Engländer Edward Prendick dem mysteriösen Dr. Moreau. Fernab der Zivilisation verwandelt der fanatische Wissenschaftler Tiere in bizarre menschenartige Wesen und unterwirft sie seinem »Gesetz«. Von Todesangst getrieben irrt Prendick auf der Insel umher, als Moreaus Kunstgeschöpfe beschließen, Rache an den Menschen zu nehmen.

Quelle: Kunstanstifter

Meine Meinung:
1896 wurde das Buch von dem Autoren geschrieben und es hat noch immer eine starke Präsenz. Das dort angeschnittene Thema scheint zeitlos und gibt einen Einblick in die Welt, wie sie damals gesehen wurde und auch heute noch gesehen werden kann. Denn solch makaberen Vorhaben werden sicherlich irgendwo ausgeführt.

Wir treffen auf Edward Pendrick, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Durch eine unglückliche Verkettung von Zufällen landet er auf einer einsamen Insel mitten im Südpazifik. Montgomery, ein Biologe, nimmt ihn dorthin mit, aus Mitleid und um ihn vor dem Tod auf hoher See zu bewahren.

Aus der Ich-Perspektive von ihm erzählt, erfahren wir nun, was Pendrick so alles erlebt. Schon auf dem Weg zur Insel kommt ihm alles etwas komisch vor. Warum sind die an Board befindlichen Personen allesamt so missgestaltet? Warum macht Montgomery so ein Geheimnis um die Insel? Und warum befindet sich auf dem Boot ein in einem Käfig eingesperrter Puma und Dutzende von Hasen?

Kaum auf der Insel angekommen, drängt sich nun ein neuer Protagonist ins Bild. Dr. Moreau, seines Zeichens ebenfalls Arzt und Biologe, lädt dann aber nach anfänglichem Zögern Pendrick ein, sich so lange auf der Insel aufzuhalten, bis ein Schiff vorbeikommt und ihn wieder mit nach Hause nimmt.

Und ab da wird es unheimlich. Denn Pendrick erfährt Dinge, die eigentlich nicht für seine Augen und Ohren bestimmt sind - und dies alles ausgelöst von einem unheimlichen Wesen, halb Mensch, halb Tier.

Der Autor geht mit steten Schritten voran und bildet so ein Gerüst aus unterschiedlichen Dingen, die sich langsam aber sich zu einem Bild zusammenfügen. Da Pendrick nur Einzelteile zu Gesicht bekommt, muss auch dieser nachforschen oder mit Hilfe seiner Gedanken die Eindrücke ordnen. Und so kommt er dem Geheimnis der Insel und deren Bewohner immer näher.

Auch wenn die Geschichte schon über 100 Jahre alt ist, scheint sie sehr zeitlos. Dies zeigt sich auch am Schreibstil. Zwar hatte ich zu Anfang ein wenig Probleme, mich einzufinden, doch legte sich dies schnell und schon bald las ich die in meinen Augen perfekt klingenden Sätze, einer nach dem anderen. Und so hatte ich innerhalb kürzester Zeit die Geschichte gelesen, die sich jedoch zu keinem Zeitpunkt langweilig angefühlt hat. Alles war genauestens positioniert. Die Protagonisten hatten Tiefe, obwohl man nur wenig über sie erfährt. Und doch hatte man am Ende des Buches das Gefühl, alles über alle zu wissen.

Der Charakter Pendrick hat mit vielen schwerwiegenden Entscheidungen zu kämpfen. Und doch meistert er fast sämtliche Probleme mit Bravour und versucht, aus der ihm gegebenen Lage das bestmögliche herauszuholen. Und doch merkt man an ihm eine große Veränderung, die sein Leben derart beeinflusst, dass er bis zu seinem Tod nicht vergessen kann, was ihm geschehen ist.

Die Spannung wird langsam aufgebaut und zieht ab der Mitte des Buches kräftig an. So hat man Mühe, das Buch zur Seite zu legen, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

Diese Ausgabe es Buches beinhaltet auch Holzschnitte, angefertigt von der Illustratorin Nicole Riegert. Die Bilder sind in Grün- und Blautönen gehalten und bilden eine wunderbare Ergänzung zu der Geschichte.
Sie zeigen unter anderem die Insel, deren Bewohner oder markante Punkte der Insel.

Die Seiten sind etwas dicker und fühlen sich dabei sehr edel an. Das ganze Buch ist sehr hochwertig gestaltet und ein kleines Schmuckstück im Buchregal.

Fazit:
Ein Klassiker der Weltliteratur in neuem Gewand.

5 sterne

Thema: [Fantasy] Wekwerth, Rainer & Thariot - Pheromon: Sie riechen Dich (Band 01)
Meggie

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Text Wekwerth, Rainer & Thariot - Pheromon: Sie riechen Dich (Band 01) 19 Feb, 2018 20:32 11 Forum: Wekwerth, Rainer

Autor: Wekwerth, Rainer + Thariot
Titel: Sie riechen Dich
Originaltitel: --
Verlag: Planet!
Erschienen: 2018
ISBN-13: 978-3-522-65382-4
Seiten: 416
Format: ebook
Serie: Pheromon, Band 01
Preis: 12,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Rainer Wekwerth hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und dafür Preise gewonnen. Zuletzt die Jugendbuchpreise Segeberger Feder, Goldene Leslie und Ulmer Unke. Mit seiner "Labyrinth"-Trilogie landete er zudem auf der Spiegelbestsellerliste. Die Kinoverfilmung ist in Vorbereitung. Rainer Wekwerth ist verheiratet, Vater einer Tochter und lebt in der Nähe von Stuttgart.

