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Nethas Schmökerkiste » Suche » Suchergebnis » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Autor Beitrag
Thema: lese gerade - Januar - März 2018
Meggie

Antworten: 14
Hits: 114

19 Jan, 2018 21:57 30 Forum: Lese gerade

Ich wage mich mal an einen Klassiker

H. G. Wells - Die Insel des Dr. Moreau

Thema: lese gerade - Januar - März 2018
Meggie

Antworten: 14
Hits: 114

18 Jan, 2018 14:50 14 Forum: Lese gerade

Jonathan Stroud - Lockwood & Co.: Das flammende Phantom

und als ebook

Guillermo del Toro - Trollhunters

Zwischendurch habe ich noch

Rainer Wekwerth - Pheromon: Sie riechen Dich

verschlungen.

Thema: lese gerade - Januar - März 2018
Meggie

Antworten: 14
Hits: 114

08 Jan, 2018 20:43 36 Forum: Lese gerade

Jonathan Stroud - Lockwood & Co.: Die raunende Maske

und als ebook

Nadja Losbohm - Die Tagebücher des Michael Ian Ryan

Thema: [Fantasy] Stroud, Jonathan - Lockwood & Co.: Der wispernde Schädel (2)
Meggie

Antworten: 0
Hits: 17

Text Stroud, Jonathan - Lockwood & Co.: Der wispernde Schädel (2) 08 Jan, 2018 20:40 35 Forum: Fantasy & SF: S - U

Autor: Stroud, Jonathan
Titel: Der wispernde Schädel
Originaltitel: The whispering Scull
Verlag: cbj
Erschienen: 2014
ISBN-13: 978-3-570-15710-7
Seiten: 512
Einband: Hardcover
Serie: Lockwood & Co., Band 02
Preis: 18,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.

Quelle: cbj

Inhaltsangabe:
Zitat:
Dank des spektakulären Erfolgs im Fall der seufzenden Wendeltreppe ist Lockwood & Co. nun eine der angesagtesten Geisteragenturen Londons. Doch inzwischen wird die Metropole bereits von einer Reihe neuer grausiger Ereignisse erschüttert: In einer beispiellosen Diebstahlserie werden mächtige magische Artefakte entwendet und deren Hüter grausam ermordet. Als dann auch noch auf einem Friedhof ein schauerlich eiserner Sarg geborgen wird, dessen Inhalt unter mysteriösen Umständen verschwindet, steht fest: Ein klarer Fall für Lockwood & Co.! Nur wenn das Team um Anthony Lockwood, Lucy und George ihre ganze Genialität im Umgang mit übernatürlichen Ereignissen in die Wagschale wirft, kann es ihnen gelingen, die Verschwörung, die hinter all dem steckt, aufzudecken.

Quelle: cbj

Meine Meinung
Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter der Agentur Lockwood & Co. Viele Aufträge und neue Erkenntnisse konnten Anthony Lockwood, George Cubbins und Lucy Carlyle sammeln. Durch ihren neuen Bekanntheitsgrad sind sie mittlerweile eine der angesagtesten Agenturen in London.

Das macht den drei schon ganz schön zu schaffen und trotzdem stürzen sie sich in jede Arbeit, die sich ihnen bietet. Manchmal kommen sie tagelange nicht richtig zum Schlafen, können aber irgendwie doch bei der Sache zu bleiben und die Aufträge bearbeiten.

Ich habe unheimlich viel Spaß beim Lesen gehabt, denn Lucy, George und Lockwood sind ein unschlagbares Team. Die drei haben sich aufeinander eingestellt, wissen, wie der andere handelt, vertrauen sich blind und können sich auch aufeinander verlassen. Zumindest, wenn es darum geht, Geister zu jagen oder Rätsel zu lösen.

Vor allem Lucy, die sich mit ihrer neuen Fähigkeit vertraut machen konnte, führt viele Fälle zum Erfolg. Dies freut alle sehr, nur Lucy fragt sich, warum ihre Fähigkeit gerade bei dem Geisterschädel versagt, der in einem Einmachglas bei ihnen zu Hause steht. Einmal konnte sie mit ihm reden, doch seit dem blieb er ruhig. Seine Worte gehen ihr nicht aus dem Kopf. George führt etliche Experimente mit dem Schädel durch, um ihn zum Sprechen zu bringen.

Im zweiten Teil der Reihe bekommt die Agentur nunmehr den Auftrag, ein Grab auf dem Friedhof zu versiegeln. Dies scheint eigentlich eine einfache Aufgabe, nur kommt es ungewollt zu kleinen Komplikationen, bei denen ein Artefakt in einem Eisensarg entdeckt wird. Ein Spiegel, der alle, die hineinblicken, in seinen Bann zieht. Dieses Artefakt ist nunmehr sehr begehrt. Und so kommt es, wie es kommen muss. Der von Lockwood, Lucy und George versiegelte Sarg wird aufgebrochen und der Spiegel gestohlen.

Natürlich ist dies noch nicht alles, denn der Besitzer des Spiegels ist der im Eisensarg liegende Edmund Bickerstaff, der durch Experimente im 19. Jahrhundert zur traurigen Berühmtheit gelang. Seine okkulten Vorhaben war alles andere als ehrenhaft und führten zu Tod und Verderben.

Klar ist nun, dass Lockwood & Co. sich dem Fall annehmen und dabei auf noch mehr Geheimnisse stoßen.

Die Geisterjagd mit den drei jugendlichen Agenten ist ein wahrer Spaß, wenn man mal den Ernst außer Acht lässt. Sarkasmus wird groß geschrieben und wenn andere (gegnerische) Agenten mit von der Partie sind, lassen gerade George und Lucy kein gutes Haar an ihnen aus. Dies führt zu etlichen Wort-Schlagabtauschen, bei denen ich mich fast kringelig gelacht habe. Denn gerade George, der körperlich eher ein Defizit sprich Übergewicht aufweist, ist es, der mit seinem Wissen punkten kann und sich deshalb so einiges "unschönes" für seine Konkurrenten einfallen lässt. Hoch anrechnen muss man ihm, dass er aber auch einstecken kann.

Lucy hat diesmal eine große Aufgabe, denn sie muss versuchen, den nunmehr im Hause der Agentur lebenden Geisterschädel zum Reden zu bringen. Und sich keine Gedanken über die eine Tür im Haus zu machen, die sie nicht öffnen darf. Beides schwer, denn für das eine hat sie keine Lust und die Neugier für die Tür ist übermächtig.

Lockwood dagegen bliebt undurchsichtig, wie auch im ersten Teil. Man bekommt nur spärliche Informationen über ihn und trotzdem hat er ein so charismatisch nettes Verhalten, dass man ihn einfach gern haben muss. Dies merkt übrigens auch Lucy und mehr als einmal gerät sie über ihn ins Schwärmen. Gut nur, dass sie sich auch zusammenreißen kann, wenn es gerade brenzlig wird.

London ist ja mal wieder ein Setting, bei dem ich ins Schwärmen gerate. Geister, unnatürliche Phänomene, okkulte Beschwörungen, Übernatürliches - es gibt nichts, was nicht hierher passt. Gerade diese Kulisse bietet so einiges, um hier Geschichten stattfinden zu lassen, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie hier einfach hingehören. Für mich einer der Gründe, endlich dort länger Urlaub zu machen und mich auf die Spuren der verschiedenen Geschichten zu begeben, die ich bislang über bzw. in London gelesen habe.

Der Autor, der mich schon mit seinen Bartimäus-Romanen überzeugen konnte, hat mit Lockwood & Co. eine Agentur geschaffen, die mit Abenteuerlust, Witz und Charme so manche tolle Jagden veranstalten können und dabei einfach so bleiben, wie sie sind. Nett, charismatisch und intelligent. Einfach ein Trio, das man gerne haben muss.

Ich freue mich auf weitere Abenteuer und bin gespannt, wie der Autor den Kracher, den er am Ende des zweiten Bandes hochgehen ließ, in die nächsten Bände mit einbaut.

Fazit:
Die Geisterjagd im modernen London kann ich nur mit der vollen Punktzahl bewerten.

5 sterne

Thema: [Science-Fiction] Kincaid, S.J. - Diabolic: Vom Zorn geküsst (Band 01)
Meggie

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Hits: 17

Text Kincaid, S.J. - Diabolic: Vom Zorn geküsst (Band 01) 08 Jan, 2018 20:34 09 Forum: Fantasy & SF: J - L

Autor: Kincaid, S.J.
Titel: Vom Zorn geküsst
Originaltitel: The Diabolic
Verlag: Arena
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-401-80658-7
Seiten: 488
Format: ebook
Serie: Diabolic, Band 01
Preis: 15,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
S. J. Kincaid wuchs in Kalifornien auf und ging in New Hampshire zur Schule. Sie ist Weltenbummler durch und durch und pendelt oft zwischen den USA und Schottland hin und her. Eigentlich wollte sie Astronautin werden, aber ein Mangel an mathematischen Fähigkeiten brachte sie schließlich dazu, Bücher zu schreiben und so in packenden Geschichten die unendlichen Weiten des Universums zu entdecken.