Quelle: Thienemann-Esslinger

Inhaltsangabe:
Zitat:
Stell dir vor, du bist siebzehn Jahre alt. Du stehst vor dem Spiegel und entdeckst in deinen Augen einen goldenen Schimmer, der vorher nicht da war. Aber das ist nicht alles. Plötzlich kannst du die Gefühle der Menschen riechen, brauchst keine Brille mehr und löst die schwierigsten Matheaufgaben im Kopf.
Irgendwie cool.
Irgendwie verstörend.
Noch während du dich fragst, was mit dir los ist, beginnt ein Abenteuer ungeahnten Ausmaßes. Ein Kampf um das Schicksal der ganzen Welt – und du bist mittendrin.

Quelle: Thienemann-Esslinger

Meine Meinung:
Jake ist 17, ohne Brille so gut wie blind und sein Heuschnupfen plagt ihn schon seit Jahren. Doch plötzlich ändert sich dies und Jake merkt, dass seine Sinne anfangen, schärfer und ausgeprägter zu werden. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, stößt er auf Dinge, die er selbst nicht glauben kann. Dabei kommt ihm Amy zur Hilfe, die mit ihrer unverblümten Art für Jake eine wahre Bereicherung ist. Doch auch sie sucht nach Antworten, da ihr Bruder sich in letzter Zeit so merkwürdig verhält. Die Suche führt zum Human Future Project, einer Stiftung, die so ihre Geheimnisse zu haben scheint.
Und plötzlich ist Jake in etwas verwickelt, was das Ende der Menschheit bedeuten könnte.

Der Auftakt zur Reihe wurde schon seit einiger Zeit angekündigt und durch den interessanten Klappentext war ich dann natürlich sehr neugierig, was die beiden Autoren für ein Gemeinschaftsprojekt auf die Beine gestellt haben.

"Pheromon: Sie riechen Dich" wird in zwei Strängen erzählt. Im ersten Strang befinden wir uns in der Gegenwart, im Jahr 2018 und begleiten Jake, einen 17jährigen Jungen, der auf der Highschool eigentlich nur die üblichen Probleme vorzuweisen hat. Football, Unterricht und Mädchen. Doch trägt er leider einige Handicaps mit sich herum. Ohne Brille ist er fast blind und sein Heuschnupfen hilft ihm auch nicht gerade, den Frühling und Sommer genießen zu können.
Als er auch noch bei einem wichtigen Footballspiel kurz vor Schluss den Spielzug vermasselt, scheint alles im Eimer zu sein.
Doch gleichzeitig ist dies für ihn ein Neuanfang, denn plötzlich merkt Jake, dass sein Heuschnupfen weg ist und auch die Brille nicht mehr von Nöten ist. Sein Geruchssinn entwickelt sich sogar so weit, dass er meilenweite entfernt Feuer riechen kann. Und Gefühle. Er riecht sofort, ob jemand traurig oder froh ist, ob jemand lügt oder die Wahrheit erzählt.

Im zweiten Erzählsprung stoßen wir auf Dr. Travis Jelen, der mit seinen über 60 Jahren in der Zukunft im Jahre 2118 lebt. Er arbeitet ehrenamtlich als Arzt in einer Einrichtung, die sich um Obdachlose kümmert und um diejenige, die sich keine Krankenversicherung und somit keine Fachärzte leisten können.
Travis selbst hat schon einiges hinter sich. Alkohol war bis vor drei Jahren noch sein ständiger Begleiter und das Gefängnis hat er auch schon von innen gesehen. Nun ist er auf Bewährung und möchte dies aus als Neuanfang werten.
Als er von Jugendlichen überfallen wird, fällt ihm ein schwangeres Mädchen auf, dass ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Ein paar Tage später sieht er sie wieder. Nur scheint sie das Kind mittlerweile bekommen zu haben. Nur kann sich das Mädchen gar nicht daran erinnern, je schwanger gewesen zu sein.
Auch Travis stellt Nachforschungen an und stößt dabei auf die Organisation Human Future Project.

Beide Protagonisten, Jake und Travis, waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Gerade Travis, der in seinem Alter noch mit enormem Elan an die Aufklärung geht und sich mächtig ins Zeug legt. Er denkt so gut wie nicht an sich, führt sich die Vorteile für die anderen vor Augen und handelt auch ständig so, dass es den anderen gut geht. Was er selbst durchmachen muss, rückt er in den Hintergrund. Für ihn ist es wichtig, dass es den anderen gut geht.
Jake ist aber auch so. Er versucht zwar mit allen Mitteln herauszufinden, was eigentlich los ist, vergisst aber nicht, dass es noch andere Personen gibt, die ebenfalls Hilfe brauchen.

Diese Vorgehensweise hat mich bei beiden sehr überrascht. Erstens müsste Jake mit seinen 16 Jahren eher der Draufgänger und Partymensch sein und Travis mit über 60 so langsam herunterfahren und mehr an sich denken. Aber beide handeln meist selbstlos.

Der Schreibstil hat mich sehr fesseln können. Ich hatte Mühe, das Buch aus der Hand zu legen, da mit jedem weiteren Kapitel mehr Informationen freigelegt wurden. Die Spannung war greifbar und ich hatte auch ein richtig gutes Kopfkino. Die Charaktere waren ausgefeilt, die Story lief richtig rund und die einzelnen Kapitel (immer abwechselnd Gegenwart und Zukunft) griffen auch gut ineinander über. Ich hatte wirklich Spaß beim Lesen und konnte mich auch gut in alle hineinversetzen.