Quelle: Arena

Inhaltsangabe:
Zitat:
Eine Diabolic ist stark. Eine Diabolic kennt kein Mitleid. Eine Diabolic hat eine einzige Aufgabe: Töte, um den einen Menschen zu schützen, für den du erschaffen wurdest.
Als Nemesis und Tyrus sich am Imperialen Kaiserhof begegnen, prallen Welten aufeinander. Sie – eine Diabolic, die tödlichste Waffe des gesamten Universums. Liebe ist ihr völlig fremd. Er – der Thronfolger des Imperiums, der von allen für wahnsinnig gehalten wird. Liebe ist etwas, das ihn nur schwächen würde. Dass ausgerechnet diese beiden zusammenfinden, darf nicht sein. Denn an einem Ort voller Intrigen und Machtspiele ist ein Funke Menschlichkeit eine gefährliche Schwachstelle …

Quelle: Arena

Meine Meinung
Nemesis ist eine Diabolic, gezüchtet, um denjenigen, auf den sie geprägt ist, mit ihrem Leben zu beschützen. Diese Person ist Sidonia von Imperyan, eine junge Frau, deren Aufgabe es sein wird, als Senatorin ihr Gebiet zu regieren. Doch der Kaiser des Reiches beruft alle Nachkommen auf seine Raumstation und befiehlt gleichzeitig die sofortige Auslöschen aller Diabolic, um seine Macht zu demonstrieren. So beschießt Sidonias Mutter, Nemesis nicht zu töten und sie an Sidonias Stelle zum Kaiser zu schicken, um das Leben ihrer Tochter zu schützen.
Als Nemesis am Hofe des Kaisers ankommt, merkt sie bald, dass die Welt, in der sie nun lebt, von Verschwörungen und Intrigen gespickt ist. Sie beginnt, Nachforschungen anzustellen und gerät dabei in den Bann des verrückten Neffen des Kaisers. Tyrus scheint der Mittelpunkt verschiedener verdächtiger Aktivitäten zu sein. Und doch ist gerade er es, der in Nemesis die menschliche Seite weckt und Gefühle hervorruft, die Nemesis eigentlich gar nicht haben dürfte.

Wir befinden uns im Weltraum, in einer weit entfernten Zukunft. Das Leben auf der Erde scheint schon lange nicht mehr möglich und so wurde das Gebiet erobert, dass unendlich erscheint. Im All gibt es einige Möglichkeiten und die Menschheit hat sich den Bedingungen dort recht gut angepasst.
Es hat sich sehr viel verändert, denn wenn man sich in der Nähe es Kaisers aufhält, lebt man in Saus und Braus. Man "modifiziert" sich, verändert sein Aussehen. Gefällt einem die Nase nicht, lässt man sich in kürzester Zeit richten. Die Hautfarbe ist zu hell? Dann wird man kurzerhand dunkler. Die Augen sind zu grün, ein Knopfdruck und sie sind blau. Gerade so, wie es die Mode gerade vorschreibt.
Und so kann man aus einem Kraftpaket wie Nemesis innerhalb kürzester Zeit eine junge, stattliche Dame machen. Und da im Zeitalter der Avatare und anonymen Übertragung von Daten nur sehr wenige wissen, wie den zu Nachfolgerin im Hause Imperyan aussieht, ist es kein Problem, eine Diabolic an ihrer Stelle zu schicken.

Der Saus und Braus, der im Reich der Kaisers vorrangig alles bestimmt, lässt die Menschen sehr oberflächlich werden. Durch die Veränderungen am Körper sehen alle gleich aus und die Unmenschlichkeit nimmt Oberhand. Für alles werden "Menschen" entsprechend gezüchtet. Servitoren übernehmen Kellnerarbeiten und werden wir Vieh behandelt. Exalte sind für Wettkämpfe "geboren" und Diabolics sind dazu da, dass man einen Bodyguard ohne Gefühle an seiner Seite hat.
Drogen stehen an der Tagesordnung, und das dazu passende Gegengift ist auch gleich griffbereit, falls man es übertreibt.

Nebenbei wird noch regiert. Der Kaiser steht jedoch unter der Fuchtel seiner Mutter und als Nachkommen hat er nur seinen verrückten Neffen Tyrus. Kein gutes Standbein.

Alles scheint wirr, wenn man anfängt, das Buch zu lesen. Die Rangordnung, die Gepflogenheiten und Sitten, der tägliche Ablauf und die ständige Angst der Untertanen, alles wirkt zwar durchdacht, doch hat man Mühe, es zu verstehen und vor allem die Personen herauszufiltern, die am wichtigsten erscheinen. Bis man alles so versteht, wie es ist, dauert es schon einige Zeit, denn mit großen Erklärungen hält sich die Autorin nicht auf.

Schnell merkt man jedoch, dass die Diktatur, die herrscht, alle nach der Pfeife des Kaisers bzw. dessen Mutter tanzen lässt. Fällt man aus dem Rahmen, stirbt man oder es wird auch schon mal die ganze Sippe ausgelöscht.
Nemesis merkt bald, dass einiges falsch läuft, doch gibt sie ihr wahres Ich nicht preis, sondern tut alles zum Wohle für Sidonia von Imperyan. Sie spielt die Rolle der unterwürfigen Untertanin, gerät dabei aber trotzdem ins Visier von Tyrus, dem Neffen des Kaisers. Der Geisteszustand des Neffen ist sehr fraglich und trotzdem lernt Nemesis den Mann näher kennen. Und ihre Zweifel werden noch größer, je mehr sie sich mit Tyrus abgibt.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd und erzählt die Geschichte in Ich-Form aus Sicht von Nemesis. Da diese Gefühle nicht oder nur in geringem Maße kennt bzw. nicht zulässt, wirkt alles sehr nüchtern, immer aus dem Blickwinkel betrachtet, ob Gefahren drohen und Abhilfe geleistet werden muss. Nur wenn es um Sidonia geht, kommt eine andere Nemesis zum Vorschein.

Das von der Autorin erschaffene Leben im Weltraum ist hart, unbarmherzig und voller Gefahren. Aber nicht der Weltraum ist es, der die Leute fordert. Die Diktatur des Kaisers, die unmenschlichen Bedingungen und das Streben nach Macht. Dies führt zu Angst und Gewalt.

Die genetischen Züchtungen und Modifikationen führen zu Anonymität. Keiner zeigt mehr sein wahres Gesicht, der Tag besteht aus Lug und Trug.

Einige erheben sich, doch der Widerstand wird im Keim erstickt. Alles ist geregelt und vorgegeben.

Dieses Zukunftsszenario ist sehr düster und birgt kaum Hoffnung. Deswegen finde ich die Idee, eine "Kreatur", die eigentlich nicht zu Gefühlen fähig ist, gerade die Hoffnungsträgerin sein zu lassen, um alle aus diesem "Alltag" herauszuholen und wieder das zu schätzen, was wichtig ist, sehr gelungen.

Das Buch endet mit einem Knall. Sehr gut, dass das zweite Buch schon in den Startlöchern steht.

Fazit:
Unbarmherzig und düster.

4 sterne

Thema: [Krimi] Roth, Mila - Man trifft sich stets zweimal (Markus Neumann und Janna Berg 11)
Meggie

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Hits: 21

Roth, Mila - Man trifft sich stets zweimal (Markus Neumann und Janna Berg 11) 08 Jan, 2018 19:20 26 Forum: Roth, Mila

Autor: Roth, Mila
Titel: Man trifft sich stets zweimal
Originaltitel: --
Verlag: Selfpublishing
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-96134-050-7
Seiten: 196
Format: ebook
Serie: Spionin wider Willen, Band 11
Preis: 2,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Petra Schier, geboren 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet seit 2003 als freie Autorin.
Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Verlag.
Beliebt und ebenfalls sehr erfolgreich sind auch ihre romantischen Weihnachtsromane sowie Liebesromane, die bei Rütten & Loening, MIRA Taschenbuch sowie Weltbild verlegt werden.
Sie ist die Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises sowie des DELIA-Jugendliteraturpreises und damit Mitglied des Vorstands der Autorenvereinigung DELIA.
Unter dem Pseudonym Mila Roth publiziert sie darüber hinaus verlagsunabhängig und erfolgreich verschiedene Krimi- und Thrillerserien.