Der Gegenpart - in diesem Fall die Organisation Human Future Project - blieb immer geheimnisvoll. Selbst am Ende, wo alles ein bisschen aufgelöst wird, sind noch einige Fragen offen. Aber dies ist auch gut so, schließlich handelt es sich hier ja um den Auftakt der Reihe. Die Spannung wird also gehalten und die Neugier ist geweckt.

Die Zusammenarbeit der beiden Autoren ist mehr als gelungen. Im Laufe des Buches hatte ich erst das Gefühl, dass es sich um eine Fantasy-Story handelt, die dann jedoch ab der Mitte eher doch als Science-fiction gehandelt werden kann.

Ich fand es gelungen, das Buch aus zwei Perspektiven lesen zu können. Einerseits hat nämlich Jake in "jugendlichem Leichtsinn" so manche tolle Idee einbringen können, während Travis auf Erfahrung zurückblicken kann und sich damit Pluspunkte verdiente. Dieses Zusammenspiel der beiden - obwohl 100 Jahre getrennt - hat mir sehr gut gefallen.

Ich habe das ebook gelesen, welches schon mit einem schönen Cover aufwartet. Wenn man sich jedoch die gedruckte Ausgabe zulegt, erwartet einem auch noch ein absoluter Hingucker. Der Schnitt ist gefärbt und mit dem Buchtitel "Pheromon" bedruckt. Ein Schatz im Bücherregal.

Innerhalb kürzester Zeit hatte ich das Buch gelesen, weil mich die Thematik einfach fasziniert hat. Am Ende war ich zwar leicht verwirrt, weil sich beide Stränge miteinander vermischen. Die Erklärung dafür musste ich mir zwar zweimal durchlesen, da ich sie auf den ersten Blick nicht so recht verstanden habe, was aber wohl eher daran liegt, dass ich mathematisch-technisch mit wenige Talent bedacht bin. Verstanden habe ich es dann schon und bin gespannt, wie im nächsten Teil die Spannung weiter gehalten werden kann.

Fazit:
Ein packendes Science-fiction-Jugendbuch mit fantastischen Elementen und sympathischen Charakteren.

4 sterne - 5 sterne

Thema: [Fantasy] Stroud, Jonathan- Lockwood & Co.: Das grauenvolle Grab (Band 05)
Meggie

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Text Stroud, Jonathan- Lockwood & Co.: Das grauenvolle Grab (Band 05) 19 Feb, 2018 20:21 52 Forum: Stroud, Jonathan

Autor: Stroud, Jonathan
Titel: Das grauenvolle Grab
Originaltitel: The Empty Grave
Verlag: cbj
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-570-17462-
Seiten: 512
Einband: Hardcover
Serie: Lockwood & Co., Band 05
Preis: 19,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.

Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in Das Amulett von Samarkand, Das Auge des Golem, Die Pforte des Magiers und Der Ring des Salomo erzählt werden.

Quelle: cbj

Inhaltsangabe:
Zitat:
In ihrem letzten Abenteuer begeben sich die Agenten von Lockwood & Co. auf eine lebensgefährliche Mission: Sie brechen in das mit Sprengfallen gesicherte Mausoleum ein, in dem die legendäre Agentin Marissa Fittes ruht. Doch tut sie das wirklich?
Und das ist nur eine der alles entscheidenden Fragen, deren Antwort die blutjungen Agenten ergründen müssen. Erst dann können sich Lockwood & Co. ihren Widersachern, seien sie lebendig oder aus dem Reich der Toten, in einer letzten gewaltigen Auseinandersetzung stellen. Damit ihnen dies gelingt, müssen sie sich auf die Hilfe einiger völlig unerwarteter und ungeheuer unheimlicher Verbündeter einlassen. Grusel, Gänsehaut und Grabgelächter garantiert!

Quelle: cbj

Meine Meinung
Die Plage der Geister spitzt sich immer mehr zu. London wird überschwemmt. Und die große Agentur Fittes schließt immer mehr kleinere Agenturen oder kauft diese auf. Lockwood & Co. sind sich einig: da ist eindeutig was faul. Und der Geisterschädel, der sich im Besitz der Agentur Lockwood befindet, hatte ja angedeutet, dass Penelope Fittes etwas Schlimmes im Schilde führt. Und so machen sich Lockwood, Lucy, George, Holly und Quill an die Recherche und kommen dabei der Agentur Fittes zu oft in die Quere. Eine streitige Auseinandersetzung scheint unaufhaltsam und so hat Lockwood eine gewagte Idee, um endlich wieder Frieden ins gebeutelte London zu bringen.

Die Reihe rund um die "Geisterjäger" Lockwood, Lucy und George hat mich schwer begeistern können. Der nun abschließende fünfte Teil der Reihe hat nochmal so richtig gezeigt, was in den Agenten steckt. Mit viel Sarkasmus, Charme und einer gehörigen Portion Mut haben alle bewiesen, dass sie würdig genug sind, um es mit den ganz Großen aufzunehmen.

Die Jagd nach dem wahren Schuldigen führt die Agenten diesmal in einen Teil von London, den man sich nicht mal im Traum vorstellen möchte. Doch ist dieser Teil ebenso wichtig und unentbehrlich. Ohne diesen würde alles zusammenbrechen und ganz London überrannt werden.

Der Zusammenhalt von Lockwood und seinen Kollegen ist beispielhaft. Alle können sich blind vertrauen und stets aufeinander bauen. Sei es bei der Geisterjagd, sei es beim Lösen schwieriger Rätsel oder einfach nur beim Zuhören von Problemen, die alleine nicht bewältigt werden können.