Quelle: Mila Roth

Inhaltsangabe:
Zitat:
Kaum sind der Geheimagent Markus Neumann und seine zivile Partnerin Janna Berg von ihrem letzten Einsatz zurück, als sie erfahren, dass die gefährliche Auftragsmörderin Susanne Krause aus dem Gefängnis geflohen ist. Da Janna Monate zuvor nur mit knapper Not einem hinterhältigen Anschlag Krauses entkommen konnte, fürchtet sie nun erneut um ihr Leben und das ihrer Familie.
Obwohl sie erst einmal nur Markus dabei helfen sollte, sein neues Büro einzurichten, gerät sie nun erneut in einen heiklen und brisanten Fall. Denn Krause scheint nicht allein auf Rache aus zu sein, sondern führt noch etwas anderes im Schilde.
Während Janna mit den übrigen Kollegen der Abteilung die Stellung hält, wird Markus auf einen Undercover-Einsatz geschickt und muss sich auf ein gefährliches Spiel einlassen, das nicht nur ihn Kopf und Kragen kosten könnte.

Quelle: Mila Roth


Meine Meinung:
Janna Berg und Markus Neumann sind uns ja mittlerweile altbekannt. Und so freut es mich nun besonders, den ersten Teil des Staffelfinales, der mit einem bitterbösen Cliffhanger aufwartet, vorstellen zu dürfen. Und wer den elften Teil der Reihe gelesen hat, muss sich nun - wie ich - bis März 2018 gedulden, denn dann erscheint der zweite und gleichzeitig letzte Teil der ersten Staffel.

Wir befinden uns wieder in Bonn und starten mit Janna in einen neuen, aufregenden Abschnitt ihres Lebens.
Sie arbeitet in Kürze vollständig für das Institut und ist Markus dann als feste Partnerin zugewiesen. Gemeinsam mit ihm soll sie eine neue Abteilung aufbauen und ein Team leiten. Mit der ihr natürlichen Nervosität macht sich Janna daran, ihren alten Job abzuschließen und sich der neuen Aufgabe ordnungsgemäß zu widmen.

Dass sie nun mehr Zeit mit Markus verbringt, ist ihr bewusst und auch ein willkommener Nebeneffekt, doch möchte sie professionell wirken und blendet ihre Gefühle aus, um keine Fehler zu machen.
Markus dagegen ist seine Verwirrung anzumerken. Ihm machen verschiedene Dinge zu schaffen: die Gefühle für Janna, obwohl er keine zulassen möchte. Die Aussicht, mit einem Partner zusammenzuarbeiten, obwohl er eher ein Einzelgänger ist. Und eine geflohene Insassin aus dem Gefängnis, mit der Janna und Markus schon in einem früheren Fall zu tun hatten.

Und prompt sind wir mitten in einem Fall, der nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf.
Es geht um geheime Pläne des Militärs, Spionagearbeit deluxe und Bewältigen der Vergangenheit, wobei Markus und Janna merken, dass ihre Begegnung eigentlich kein Zufall ist, sondern vom Schicksal beflügelt.

Die Autorin legt ein gutes Tempo vor, denn es geschieht so einiges, nicht nur auf den Fall gemünzt. Es gibt eine Szene, die mir Gänsehaut bescherte, weil Janna und Markus einen Moment trauter Zweisamkeit genießen und auf ein prägendes Ereignis aus der Vergangenheit stoßen. Dieser Moment wirkte auf mich sehr intim, obwohl keinerlei Zärtlichkeiten körperlicher Natur ausgetauscht wurden. Diese Szene hat einen Knackpunkt ausgelöst und mir gezeigt, dass Markus und Janna sich sehr weiterentwickelt haben. Ich hatte mich eigentlich schon damit abgefunden, dass beide wirklich nur gute Freunde bleiben würden, doch hier gibt es Gemeinsamkeiten, die beide nochmals über alles nachdenken lassen könnte. Vielleicht war dies der entscheidende Ruck, den beide gebraucht haben. Aber wie ich die Autorin kenne, wirft sie alles wieder über den Haufen und überrascht uns mit einer gekonnten Finte.

Denn erreicht man das Ende des Buches, kann man sich gar nichts mehr sicher sein. Die Autorin hatte gewarnt, dass man nach Lesen dieses Teils das Lied "Shiny happy people" von R.E.M. nicht mehr hören kann, ohne an ihr Buch zu denken. Dies hat sie mit Bravour geschafft, denn die abschließende Szene hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Diese Szene hat mich unsagbar traurig gemacht, mir aber gleichzeitig auch ein Stück Hoffnung gegeben. Insoweit muss ich mich jedoch noch bis März 2018 gedulden, wenn der nächste Teil erscheint.

Der flüssige und packende Schreibstil der Autorin ließ mich durch das Buch fliegen und bescherte wieder einige Einblicke in Jannas Familienleben. Kurze Momente des Glücks, des Loslassens und der Zufriedenheit. Ein harter Gegensatz zu den Abläufen im Institut. Auf der einen Seite das sorglose Genießen des Lebens, auf der anderen der harte Blick auf die Realität.
Janna steht zwischen zwei Stühlen, aber sie merkt, dass sie auch im Institut angekommen ist und respektiert wird.
Der Spagat zwischen Familie und Geheimdienst wird von ihr bislang sehr gut gemeistert.

Fazit:
Spannend, packend und mit bösen Überraschungen gespickt.

4 sterne - 5 sterne

Thema: [Fantasy] Pullman, Philip - Über den wilden Fluss (His Dark Materials 00)
Meggie

Antworten: 0
Hits: 19

Text Pullman, Philip - Über den wilden Fluss (His Dark Materials 00) 08 Jan, 2018 19:12 43 Forum: Pullmann, Phillip

Autor: Pullman, Philip
Titel: Über den wilden Fluss
Originaltitel: The Book of Dust, Volume One
Verlag: Carlsen
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-551-58393-2
Seiten: 560
Einband: Hardcover
Serie: His Dark Materials, Band 00
Preis: 16,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Philip Pullman wurde 1946 in Norwich, England, geboren. Er wuchs in Zimbabwe und Wales auf. Viele Jahre arbeitete er als Lehrer, bevor er sich ganz auf das Schreiben konzentrierte. Mit der »His Dark Materials«-Trilogie wurde er weltweit bekannt. Sie wurde in über 40 Sprachen übersetzt und Pullman erhielt zahlreiche Preise, darunter den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis für sein Gesamtwerk. Er lebt in Oxford.

Quelle: Carlsen

Inhaltsangabe:
Zitat:
Millionen von Fans weltweit haben bereits sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet: die Vorgeschichte der berühmten Trilogie um den Goldenen Kompass!
Der 11-jährige Malcolm lebt mit seinen Eltern und seinem Dæmon Asta in Oxford und geht in dem Kloster auf der anderen Seite der Themse aus und ein. Als die Nonnen ein Baby aufnehmen, von dem keiner wissen darf, ist es mit der Ruhe in dem alten Gemäuer vorbei. Auch Malcolm schließt das kleine Wesen, das in großer Gefahr zu sein scheint, sofort in sein Herz und setzt alles daran, es zu schützen. Der Name des Babys: Lyra Belacqua.

Quelle: Carlsen

Meine Meinung:
Malcolm arbeitet im Gasthaus seiner Eltern mit und bekommt beim Bedienen der Gäste so einiges zu hören. Nicht nur die Sorge, Ängste und Alltagsgeschichten der Anwohner, auch die interessanten Themen fremder Gäste finden so den Weg zu ihm. Als eines Tages im angrenzenden Kloster ein Baby unterkommt, ist es Malcolm, der sich sogleich zu ihr hingezogen fühlt und weiß, dass Lyra ein besonderes Kind ist. Er macht es sich zur Aufgabe, sie zu beschützen. Als der seit Wochen andauernde Regen eine große Flut auslöst, ist es Malcolm, der Lyra aus dem überschwemmten Kloster rettet und sie zu ihrem Vater bringen möchte. Gemeinsam mit Alice, einer Küchenhilfe aus dem Gasthaus und seinem kleinen Kanu fahren sie über das mit Wasser geflutete Land. Doch auch weitere Gesellen sind hinter der kleinen Lyra her. Malcolm muss seine ganze Kraft aufwenden, um die kleine Lyra zu retten.

Mit "Der goldene Kompass" hat Philip Pullman eine so besondere Welt geschaffen, die parallel an unsere angegliedert ist. Ein Dæmon ist jedem Menschen zugewiesen, der in Tiergestalt als Seelenverwandter fungiert. Ein Mensch und sein Dæmon sind so sehr miteinander verbunden, dass eine Trennung zu körperlichen sowie seelischen Schmerzen führt.