Die Geisterjagd steht eindeutig im Vordergrund, auch die Suche nach dem wahren Schuldigen für die ganze Epidemie, doch der Autor lässt auch die leisen Untertöne nicht aus. So sind es Lockwood und Lucy, die sich sehr weiterentwickeln und endlich Gefühle zeigen, die eigentlich schon zu lange aufgestaut werden. Beide zeigen, was sie bewegt, was sie sorgt und ängstigt.

Es gab einige Moment, in denen ich die Luft anhalten musste, weil Dinge passieren, die ich mir einfach nicht vorstellen konnte. Der Autor bringt überraschende Wendungen ein und sorgt damit für Spannung. Mehrmals habe ich mich unheimlich gefreut, mehrmals war ich traurig und habe auch mal ein paar Tränen vergossen.

Auch wenn dies der letzte Teil der Reihe ist, hoffe ich doch, dass der Autor sich entschließt, die Reihe fortzuführen, denn mit vielen Andeutungen hat er einiges der Fantasie der Leser überlassen. Mehrere Fragen wurden nicht (richtig oder nur andeutungsweise) beantwortet, hier muss man sich überlegen, wie es denn wohl weitergehen könnte. Der Autor hat sich sozusagen eine Hintertür offen gelassen.

Der flüssige Schreibstil des Autors hat dazu geführt, dass ich nicht vom Buch ablassen konnte. Jede freie Minute habe ich damit verbracht, mich mit Lockwood & Co. durch London zu bewegen, Geister zu jagen, Recherchen durchzuführen und Toast zu essen und Tee zu trinken (was die Protagonisten sehr oft tun - London eben!).

Gerne wäre ich länger dort geblieben, gerne hätte ich mehr Geister gejagt und mit Lockwood, Lucy, George, Holly und Quills fechten geübt. Aber alles Gute hat auch mal ein Ende. Ich hoffe nur, nicht für immer.

Fazit:
Eine Reihe, die sich mit jedem Band mehr in mein Herz geschlichen hat.

5 sterne

Thema: [Fantasy] Stroud, Jonathan - Lockwood & Co.: Das flammende Phantom (Band 04)
Meggie

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Text Stroud, Jonathan - Lockwood & Co.: Das flammende Phantom (Band 04) 19 Feb, 2018 20:13 22 Forum: Stroud, Jonathan

Autor: Stroud, Jonathan
Titel: Das flammende Phantom
Originaltitel: Creeping Shadow
Verlag: cbj
Erschienen: 2016
ISBN-13: 978-3-570-15964-4
Seiten: 512
Einband: Hardcover
Serie: Lockwood & Co., Band 04
Preis: 19,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.

Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in Das Amulett von Samarkand, Das Auge des Golem, Die Pforte des Magiers und Der Ring des Salomo erzählt werden.

Quelle: cbj

Inhaltsangabe:
Zitat:
Im vierten Abenteuer um die Geisterjägeragentur Lockwood & Co. bekommen Anthony Lockwood und George es mit einem besonders schrecklichen Verbrechen zu tun. Die Spur hinter dessen dunklem Geheimnis führt sie mitten ins Herz der Londoner Gesellschaft. Um diesen Fall zu klären, müssen sie alle Kräfte mobilisieren und so bitten sie die in Geisterdingen hochbegabte Lucy, als Beraterin in die Agentur zurückzukehren. Doch die Freunde ahnen nicht, wie sehr diese Nachforschungen sie selbst in ihren beruflichen und persönlichen Grundfesten erschüttern werden und dass sie damit Kräfte auf den Plan rufen, die selbst sie nicht mehr kontrollieren können ...

Quelle: cbj

Meine Meinung
Lucy hat bei Lockwood & Co. gekündigt und schlägt sich als freie Mitarbeiterin durch. Nach mehreren Aufträgen, die sie zusammen mit anderen Agenturen ausführt, kommt sie durch Zufall wieder mit ihren alten Kollegen zusammen, um einen besonders schwierigen Fall zu lösen.
Kurz darauf finden sich Lockwood, Lucy, George und Holly, zusammen mit dem ehemaligen Mitarbeiter der Agentur Rotwell, Quill Kips in einem kleinen Dorf wieder, das von Geistern geradezu überschwemmt ist. Den dort treibt das Flammende Phantom sein Unwesen und stürzt alle in Angst und Schrecken. Lucy, Lockwood und die anderen kommen dabei aber noch einer weiteren Ungeheuerlichkeit auf die Spur, die das gesamte Geistesjäger-Wesen Londons auf den Kopf stellt.

Der vierte Teil der Lockwood-Reihe ließ mir kaum Zeit, ihn aus der Hand zu legen. Denn die spannenden Fälle, die Lucy und ihre Freunde bestreiten müssen, halten einem bei guter Laune und nach jedem gelösten Fall gibt es ein kleines "Puzzleteil" als Belohnung. Diese Teile setzen sich nach und nach zusammen und führen zur einer Erkenntnis, die alle erschüttert.

Lucy, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hat schwer mit sich zu kämpfen. Einerseits vermisste sie Anthony, George und Holly sowie die Zusammenarbeit mit ihnen, auf der anderen Seite möchte sie aber auch Lockwood nicht in Gefahr bringen. Denn die Prophezeiung, die ihr in Band 3 gemacht wurde, geht ihr nicht aus dem Kopf.

Als jedoch Lucy zusammen mit den anderen an einem Fall arbeitet, merkt sie, dass sie wieder komplett ist und sucht unterbewusst einen Weg, um wieder ins Team aufgenommen zu werden.

Erst scheinen alle Vorkommnisse nichts miteinander zu tun zu haben, doch nach und nach kommt so einiges ans Licht. Unvorstellbares ereignet sich und dies auch noch direkt vor der Nase der Bürger von London.

Der Autor hat sich nochmals so richtig ins Zeug gelegt und einen spannenden vierten Teil der Reihe abgeliefert.
Alle Charaktere haben sich enorm weiterentwickelt und es ergeben sich auch ungewöhnliche Zusammenschlüsse, die man sich gar nicht vorstellen konnte.

Lucy vor allem macht sich sehr viele Gedanken, wie es zukünftig weitergehen soll. Da ihre Gabe, Geister zu hören und auch mit ihnen zu sprechen, sehr selten ist, ist sie natürlich auch bei den anderen Agenturen sehr gefragt und ihre Mitarbeit wird auch gebraucht. Sie wird nur nicht geschätzt, weil ihr aufmüpfige Art bei den Erwachsenen verurteilt wird. Ihr scharfer Verstand, der Mut und die Sorge werden dabei gerne übersehen.

Die Verschwörungen nehmen kein Ende und am Schluss gibt es nochmal eine große Überraschung, so dass man direkt nach dem fünften Teil greifen möchte.

Der Erzählstil ist packend, lässt an den richtigen Stellen den nötigen Freiraum für die eigene Phantasie, gibt genug Stoff für das Kopfkino und ist vor allem eins: schauderhaft spannend.

Diesmal gibt es einige Szenen, die etwas blutiger und brutaler waren, als bei den vorherigen Bänden. Aber es geht ja auch um die Geisterjagd.
Die zwischenmenschlichen Beziehungen drängen sich jedoch nun auch in den Vordergrund, was aber der Geschichte sehr zuträglich ist.
Man merkt, dass die Protagonisten erwachsen werden und der jugendliche Leichtsinn ist nun fast vollständig abhanden gekommen. Durch dieses frühe Erwachsenwerden, weil eben nur Jugendliche Geister sehen und dadurch die Bedrohung abwenden können, führt dazu, dass die Vernunft Oberhand gewinnt.

Insoweit bleibt wirklich nur abzuwarten, was der Autor sich für den fünften Teil aufgehoben hat.

Fazit:
Hier sind es nicht nur die echten Geister, sondern auch die im Kopf, mit denen alle zu kämpfen haben.

5 sterne

Thema: [Fantasy] Butcher, Jim - Die dunklen Fälle des Harry Dresden: Wolfsjagd (Band 02)
Meggie

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Hits: 9

Text Butcher, Jim - Die dunklen Fälle des Harry Dresden: Wolfsjagd (Band 02) 19 Feb, 2018 19:32 12 Forum: Fantasy & SF: A - C

Autor: Butcher, Jim
Titel: Wolfsjagd
Originaltitel: Fool Moon
Verlag: Feder & Schwert
Erschienen: 2012
ISBN-13: 978-3-86762-122-9
Seiten: 368
Format: ebook
Serie: Die dunklen Fälle des Harry Dresden, Band 02
Preis: 8,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Jim Butcher (* 26. Oktober 1971 in Independence) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, bekannt für seine Dresden-Files- und Codex-Alera-Serien. Butcher studierte nach der High School Englische Literatur und unterrichtete nach seinem Abschluss zunächst als Englischlehrer. Parallel arbeitete er an seinem ersten Manuskript namens "The Dresden Files", das im Jahr 2006 auch in Deutschland veröffentlicht wurde. Mittlerweile ist Jim Butcher hauptberuflich als Autor tätig.

Quelle: Wikipedia

Inhaltsangabe:
Zitat:
Chicago wird von einer Mordserie in Angst und Schrecken versetzt – alle vier Wochen, wenn der Vollmond fahl am Himmel steht, sterben in der Stadt unzählige Menschen. Fallen sie einem Psychopathen zum Opfer? Einer Gang? Oder etwas ganz anderem?

Harry Dresden, Privatermittler mit besonderen Fähigkeiten und Polizeiinformant wider Willen, wird schneller, als ihm lieb ist, in diesen Fall verwickelt. Immer wieder kreuzen dabei Menschen seinen Weg, die ein dunkles Geheimnis haben: Im Schutz der Dunkelheit verwandeln sie sich – und jagen.

Quelle: Wikipedia


Meine Meinung
Harry Dresden hat noch mit den Nachwirkungen seines vorherigen Falles zu kämpfen, wird aber schon in den nächsten reingezogen. Ein Mord hält die Polizei von Chicago in Atem. Als Harry das Mordopfer sieht, weiß er gleich, was dafür verantwortlich ist: ein Werwolf. Kurz darauf hat es Harry jedoch mit einem ganzen Rudel davon zu tun. Kann er herausfinden, welcher Werwolf dafür verantwortlich ist?
Und der Gangsterboss Gentleman Johnny Marcone mischt auch wieder mit und unterbreitet Harry ein Angebot. Harry weiß jedoch, dass Marcone ebenfalls in dem Werwolf-Fall mitmischt und muss nun abwägen, wem er noch trauen kann.

Der zweite Teil um den Privatdetektiv und Magier Harry Dresden konnte mich diesmal nicht so begeistern, was aber nicht am Schreibstil und der Spannung lag, sondern an dem Thema "Werwolf" an sich. Wölfe sind zwar in der Realität sehr faszinierende Tiere, als Gestaltwandler finde ich sie jedoch nicht so prickelnd. Trotzdem war alles sehr packend geschrieben und auch hochinteressant, vor allem, weil sich Harry weiterentwickelt und für sich als Mensch auch einige Schlüsse aus dem Fall zieht.