Malcolm ist elf Jahre alt. Er ist ein aufmerksamer Junge, der sich für wissenschaftliche Themen genauso interessiert, wie für Nautik oder den Ablauf in einem Kloster. Er saugt Informationen in sich auf und lernt sehr schnell. Sein Dæmon Asta und er fahren am liebsten auf einem Kanu über den Fluss. Bei seiner Arbeit in der Gaststätte seiner Eltern bekommt Malcolm so einiges mit.
Außerdem ist er sehr hilfsbereit. Gerade im angrenzenden Kloster ist er ein gern gesehener Gast. Er unterhält sich gerne mit den dort lebenden Nonnen, hilft in der Küche oder bei Ausbesserungsarbeiten.
Als dort ein Baby auftaucht, ist Malcolm natürlich neugierig und möchte wissen, warum das Kind da ist. Doch er bekommt nur fadenscheinige Antworten.

Beim Bedienen dreier Gäste wird er von diesen ausgefragt. Und seine Neugier steigt weiter. Wer ist das Baby namens Lyra? Warum wurde sie gerade in das Kloster gebracht? Wer sind die Eltern? Und was ist so besonderes an ihr, dass jeder Interesse zeigt?

Und ab da beginnt ein Abenteuer, dass sich Malcolm so nie hat vorstellen können. Der Autor hat es aber geschafft, sich nicht zu sehr in der Parallelwelt zu verlieren. Dinge, die in der Trilogie "Der goldene Kompass" erklärt wurden, werden hier nochmals erklärt, so dass es nicht zwingend erforderlich ist, erst die Trilogie und dann das Prequel zu lesen. Denn "Über den wilden Fluss" spielt zeitlich vor "Der goldene Kompass" und erzählt die Vorgeschichte von Lyra.

Malcolm ist mir unheimlich sympathisch, da er mit seinem Wissensdurst und dem angeborenen Talent des Zuhören gesegnet ist. Dadurch saugt er so unheimlich viel in sich auf und wirkt mit seinen 11 Jahren schon derart erwachsen, dass man ihn zeitweise gar nicht mehr als Kind wahrnimmt. Er übernimmt eigenständig Verantwortung, ist hilfsbereit, nett und zuvorkommend. Doch bei der Flut kommt manchmal sein "kindliches" Wesen zum Vorschein und man merkt, wie dringend er einen Erwachsenen benötigt, der ihm hilft. In Alice, die ihm dabei hilft, Lyra zu ihrem Vater zu bringen, findet er eine Freundin, die ihn mit ihrer manchmal sehr schroffen Art auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Die Vorgeschichte schlägt eine Brücke zu der anschließenden Trilogie, die die Bände "Der goldene Kompass", "Das magische Messer" und "Das Bernstein-Teleskop" umfasst.

Mit einem sehr jugendlich wirkenden Schreibstil, erzählt der 1946 geborene Autor die Geschichte von Malcolm und Alice und schafft es, in einer Geschichte mit wenig Handlung trotzdem Spannung und Abenteuer einfließen zu lassen. Und so begleiten wir Malcolm und Alice auf ihrem Weg über den wilden Fluss, der viele Gefahren bereit hält, aber auch Gutes.

Einige Informationen bekommt man "zugeschmissen", die sich dann im Laufe der Geschichte aneinander reihen. Es geht nämlich nicht nur um Malcolm und Alice, sondern auch im die geheime Oakley Street, eine Organisation, die sich dem Guten gewidmet hat. Sie hüten die sog. Alethiometer, ein Gerät, dass die Wahrheit anzeigen kann. Diese Geräte werden sporadisch eingesetzt und stehen auch nicht so richtig im Mittelpunkt der Geschichte. Trotzdem sind sie wichtig für die spätere Handlung.

Und so wird man langsam, aber stetig auf die angrenzende Trilogie vorbereitet. Da ich diese schon vor Jahren gelesen habe, werde ich mir die Trilogie als ReRead für 2018 vornehmen und freue mich schon richtig auf ein Wiederlesen mit Lyra und ihrem Dæmon Pantalaimon.

Fazit:
"Über den wilden Fluss" ist eine mitreißende Geschichte über den Jungen Malcolm, dessen Herz mehr für andere schlägt.

5 sterne

Thema: [Fantasy] Fletcher, Tom - Der Weihnachtosaurus
Meggie

Antworten: 0
Hits: 15

Text Fletcher, Tom - Der Weihnachtosaurus 08 Jan, 2018 19:04 33 Forum: Kinder & Jugendbücher D - F

Autor: Fletcher, Tom
Titel: Der Weihnachtosaurus
Originaltitel: The Christmasaurus
Verlag: cbt
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-570-16499-0
Seiten: 384
Einband: Hardcover
Serie: --
Preis: 14,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Tom Fletcher, geb. 1985, hat für seine Band McFly schon viele Hits geschrieben, die in den britischen Charts landeten, und mit seinen Youtube-Kanälen erreicht er ein Millionenpublikum. Vor einiger Zeit hat er sich nun noch sehr erfolgreich dem Schreiben von Büchern für Kinder zugewandt. Der Weihnachtosaurus, sein erster Kinderroman, bringt seine beiden großen Leidenschaften, Weihnachten und Dinosaurier, zusammen und wurde in Großbritannien ein gigantischer Bestseller. Tom lebt mit seiner Frau und zwei kleinen Söhnen in London. Jedes Jahr ab dem 27.12. zählt er die Tage bis Weihnachten.

Quelle: cbt

Inhaltsangabe:
Zitat:
Die Weihnachtswichtel am Nordpol sind ganz aus dem Häuschen, als sie tief im Eis ein geheimnisvolles Ei entdecken. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich brütet das Ei unter seinem dicken Po aus. Zur Verblüffung aller schlüpft ein freundlicher kleiner Dinosaurier: der Weihnachtosaurus. Zufällig schickt zur gleichen Zeit, tausende Kilometer entfernt, ein kleiner Junge namens William seinen Wunschzettel an den Weihnachtsmann ab: Er wünscht sich einen echten Dinosaurier. Als William und der Weihnachtosaurus einander in der Weihnachtsnacht begegnen, erleben die beiden nicht nur ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer, sondern auch, was es heißt, den Wünschen seines Herzens zu folgen.

Quelle: cbt

Meine Meinung:
William ist ein wahrer Dinosaurier-Fan. Es liegt also nichts ferner, als dass er sich zu Weihnachten einen echten Dinosaurier wünscht. Doch er weiß auch genau, dass ihm dieser Wunsch nie erfüllt werden kann, denn bekanntlich sind Dinosaurier ja ausgestorben. Aber wenn man fest genug an etwas glaubt, entsteht eine Magie, die alles möglich macht.

Wer hat sich nicht auch schon mal etwas gewünscht, das nicht in Erfüllung gehen kann?Und viele Kinder wünschen sich sicherlich mal einen Dinosaurier als besten Freund. Unmöglich ist dieser Wunsch zur erfüllen. Doch der Weihnachtsmann ist nicht umsonst der Weihnachtsmann - der Wunsch eines Kindes ist ihm Befehl und wenn er gerade einen Dinosaurier am Nordpol hat, warum verschenkt er ihn dann nicht.

Ganz so einfach ist es natürlich nicht, denn der Weihnachtsmann will ja nicht so einfach seinen liebsten Weihnachtosaurus verschenken. Und so bastelt er einen Dino für William. Nur blöd, dass der Weihnachtosaurus den gebastelten Dino sehr lieb hat und ihm ein letztes Mal auf Wiedersehen sagen will. Natürlich in Williams Zimmer, wo der Gebastelte in der Weihnachtsnacht vom Weihnachtsmann abgeladen wurde. Und wie verhält sich ein Dinosaurier im Kinderzimmer? Genau, wie der Elefant im Porzellanladen und es kommt, wie es kommen muss. William wacht auf, entdeckt den Weihnachtosaurus und ein großes Abenteuer beginnt. Viele Gefahren lauern an jeden Ecken und dann taucht auch noch der Jäger Huxley auf, der es auf die Rentiere des Weihnachtsmannes abgesehen hat... bis er den echten Weihnachtosaurus sieht und nur noch dessen Kopf im Kopf hat.

Rasant und abenteuerlich leitet uns der Autor durch die zauberhafte wie auch traurige Weihnachtsgeschichte. Denn unser Protagonist William hat es nicht leicht. Er ist mit einem großen Handicap gestraft, sein Vater scheint ein bisschen "tüddelig" und ist ein absoluter Weihnachtsnarr und in der Schule läuft es Dank der neuen Schülerin Brenda auch nicht gerade rosig. So hat William eines wohl am Nötigsten: einen Freund, der ihm beisteht, ihm hilft und ihm zeigt, was es heißt, Spaß am Leben zu haben. Der Weihnachtosaurus kommt da gerade richtig.

Das Schöne ist, dass wir nicht nur einem echten Dinosaurier begegnen, sondern auch dem Weihnachtsmann und anderen zauberhaften Gestalten, die in der Phantasie der Kinder eine wichtige Rolle spielen und für sie das Fest der Feste zu etwas Besonderem machen.

Der Autor zieht wirklich alle Register, lässt eine wunderschöne Weihnachtsnacht entstehen, die gespickt ist mit Abenteuer und der Suche nach etwas Neuem und Aufregendem. Und die Suche nach Glück, einem normalen Familienleben und Freundschaft.

Mit leichten Worten wird kindgerecht die Geschichte über William, den Weihnachtosaurus und die Suche nach einer Familie beschrieben. Doch so traurig die Geschichte beginnt, so wunderschön weihnachtlich endet sie und bringt einem in die richtige Stimmung. Doch nicht nur für Weihnachten ist das Buch geeignet. Man kann es das ganze Jahr über lesen, sich in der Geschichte verlieren und sich so auch immer wieder einen Stück des Zaubers der Weihnachtszeit zurückholen.

Und wer von der Geschichte noch nicht genug hat, bekommt am Ende des Buches auch noch eure Top-Ten-Liste der besten Dinge zu Weihnachten. Film, Musik und Essen sowie Aktivitäten des Autors werden vorgestellt. Und ein paar Rätsel gibt es auch noch. So kann man testen, ob man auch gut aufgepasst hat beim Lesen.

Aber nicht nur die Geschichte ist wunderbar gestaltet. Auch der Text ist "sehenswert"... denn es gibt immer wieder kleine und große Zeichnungen sowie hervorgehobene Schrift, um natürlich einen Effekt noch etwas "bildlicher" zu beschreiben. Die Zeichnungen sind ebenso liebevoll gehalten und unterstreichen somit nochmals die Geschichte und ist somit auch für Kinder geeignet, die noch nicht lesen können, da es ja was zu sehen gibt.

Fazit:
Der Weihnachtosaurus rettet Weihnachten, William und den Rest der Welt.

5 sterne

Thema: [Fantasy] Garber, Stefanie - Caraval
Meggie

Antworten: 0
Hits: 14

Text Garber, Stefanie - Caraval 08 Jan, 2018 19:00 18 Forum: Fantasy & SF: G - I

Autor: Garber, Stefanie
Titel: Caraval
Originaltitel: Caraval
Verlag: IVI by Piper
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-492-96578-1
Seiten: 400
Format: ebook
Serie: --
Preis: 12,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Stephanie Garber ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie wuchs in Kalifornien auf, wo sie oft mit Anne Shirley, Jo March und anderen Romanfiguren mit ungezügelter Vorstellungskraft verglichen wurde. Neben ihrer Arbeit als Autorin ist sie Lehrkraft für Kreatives Schreiben und träumt von ihren nächsten großen Abenteuern. Sie wartet sehnsüchtig auf den Tag, an dem Legend ihr eine Eintrittskarte für Caraval schickt.

Quelle: Piper

Inhaltsangabe:
Zitat:
Scarlett sehnte sich schon immer danach, das Festival Caraval zu besuchen. Es verspricht die magische Erfüllung von Wünschen, Abenteuern und Freiheit. Doch Scarletts Vater verbietet seinen Töchtern, die Heimat zu verlassen. Caraval erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zum Festival ermöglichen. Scarlett fühlt sich am Ziel ihrer Träume. Aber als sie Caraval betritt, beginnt sie zu zweifeln. Etwas Dunkles und Geheimnisvolles umgibt diese Welt. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...

Quelle: Piper

Meine Meinung
Scarlett und ihre Schwester Donatella fürchten sich vor ihrem grausamen Vater. Einzig die bevorstehende Heirat mit einem Grafen hält Scarlett aufrecht. Und der Gedanke Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Spiel und Spaß stehen dort im Vordergrund.
Als der Seefahrer Julian auftaucht und die Schwestern auf Bitten von Donatella nach Caraval bringen soll, ist Scarlett jedoch diejenige, die protestiert. Sie möchte nur endlich heiraten, um sich und ihre Schwester vor ihrem Vater zu retten. Doch Donatella überredet ihre Schwester zu diesem letzten Ausflug. Ihr zu liebe geht Scarlett letztendlich mit, wobei jedoch auch Julian so einige Reize auf sie ausübt. Und die Aussicht, Legend zu treffen, ist ebenfalls ein Grund für Scarlett. Denn Legend ist berühmt für Caraval und das Spiel, dass dort gespielt wird. Gewinnt Scarlett, hat sie einen Wunsch frei... Dann wird Donatella entführt und Scarlett hat nur drei Tage Zeit, sie zu finden.

Ich hatte mir ehrlich gesagt etwas total anderes unter dem Buch vorgestellt. Mehr Rätsel, mehr Spannung und auch mehr Action. Für mich war die Geschichte nur eine Aneinanderkettung an Ereignissen, die eigentlich gar nicht so richtig was miteinander zu tun hatten. Selbstzweifel, Mitleidsheischen, Liebesbekenntnisse und Warten auf den nächsten Hinweis.
Die Autorin konnte mich nicht wirklich fesseln, da sie keinen roten Faden verfolgt hat. Die Hinweise, die Scarlett bekommt, helfen nicht wirklich weiter. Im Gegenteil, eigentlich hat sie mehr Glück, als Verstand und viel Hilfe, um sich von Hinweis zu Hinweis zu hangeln. Erst am Ende muss sie alleine weitermachen und ihren Grips anstrengen.

Viele Szenen waren in meinen Augen auch unnötig und zogen das Buch nur in die Länge. Warum Scarlett und Donatella letztendlich auf der Insel sind und das Spiel spielen, wird zwar am Ende des Buches aufgeklärt, war in meinen Augen aber eher etwas fadenscheinig. Die endgültige Lösung hat mir nicht so gefallen.

Die Idee, eine Art Jahrmarkt oder Zirkus zu veranstalten, damit die Besucher ein Spiel spielen können, wo es am Ende einen Gewinn in Form eines Wunsches gibt, hat mich aber dennoch interessiert. Die Umsetzung fand ich jedoch nicht so gelungen. Die Autorin verstrickt sich auch in Wiederholungen, so dass ich mehrmals lesen musste, wie sehr Scarlett ihre Schwester doch liebt und sich um sie Sorgen macht.

Sehr gut hat mir jedoch gefallen, dass die Autorin ein - im wahrsten Sinne des Wortes - farbenfrohes Buch geschrieben hat. Ständig begegnen einem Farben, aber nicht nur normale wie rot-grün-blau, sondern eher sonnengelb, mondsilbern, jadegrün, hochzeitskleidweiß, immergrünblau, moosbeerenrot, kirschblütenrosa, bernsteingefleckt, quecksilbern, smaragdgrün, orchideenfarben, schierlingsgrün, pflaumenfarben, usw. Die Beschreibungen der Farben ziehen sich durch das ganze Buch wie ein roter Faden und bilden einen Mittelpunkt, um den sich alles dreht.

Zu Scarlett und ihrer Schwester konnte ich keine Verbindung aufbauen, sie blieben für mich ohne Tiefe und wirkten sehr blass. Einzig Julian war für mich interessant. Er erscheint geheimnisvoll und gefährlich, seine unberechenbare Art lässt Scarlett mehr als einmal an ihm zweifeln. Doch geht von ihm auch etwas sehr sympathisches aus und im Laufe der Geschichte entwickelt er sich weiter und zeigt sein wahres, sehr interessantes Ich.
Scarlett traut ihm nicht, und doch entwickelt sie Gefühle für ihn, die sie eigentlich nicht zulassen dürfte.

Ganz Caraval ist farbenfroh, täuschend, unecht und geheimnisvoll. Sich bewegende Brücken, Räume, die ihre Größe ändern, andere Spieler und Statisten, die eine Rolle innehaben. Alles wirkt wie ein großes Fest. Doch muss man aufpassen, was an der nächsten Ecke lauert. Es könnte der Untergang sein.
Und doch fehlte mir das gewisse Etwas, um mich vollständig zu überzeugen.

Fazit:
Eine tolle Idee, die jedoch sehr ausbaufähig ist.