Harry ist gewohnt mutig, magisch und an den richtigen Stellen gerade für die weiblichen Charaktere mysteriös. Er wusste jederzeit, was zu tun ist, aber genauso oft handelt er auch mehr als impulsiv, was nicht nur sein Leben bedroht, sondern auch sein Umfeld.
Diesmal muss Harry so einige Verletzung einstecken und es gab Momente, in denen ich dachte: Jetzt ist es aus! Doch aufgrund guter Freunde, glücklicher Fügungen und gut getimter Finten kam es zur Rettung.

Der Schreibstil konnte mich fesseln, bei Kämpfen schweifte ich jedoch oft ab, was jedoch an den Werwölfen lag.

Neben Harry tauchen noch diverse andere Charaktere auf, die zur Geschichte eine Menge beizutragen hatten:
Die Polizistin Murphy, die als Leiterin der Sonderermittlungseinheit beim Police Department von Chicago eh schon einen schweren Job zu stemmen hat, ist nicht gut auf Harry zu sprechen, obwohl er schon einiges für die Polizei tun konnte. Eigentlich will sie ihn hinter Gittern sehe, doch scheint sie sich sehr unsicher, weil sie unterbewusst weiß, dass es nicht nur Gut und Böse auf der Welt gibt und Harry einer der wenigen ist, der dies unterscheiden kann.

Susan, ein Journalistin, hat nicht nur berufliches Interesse an dem charismatischen Magier und lässt ihn dies auch wissen. Harry kommt so mehr als einmal in eine Zwickmühle, lässt Susan aber nicht so recht an sich heran, weil er aufgrund seiner Fähigkeit als Magier und seiner mehr als grenzwertigen Ermittlungen die Gefahr förmlich anzieht. Er möchte nicht, dass jemand verletzt wird. Deshalb arbeitet er lieber alleine.

Die Wölfin Tera kennt so gar keine Tabus. Ihr Mut ist unerschütterlich. Und sie zeigt große Gefühle für ihre Schützlinge. Sie wird Harry eine große Hilfe, obwohl er auch mehr als einmal zweifelt, ob er ihr trauen kann.

Ich hatte das Gefühl, dass die Magie diesmal eher im Hintergrund stand, gerade was Harry anbetraf. Diesmal musste viel geredet und zugehört werden. Dies zeigte aber auch, dass Harrys impulsive Art dazu führt, dass er zu sehr genialen Einfällen neigt.

Auch wenn Harry manchmal sehr kühl wirkte - zumindest nach außen hin- und auch gerne zu eher sarkastische Bemerkung neigt, ist er ein herzensguter Kerl und macht sich um sein Umfeld sehr große Sorgen. Er gibt alles, wenn es darum geht zu verteidigen, was er mag und liebt.

Ich bin gespant, wie sich nun alles weiterentwickelt und ob alle aus der neu arrangierten Situation ihre Vorteile ziehen können bzw. sich auch einbringen.

Fazit:
Von der Thematik nicht so meins, vom Zwischenmenschlichen her sehr gelungen.

3 sterne - 4 sterne

Thema: [Fantasy] Stroud, Jonathan - Lockwood & Co.: Die raunende Maske (Band 03)
Meggie

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Text Stroud, Jonathan - Lockwood & Co.: Die raunende Maske (Band 03) 19 Feb, 2018 19:20 58 Forum: Stroud, Jonathan

Autor: Stroud, Jonathan
Titel: Die raunende Maske
Originaltitel: The Hollow Boy
Verlag: cbj
Erschienen: 2015
ISBN-13: 978-3-570-15963-7
Seiten: 464
Einband: Hardcover
Serie: Lockwood & Co.
Preis: 18,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.

Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in Das Amulett von Samarkand, Das Auge des Golem, Die Pforte des Magiers und Der Ring des Salomo erzählt werden.

Quelle: cbj

Inhaltsangabe:
Zitat:
Die Agenten von Lockwood & Co.: Anthony Lockwood, Lucy und George, führt ihr jüngster Fall mitten ins Zentrum der Geistererscheinungen, die London unerbittlich heimsuchen. Ein traditionsreiches Londoner Kaufh aus scheint Brutstätte des grausigen Phänomens zu sein. Wurde es doch auf den Überresten einer Pestopferruhestätte und über den Ruinen eines mittelalterlichen Kerkers errichtet. Gemeinsam mit Geisterjägern aus anderen Agenturen wagen sich Lockwood und seine Freunde bei Nacht in das Gebäude. Wer hier überleben will, braucht Mut und einen kühlen Kopf. Doch Lucy und ihre neue Kollegin Holly belauern sich eifersüchtig, Lockwood kommt von einem dunklen Geheimnis in seiner Vergangenheit nicht los und die düsteren Warnungen des wispernden Schädels verheißen Fürchterliches.

Quelle: cbj

Meine Meinung
Während alle großen und bekannten Agenturen im Stadtteil Chelsea unterwegs sind, weil sich dort die Geistererscheinungen mehren, haben aber auch Lockwood & Co. einiges zu tun. Kleinere Aufträge zwar, doch diese benötigen ihre ganze Aufmerksamkeit. Als sie bei einem kniffligen Fall mit blutigen Fußspuren zur Zufriedenheit der Kundin handeln, schleust diese sie bei der Karnevalsparade ein, bei der Unbekannte den Zug angreifen. Durch ihr dortiges tapferes Handeln sind Lockwood & Co. plötzlich eine der angesagtesten Agenturen in London. Und werden nun ebenfalls nach Chelsea gerufen. Denn die dortigen Phänomene geraten außer Kontrolle.