3 sterne

Thema: [Historischer Krimi] Kinkel, Tanja - Grimms Morde
Meggie

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Text Kinkel, Tanja - Grimms Morde 08 Jan, 2018 18:55 19 Forum: Kinkel, Tanja

Autor: Kinkel, Tanja
Titel: Grimms Morde
Originaltitel: --
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-426-28101-7
Seiten: 480
Einband: Hardcover
Serie: --
Preis: 22,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, gewann bereits mit 18 Jahren ihre ersten Literaturpreise. Sie studierte in München Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und promovierte über Aspekte von Feuchtwangers Auseinandersetzung mit dem Thema Macht. 1992 gründete sie die Kinderhilfsorganisation "Brot und Bücher e.V", um sich so aktiv für eine humanere Welt einzusetzen (mehr Informationen: www.brotundbuecher.de). Tanja Kinkels Romane wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt; sie spannen den Bogen von der Gründung Roms bis zum Amerika des 21. Jahrhunderts.

Quelle: Droemer Knaur

Inhaltsangabe:
Zitat:
Kassel, 1821: Die ehemalige Mätresse des Landesfürsten wird nach Märchenart bestialisch ermordet. Die einzigen Indizien weisen ausgerechnet auf die Gebrüder Grimm. Weil die Polizei nicht in Adelskreisen ermitteln kann, die sich lieber Bericht erstatten lassen, anstatt Fragen zu beantworten, kommen den Grimms Jenny und Annette von Droste-Hülshoff zur Hilfe. Ein Zitat aus einer der Geschichten, welche die Schwestern zur Märchensammlung der Grimms beigetragen hatten, war bei der Leiche gefunden worden. Bei ihrer Suche müssen sich die vier aber auch ihrer Vergangenheit stellen: Vorurteilen, Zuneigung, Liebe – und Hass, und diese Aufgabe ist nicht weniger schwierig. In einer Zeit, wo am Theater in Kassel ein Beifallsverbot erteilt wird, damit Stücke nicht politisch missbraucht werden können, Zensur und Überwachung in deutschen Fürstentümern wieder Einzug halten und von Frauen nur Unterordnung erwartet wird, sind Herz und Verstand gefragt.

Quelle: Droemer Knaur

Meine Meinung:
Jakob und Wilhelm Grimm, Herausgeber der "Kinder- und Hausmärchen", leben zusammen mit ihren Geschwistern in Kassel. Als ein Mord die Stadtbewohner aufwühlt, werden die Gebrüder Grimm unweigerlich hineingezogen. Denn die Tote starb wie in einem von ihnen verlegten Märchen. Dies kommt den Schwestern von Droste zu Hülshoff zu Ohren, die das Märchen beigesteuert hatten. Zusammen mit den Brüdern versuchen Annette und Jenny den Mord aufzuklären, bis ein zweiter Toter auftaucht, vergiftet durch einem Apfel. Auch Annette entgeht nur knapp einem Anschlag. Wer hat es auf die Gebrüder Grimm und die Schwestern von Droste nur abgesehen?

Die Autorin hat es mir mit der Geschichte nicht einfach gemacht. Verschachtelte Sätze, Abschweifungen in Religions- und Glaubensfragen, Rückblicke auf die Vergangenheit aller Beteiligten und immer wieder die Verbundenheit der Geschwister untereinander lassen den eigentlichen Fall, die Aufklärung der Morde, in den Hintergrund rücken.
Manche Sätze musste ich mehrfach lesen, weil die Schreibweise dem Stil des 19. Jahrhunderts angepasst wurde.

Viele Namen werden genannt und so einige sind tiefer in der Geschichte involviert, als andere. Hier habe ich dann ab und zu etwas den Überblick verloren, gerade wenn es um die adligen Charaktere ging, Mätressen, Konkubinen, Grafen und weitere hochwohlgeborene Personen, die allesamt Dreck am Stecken haben.

Jakob Grimm konnte mich nicht wirklich überzeugen, da es ihm offensichtlich an Taktgefühl und sozialer Kompetenz fehlt. Mit Mitmenschen kann er nicht so, muss nun aber unweigerlich mit anderen zusammenarbeiten, da er in den Mittelpunkt der Ermittlungen rückt. Als Verdächtigter muss er nun natürlich dafür sorgen, dass er den wahren Mörder findet. Doch seine verletzende Art sowie der respektlose Umgang mit anderen, führt nicht gerade dazu, dass er sich Freunde macht. Nur sein Bruder Wilhelm bedeutet ihm viel. Ihm gegenüber kann er sich öffnen und zusammen versuchen sie, den Mord aufzuklären.
Als dann noch die Schwestern von Droste nach Kassel kommen, scheint das Chaos perfekt. Alle haben eine gemeinsame Vergangenheit. Jenny und Wilhelm fühlen sich zueinander hingezogen, doch erlaubt es ihr unterschiedlicher Stand nicht, dass sie zusammenfinden.

Wilhelm ist warmherzig und auch seinen Geschwistern über viel offener und freundlicher als Jakob. Trotzdem hält er mehr zu ihm und stößt damit auch manchmal andere vor den Kopf.

Annette hat mir sehr gut gefallen. Ihre forsche Art führt dazu, dass sie täglich Diskussionen ausfechten muss, doch öffnen sich hier auch Türen, die man anders nie zu sehen bekommen hätte. Ihre Sichtweise als Frau in der damaligen Zeit war fast revolutionär, nur wird sie nicht ernst genommen. Sie sagt, was sie denkt, sie versucht, zu tun, was sie will, doch wird sie immer wieder ausgebremst. Ihre schlagfertige Art lässt so manchen Mann blass aussehen, doch bekommt sie auch oft genug über den Mund gefahren.

Zu Anfang war ich noch begeistert von der Geschichte, doch dann verzettelt sich alles. Die vielen Abschweifungen haben mich teilweise so sehr aus der Story gerissen, dass ich Mühe hatte, wieder zurückzufinden.

Die Suche nach dem Mörder hat sich auch nicht spannender gestaltet. Kleine Bruchstücke helfen zwar den Protagonisten, voranzukommen, doch bleiben diese wirklich klein. Und so zieht sich die Aufklärung dann auch in die Länge. Manche Passagen fand ich auch unnötig.

Außerdem dachte ich, dass mehr Morde passieren, als nur zwei, d. h. dass mehr Märchen zum Anlass genommen werden.

Insoweit konnte mich das ganze Buch nicht so recht überzeugen.

Fazit:
Leider nicht so wie gedacht.

2sterne - 3 sterne

Thema: [Historischer Liebesroman] McAbbey, Lisa - Die Schmugglerlady
Meggie

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Text McAbbey, Lisa - Die Schmugglerlady 08 Jan, 2018 18:50 50 Forum: Historische Romane M - O

Autor: McAbbey, Lisa
Titel: Die Schmugglerlady
Originaltitel: --
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-7413-0068-4
Seiten: 299
Format: ebook
Serie: --
Preis: 12,90 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Lisa McAbbey, geboren 1970 in Wien, hat Rechtswissenschaften studiert und ist für einen internationalen Konzern tätig. Ihre Freizeit verbringt sie mit Schreiben und dem Versuch, ihrem Labradormischling Manieren beizubringen.


Quelle: Bastei Lübbe

Inhaltsangabe:
Zitat:
England 1784: Die junge Lysia übernimmt den Schmugglerring ihres verstorbenen Vaters, um den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sichern. Glücklicherweise hat sie mit Jack Ryder einen tatkräftigen neuen Schmuggler an ihrer Seite. Zudem ist der Neue gutaussehend und charmant und lässt Lysias Herz trotz des Standesunterschieds höherschlagen. Doch als der Earl of Darrington auftaucht, scheint auf einmal alles in Gefahr, was sie sich so mühsam erkämpft hat – der Earl hat nämlich den Auftrag, dem Schmuggel in der Gegend einen Riegel vorzuschieben ...


Quelle: Bastei Lübbe

Meine Meinung
England, 1784: Lysias Sorgen sind groß. Ihr Vater früh verstorben, ist nun nicht genug Geld vorhanden, um das gewohnt vornehme Leben weiterzuführen. Außerdem wurde das Haus einem entfernten Verwandten vermacht und es droht der Umzug nach London in eine nicht so herrschaftliche Gegend. Ein weiteres Erbe ist jedoch die Schmugglerbande, die Lysia übernommen hat, um ihrer Mutter, ihrer Tante und ihren Schwestern vielleicht doch noch ein angenehmes Leben bieten zu können. Der Earl von Darrington will jedoch gegen die Schmuggler vorgehen und so droht alles aufzufliegen. Mithilfe ihres treuen Gehilfen Gibbs und dem sehr aufregenden Rossknecht Jack Ryder versucht Lysia noch genügend Geld für das Haus in London zu "verdienen". Nur ist es gerade Jack, der sie von dem Vorhaben abzulenken droht.

Immer wieder komme ich in Versuchung, solche "Liebesschnulzen" zu lesen, obwohl sie gar nicht in mein bevorzugtes Genre fallen. Bei Lisa McAbbey jedoch kann ich nicht nein sagen, da mir ihre Geschichten sehr gut gefallen. Dies hat aber damit zu tun, dass sich die Autorin Themen annimmt, die nicht so "populär" sind und damit etwas abseits vom Mainstream agiert. Hier kann man nämlich auch so einiges lernen, was einem vielleicht gar nicht interessiert hätte.

Diesmal geht es um Schmuggel von Alkohol und Tee. Im 18. Jahrhundert fand dieser nämlich in großem Maße statt. Ein höchstinteressantes Thema. Die Liebesgeschichte, die sich drumherum spinnt, wirkt dadurch gar nicht so aufdringlich, eher aufregend. Denn Lysia, eigentlich eine vornehme Dame, verguckt sich ausgerechnet in einen Mann unter ihrem Stand.
Mit einem sehr flüssigen Schreibstil erzählt die Autorin Lysias Geschichte. Der Kampf um die Existenz ist hart, doch Lydia ist eine starke Persönlichkeit, die nicht aufgibt und nach jedem Strohhalm greift, der sich ihr bietet. Dass dieser Strohhalm illegal ist, nimmt sie in Kauf. Sie will für ihre Familie nur das Beste und benötigt Geld, um einen neuen Start hinlegen zu können.

Nachdem der Earl von Darrington verlauten ließ, dass er dem Schmuggel ein Ende machen will, ist es für Lysia doppelt so schwer, alles geheim zu halten.

Hilfe bekommt sie von ihrem Gehilfen Gibbs, der mich irgendwie - wahrscheinlich wegen dem Namen - an einen Piraten aus "Fluch der Karibik" erinnert hatte. Mr. Gibbs ist dabei die rechte Hand von Jack Sparrow, eine treue Seele. Und so ist auch Gibbs in dem Buch. Loyal und hilfsbereit. Ein echter Freund und - nach dem Tod von Lysias Vater - auch eine Art Vaterersatz.

Weitere Hilfe gibt es von Jack Ryder, einem Rossknecht, der ausgerechnet auf dem Anwesen des Earl von Darrington arbeitet. Jack hat mir sehr gut gefallen, da er eine sehr forsche Art hat und Lysia mehr als einmal zum Erröten bringt. Er sagt, was er denkt und steht auch dazu. Er ist Lysia ebenfalls treu ergeben und testet auch gerne Grenzen aus, die er eigentlich nicht überschreiten darf.

Die Wortgefechte zwischen Lysia und Jack waren höchst unterhaltsam. Zwischen den beiden knistert es gewaltig und das verwirrt nicht nur Lysia.

Ich habe mit Spannung auf das Ende hin gelesen, um dann meine Vermutung bestätigt zu bekommen, die ich ab Mitte es Romanes hegte. Dies hat mich persönlich sehr gefreut.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Der Unterhaltungswert ist hoch und nebenbei lernt man so einiges über Schmuggel. Lysia und Jack haben mich begeistern können.

Fazit:
Eine historische Liebesgeschichte mit Lerneffekt.

4 sterne - 5 sterne

Thema: lese gerade - Januar - März 2018
Meggie

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03 Jan, 2018 21:34 25 Forum: Lese gerade

Mila Roth - Man trifft sich stets zweimal (Teil 1)

Thema: Meggies Reziliste 2018
Meggie

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Meggies Reziliste 2018 02 Jan, 2018 14:28 50 Forum: Rezensions Listen

Januar:

001 Lisa McAbbey - Die Schmugglerlady
002 Tanja Kinkel - Grimms Morde
003 Stephanie Garber - Caraval
004 Tom Fletcher - Der Weihnachtosaurus
005 Philip Pullman - Über den wilden Fluss
005 Mila Roth - Man trifft sich stets zweimal
006 S.J. Kincaid - Diabolic: Vom Zorn geküsst (1)
007 Jonathan Stroud - Lockwood & Co.: Der wispernde Schädel (2)

Thema: lese gerade - Januar - März 2018
Meggie

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31 Dec, 2017 14:58 51 Forum: Lese gerade

Jonathan Stroud - Lockwood & Co.: Der wispernde Schädel

und als ebook

S. J. Kincaid - Diabolic: Vom Zorn geküsst.

Die beiden nehme ich auch alle Fälle mit ins Neue Jahr.

Thema: Buchmengen Challeng 2017
Meggie

Antworten: 49
Hits: 1125

31 Dec, 2017 14:51 32 Forum: Challenges

97 / 100

Bei mir war es auch ganz knapp. Das 98. und 99. ist zwar angefangen, aber die bekomme ich dieses Jahr nicht mehr fertig.

Glückwunsch an alle, die es geschafft haben Knuddel

Thema: lese gerade ... Oktober bis Dezember 2017
Meggie

Antworten: 35
Hits: 543

30 Dec, 2017 12:45 30 Forum: Lese gerade

Jonathan Stroud - Lockwood & Co.: Der wispernde Schädel

und als ebook

S. J. Kincaid - Diabolic: Vom Zorn geküsst.

Beide Bücher sind total spannend und ich weiß als gar nicht, welches ich weiterlesen soll.

Thema: Weihnachtswichteln 2017
Meggie

Antworten: 37
Hits: 597

23 Dec, 2017 20:48 13 Forum: Rund ums Wichteln

Viel Spaß beim Auspacken breit grins

Thema: Keglevic, Peter - Ich war Hitlers Trauzeuge
Meggie

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Keglevic, Peter - Ich war Hitlers Trauzeuge 17 Dec, 2017 21:50 58 Forum: Belletristik J - L

Autor: Keglevic, Peter
Titel: Ich war Hitlers Trauzeuge
Originaltitel: --
Verlag: Knaus
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-8135-0727-
Seiten: 576
Einband: Hardcover
Serie: --
Preis: 26,00 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Peter Keglevic, geboren 1950 in Salzburg und gelernter Buchhändler, ist ein erfolgreicher TV-Regisseur, ausgezeichnet u.a. mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis. Seit über 20 Jahren hat er für "Laufen für den Führer" und die Lebensgeschichte von Harry Freudenthal recherchiert. "Ich war Hitlers Trauzeuge" ist sein erster Roman.

Quelle: Knaus

Inhaltsangabe:
Zitat:
Ostersonntag 1945. In Berchtesgaden wird zum 13. Mal "Wir laufen für den Führer" gestartet: eintausend Kilometer in 20 Etappen durch das Tausendjährige Reich. Der Sieger darf Adolf Hitler am 20. April persönlich zum Geburtstag gratulieren. Dank Leni Riefenstahl, die den großen Durchhaltefilm drehen soll, gerät der untergetauchte Harry Freudenthal in den Pulk der Läufer und entrinnt damit seinen Häschern. Der irrwitzige Lauf nach Berlin führt Harry schließlich bis in den Führerbunker, wo er Geschichte schreibt.

Quelle: Knaus

Meine Meinung:
Harry Freudenthal ist Jude und lebt zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Für ihn kein leichtes Unterfangen, muss er doch verheimlichen, was sein wahrer Glaube ist. Irgendwie schafft er es, den Schergen der SS zu entfliehen, ist jedoch auch immerwährend auf der Flucht. Durch Zufall und dem Einwirken der Reichsfilmregisseurin Leni Riefenstahl nimmt er am Jahreslauf zu Ehren des Führers teil. 1000 Kilometer von Berchtesgaden nach Berlin in tägliche Abschnitte aufgeteilt. Der Sieger hat die Ehre, dem Führer am 20. April zu seinem Geburtstag zu gratulieren.
Harry wird zu Paul Renner und läuft inkognito mit, hat jedoch Mühe, sein Geheimnis zu bewahren. Doch er muss durchhalten. Bis zum Geburtstag, bis zum Bunker, bis zum Ende des Krieges.

Der Klappentext verspricht einen "grandiosen, tragikomischen Roman", der am Ostersonntag, 1945 beginnt. Denn dann startet "Wir laufen für den Führer", ein 1000 km langer Lauf von Berchtesgaden bis nach Berlin.
Was sich als irrwitziges Unterfangen seitens des Juden Harry Freudenthal herausstellt, entpuppt sich als ein Lauf um sein Leben. Ein Lauf, um sich und seine Religion zu retten. Und so lässt er sich auf den Lauf ein und gibt sein Bestes.