Lucy, George und Lockwood haben alle Hände voll zu tun. George und Lockwood finden es deswegen mehr als in Ordnung, nun eine Sekretärin einzustellen, was Lockwood auch prompt tut. Holly Munro bringt sich auch gleich ein, in dem sie das Haus aufräumt, die Termine koordiniert und auch sonst das Leben der Agentur bereichert. Alle sind zufrieden, bis auf Lucy, die in Holly eine mächtige Konkurrentin sieht.

Im dritten Teil der Lockwood-Reihe stoßen wir auf eine sehr unentschlossene Lucy, die mittlerweile alles in Frage stellt - außer ihre Berufung zur Geisterjagd. Ihre Gabe, sich mit Geistern unterhalten zu können, um so herauszufinden, was diese so umtriebig sein lässt, rettet so manchen Auftrag. Nur ist es Lockwood, der das unterbinden will, aus Angst, dass Lucy eines Tages an den falschen Geist gerät.
Lucy wird von Tag zu Tag unzufriedener. Nicht nur, dass Lockwood ihrer Gabe Einhalt gebietet, auch die neu zur Agentur gestoßene Holly bringt sie durcheinander. Sie ist eifersüchtig, weil gerade Lockwood sich sehr für Holly engagiert und es mehr als gutheißt, sie nun im Team zu haben.

Da die Geschichte aus Lucys Sicht erzählt wird, bekommen wir sehr viel Einsicht in ihr Gefühlsleben. Sie fühlt sich ausgeschlossen, unverstanden und ist eifersüchtig. Ihr Gedanken werden immer wieder dadurch unterbrochen, dass sie Worte und Gesten falsch deutet und sich dann lieber über sich Gedanken macht, anstatt sich um andere Dinge zu kümmern. Gerade bei Einsätzen ist dies natürlich sehr riskant und birgt so einige Risiken.

Lockwood wird in diesem Band als noch undurchsichtiger dargestellt. Hatte er in den ersten beiden Teilen noch ein tadelloses Verhalten gerade gegenüber Lucy, fängt er nun an zu kritisieren und gerade Holly über den grünen Klee zu loben, obwohl er eigentlich genau weiß, dass er Lucy damit wehtut. Entweder macht er dies absichtlich oder er weiß wirklich nicht, wie er sich gegenüber allen verhalten soll.

George bleibt der Alte bzw. stürzt sich mit noch mehr Feuereifer in die Recherche-Arbeiten. Dabei entsteht eine enge Zusammenarbeit mit der Artefaktenjägerin Flo Bones. Die beiden scheinen gute Freunde geworden zu sein. Dies wird bei kommenden Aufträgen bestimmt noch nützlich werden.

Die neue im Bunde ist Holly Munro, die von einer ehemaligen großen Agentur zu Lockwood & Co. gewechselt ist. Sie ist fleißig, adrett, immer höflich und weiß auf alles eine Antwort. Ihr Ordnungsfimmel ist sehr nützlich, da der Tagesablauf nun geregelt ist und unnötige Aufträge erst gar nicht angenommen werden. Sie kocht, wäscht, wischt Staub und fängt an, sich langsam aber stetig als wertvolles Mitglied zu entpuppen. Doch auch sie kommt mit Lucy nicht ganz zurecht und so ergeben sich teilweise sehr witzige Dialoge, weil beide zwar wissen, dass sie sich nicht leiden können, aber trotzdem keinen Streß verursachen wollen.

Irgendwie hat dieser Teil ein bisschen von dem Charme eingebüßt, der von den ersten beiden Teilen ausgestrahlt hat. Dies lag unter anderem daran, dass Lockwood eben etwas mehr hormongesteuert gehandelt hat. Aber man muss ja auch bedenken, dass es sich immerhin um Teenager handelt und gerade 16 ein sehr gefährliches Alter ist.

Die Story an sich war wieder richtig spannend, vor allem im letzten Drittel. Dort konnte ich das Buch sehr schlecht weglegen, weil die packende Geschichte einem sehr in den Bann gezogen hat. Es gab einiges Neues, was in den ersten beiden Teilen noch nicht behandelt wurde, gerade was die Geister anbetraf.

Am Ende hat der Autor dann noch mal einen Brüller rausgelassen, so dass ich sofort nach dem vierten Teil greifen musste. Ich bin gespannt, wie sich nun alle weiterentwickeln werden.

Fazit:
Etwas weniger Charme, dafür viele Geister und Erfahrungswerte in der Gruppe.

4 sterne

Thema: [Gestaltenwandler] Losbohm, Nadja - Die Tagebücher des Michael Iain Ryan (Band 01)
Meggie

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Text Losbohm, Nadja - Die Tagebücher des Michael Iain Ryan (Band 01) 19 Feb, 2018 19:10 34 Forum: Losbohm, Nadja

Autor: Losbohm, Nadja
Titel: Die Tagebücher des Michael Iain Ryan
Originaltitel: --
Verlag: Selfpublishing
Erschienen: 2017
ISBN-13: 9783742781697
Seiten: 342
Format: ebook
Serie: Die Tagebücher des Michael Iain Ryan, Band 01
Preis: 3,99 Euro

Inhaltsangabe:
Zitat:
Manche sagen, in mir lebe ein Dämon, den es gilt auszutreiben – mit allen Mitteln.
Manche halten mich für den Sohn des Teufels, nur weil ich anders bin.
Sie gewähren mir keine Gnade, lassen mich büßen für Dinge, die ich nicht getan habe. Für sie bin ich die Verkörperung des Bösen.
Doch ich bin kein Kind der Dunkelheit, sondern des Lichts.
Sie schlagen und treten mich; sie spucken mich an und beschimpfen mich, aber brechen können sie mich nicht, denn einer wacht über mich…in Ewigkeit.

Quelle: Nadja Losbohm

Meine Meinung:
Michael wächst, von seiner Mutter behütet und dem Vater geduldet, auf dem heimischen Hof auf. Als er 8 Jahre alt ist, wird der Hof von Banditen überfallen und seine Mutter dabei getötet. Michael konnte sich jedoch vor den Halunken retten und fliehen, um kurz darauf von seinem Vater gefunden zu werden, der ihn für den Tod der Mutter verantwortlich macht.
Um Michael loszuwerden, steckt sein Vater ihn in ein Kloster. Erst denkt Michael, dass ihn nun ein ruhiges Leben im Schoß der Kirche erwartet, doch schon am ersten Tag merkt er, dass manche Mönche im Kloster mit unheiligen Mitteln vorgehen. Michael gerät in das Visier von Prior Arnaud, der es sich in den Kopf gesetzt hat, Michael den Dämon auszutreiben, der sich in ihm niedergelassen haben soll. Doch nicht ein Dämon wohnt in Michael, er ist von Gott auserwählt.

Schon mit "Die Jägerin"-Reihe rund um die Jägerin Ada hat die Autorin eine Welt geschaffen, die düster und trostlos wirkt. Doch gibt es einige Lichtblicke, die darauf hoffen lassen, dass Ada und auch deren Mentor Pater Michael die Welt ein Stück besser machen wollen.

In den Tagebüchern des Pater Michael erzählt die Autorin nun, wie Pater Michael zu dem geworden ist, was er heute ist. Im ersten Band geht es speziell um seine Kindheit, die schrecklicher und traumatischer nicht sein könnte.
Von Banditen gejagt, die seine Mutter getötet haben, vom Vater gehasst und gedemütigt, landet er im Kloster von Gourin, wo ihm auch keine Herzlichkeit entgegen gebracht wird. Von Anfang an hat er mit Widrigkeiten zu kämpfen und hat auch niemanden, der ihm helfen könnte. Denn würde er sich jemandem anvertrauen, wäre dies sein Todesurteil.
Nur sein starker Wille und sein Glaube an Gott halten ihn aufrecht, vor allem, da er weiß, dass er von Gott zu etwas auserwählt wurde. Dies herauszufinden, ist nun sein Lebensinhalt und so stellt er sich den Herausforderungen.

Demütigungen und Anfeindungen sind noch das harmloseste, mit dem Michael zu tun hat. Es ist nicht einfach, seinen Weg mitzuverfolgen, da die Brutalität, die von manchen Mönchen an den Tag gelegt wird, den Hass in einem schürt. Vor allem, da man weiß, dass auch heute noch solche Dinge hinter verschlossenen Klostertüren vorgehen.
Kinder und Jugendliche werden derart in Angst versetzt, dass man mit ihnen einfach alles machen kann. Unvorstellbare Dinge. Die Machenschaften sind grausam und brutal. In dem Roman der Autorin gibt es einige Schreckensgestalten, denen man einfach nur den Tod wünscht.

Michael hat das Pech, auf gerade diese Personen zu treffen. Angefangen bei seinem Vater, der aus Eifersucht auf Michael in ihm einen Sündenbock sucht und ihm den Tod der Mutter unterstellt.
Prior Arnaud ist der fanatische Teil, der einen nichtexistierenden Dämonen in Michael sieht und diesen austreiben will. Dabei sind ihm fast jedes Mittel recht.
Schlechtes oder gar kein Essen macht die Kinder mürbe, während sich die Mönche die feinsten Speisen einverleiben. Die unmenschliche Behandlung zeigt Wirkung und ist Alltag im Kloster.
Hinzu kommen Folter, sexuelle Nötigung und Demütigung.
Dies alles verursacht von einer Handvoll Mönche, die es auch noch schaffen, es vor den "normalen" geheim zu halten bzw. nicht an ihrem Treiben gehindert werden. Ebenfalls aus Furcht vor dem Tod.

Michaels Weg ist sehr steinig, doch weiß er, wenn er dies erträgt, wartet am Ende eine Belohnung. Gottes Belohnung. So wurde es ihm höchstpersönlich von Gott versprochen. Dies hält ihn aufrecht.

Die Autorin schildert Michaels Jugend in eindringlicher Weise und gibt schonungslosen Einblick in das Klosterleben mit allen Schattenseiten. Lichtblicke gibt es so gut wie keine.

Zeitweise musste ich das Buch zur Seite legen, weil das Kopfkino zu intensiv mitspielte. Es gibt Dinge, die kann, will und muss man sich nicht vorstellen.
Schockierende Momente und grausame Szenen - und doch kämpft sich Michael durch. Sein Glaube ist groß, seine Hoffnung ebenfalls.

Das Buch endet mit Michaels 18. Geburtstag und einem ungewöhnlichen Angebot, welches die Zukunft Michaels stark verändern würde.
Wie er sich entscheidet, ist den Lesern der "Jägerin"-Reihe schon bekannt, doch warum und wie es dazu kam, ist hochinteressant.
Sein Verhalten in den nach seinen Tagebüchern spielenden Bänden ist nun noch um einiges mehr nachvollziehbar und hat ihn mir auch noch sympathischer gemacht.

Fazit:
Michaels harter und steiniger Weg zu dem Menschen, der er heute ist. Einige Szenen waren mir jedoch zu grausam.

4 sterne

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