Wir lernen zu Anfang den Juden Harry Freudenthal kennen. Er sitzt in einem Friseursalon und mit seinen über 90 Jahren trägt er nun schon seit langer Zeit ein Geheimnis mit sich herum. Jetzt, hier im Salon, muss es heraus und er beginnt zu erzählen. Von seiner Jugend, von dem Lauf und von seinen Erlebnissen mit diversen im zweiten Weltkrieg lebenden Personen.

Wir treffen auf Leni Riefenstahl, Goebbels, Eva Braun, Hitler und andere seiner Schergen. Wir erleben die Schrecken des Krieges, die letzten Tage des Adolf Hitler sowie Harrys Angst, ob er lebend aus dem Ganzen herauskommt.

Der Lauf von Berchtesgaden nach Berlin ist in Etappen aufgeteilt. Jeden Tag wird ein bestimmter Abschnitt gerannt, wobei man durch die unterschiedlichsten Gegenden läuft. Je näher Harry alias Paul an Berlin herankommt, umso mehr bekommt er vom Krieg mit. Bombenabwürfe, Tote auf der Straßen, brennende Häuser, geplünderte Dörfer, das ganze Elend des Krieges. Das Ende ist so nah.

Während dem Laufen hat Harry viel Zeit nachzudenken und so bekommen wir Rückblicke auf sein bislang 25 Jahre währendes Leben. Und er hat viel erlebt. Sehr viel. Sehr, sehr viel. So viel, dass ich ca. in der Mitte des Buches mehr als skeptisch war, ob man so viel überhaupt in 25 Jahren erleben kann. Denn die Rückblicke sind so zahlreich, dass ich den Überblick verloren habe. Den Überblick über Harry, seine Freunde und seine Erlebnisse.

Und dann ist da noch Harrys selbst auferlegte Mission. Er will gewinnen, um in den Bunker zu Hitler zu gelangen. Denn so hat er vielleicht die Chance, zu überleben. Und er schafft es tatsächlich, zu gewinnen. Doch im Bunker angekommen, neigt sich alles dem Ende zu. Er erlebt die letzten Tage des Adolf Hitler und seiner Getreuen.

Der Autor hat mich am Anfang noch mitreißen können. Doch dann verzettelt er sich meiner Meinung nach so sehr in seinen Rückblicken, dass ich Mühe hatte, auseinanderzuhalten, ob wir uns jetzt im Jahre 1945 befinden oder in den Rückblicken. Harry trifft auf eine Unmenge von Menschen, in seinen Gedanken und während des aktuellen Laufs. Viele Namen werden genannt, viele Orte besucht und so einige Erlebnisse erlebt.

Mir war alles einfach zu viel. Teilweise habe ich die Rückblicke auch nur überflogen und versucht, nur dem aktuellen Lauf zu folgen. Erst die letzten 50 Seiten haben mich wieder fesseln können, als sich Harry im Bunker aufhält und dort Adolf Hitler, Eva Braun und andere bekannte SSler kennenlernt. Und ab da wird es auch wieder sehr "fantastisch", die Phantasie des Autors kennt keine Grenzen. Und kommt auch wieder an das heran, was ich zu Anfang des Romanes so gut fand.

Der Schreibstil ist anfangs noch sehr packend, aber irgendwann ließ es bei mir das Interesse nach, eben aufgrund der so zahlreichen Informationen.

Fazit:
Guter Anfang, gutes Ende. Nur zwischendrin war es einfach "too much".

2sterne - 3 sterne

Thema: [Krimi] Gier, Kerstin - Wolkenschloss
Meggie

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Hits: 55

Gier, Kerstin - Wolkenschloss 17 Dec, 2017 21:46 00 Forum: Gier, Kerstin

Autor: Gier, Kerstin
Titel: Wolkenschloss
Originaltitel: --
Verlag: Fischer
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-8414-4021-1
Seiten: 464
Einband: Hardcover
Serie: --
Preis: 20,00 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Kerstin Gier hat 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Seither hat sie zahlreiche Jugend-, Frauen- und Liebesromane verfasst, die allesamt von ihren Leserinnen mit Begeisterung aufgenommen werden. Ihre phantastische Trilogie »Silber« ist ein internationaler Bestseller, genauso wie die Romane »Rubinrot«, »Saphirblau« und »Smaragdgrün« sowie »Müttermafia« und »Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner«. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln.

Quelle: Fischer

Inhaltsangabe:
Zitat:
Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Quelle: Fischer

Meine Meinung:
Fanny Funke arbeitet als Jahrespraktikantin in einem Grandhotel in der Schweiz. Das Hotel wird "Wolkenschloss" genannt, weil es aufgrund seiner Lage in den Bergen eben an ein solches erinnert. Fanny übernimmt Aufgaben wie Kinderbetreuung, Hilfe im Wellnessbereich, Reinigung der Zimmer oder auch die Bewältigung der Wäscheberge, die täglich anfallen. Als eines Tages der Job als Babysitter fast in die Hose geht, ist ihre Rettung Ben, der Sohn des Besitzers des Hotels. Er kommt in den Weihnachtsferien, um im Hotel zu arbeiten. Fanny findet Gefallen an ihm, aber da ist auch noch Tristan, ein junger Mann, der zusammen mit seinem Großvater im Hotel Urlaub macht.
Fanny hat jedoch alle Hände voll zu tun. Weihnachten und der große Silvesterball stehen an. Viele Gäste quartieren sich ein. Die russische Familie Smirnov, berühmte Autoren und ehemalige Sportler sowie Gäste, die schon seit Jahren die Ferien im Hotel verbringen.
Als das Gerücht vom Hotel-Kidnapper die Runde macht, glauben alle, dass dies im Wolkenschloss nie passieren könnte. Fanny macht jedoch nicht nur das Gerücht zu schaffen, sondern auch ihre Gefühle für Ben und Tristan.

Welch eine zuckersüße Geschichte. Man ist von Anfang an verliebt in die Figuren, das Setting und die Handlung.
Nach und nach lernt man die Charaktere kennen, die sich in unser Herz schleichen und mit ihren Schrullen und Eigenarten den ganzen Charme des Hotels in den Wolken ausmachen.

Vorneweg ist es Fanny, die die Geschichte trägt. Als Jahrespraktikantin hat sie es nicht so leicht. Sie ist das Mädchen für alles, muss verschiedene Stationen im Hotel durchlaufen, unter der strengen Hand von Fräulein Müller, die man eigentlich nie zu Gesicht bekommt. Fanny ist Kindermädchen, Putzfee, Wäscherin, Wellness-Beraterin und eigentlich immer unterwegs. Die kurzen Ruhepausen füllt sie mit der Fütterung von zutraulichen Dohlen, Nachforschungen über Ungereimtheiten, Flirten mit gut aussehenden Jungs oder einfach, um ihre Neugier zu stillen.

Die Autorin erzählt dabei in einem leichten Stil die Geschichte, als würde alles so nebenbei passieren. Viele Klischees werden erfüllt, doch kommt dies einem gar nicht so vor, weil es einfach nur Spaß macht, Fanny bei ihren täglichen Aufgaben und Erlebnissen zu begleiten.
Fanny steckt voller Energie. Mit 17 Jahren hat man diese noch. Und sie nimmt alles fast klaglos hin. Ihre Pflichten erfüllt sie gewissenhaft, kommt mit ihren Kollegen und den Gästen sehr gut aus, kümmert sich hingebungsvoll um die Kinder und hat auch immer einen netten Spruch auf Lager.

Das Cover ist einfach wunderschön. Fliederfarben ist das Wolkenschloss abgebildet und vermittelt so schon das Gefühl einer wunderschönen Geschichte. Welche auch wirklich im Inneren steckt. Ich bin immer wieder überrascht, wie das Cover das Innere eines Buches widerspiegelt.

Alle Charaktere sind schön gezeichnet, tragen mehr oder weniger zur Geschichte bei und eigentlich gibt es keinen, den man so gar nicht mag. Selbst die "Bösen" kann man nicht hassen.

Auch wenn die Geschichte bis kurz vor Ende so vor sich hin plätschert, kommt doch keine Langeweile auf. Und zwischendurch gibt es sogar Stellen, die ein bisschen fantastisch daherkommen. Dies macht den magischen Reiz des Hotels aus und führt auch zu einigen Fragen, die am Ende ein bisschen beantwortet werden.

Ich habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass es sich hier um einen Einzelband handeln soll. Eigentlich schade, da ich gerne noch längere Zeit in dem Hotel verbracht hätte. Vielleicht entscheidet sich die Autorin - auch wenn es kein allzu offenes Ende gibt - doch nochmal in die Schweiz zurückzukehren und uns weitere Abenteuer mit Fanny und dem Personal des Wolkenschlosses erleben zu lassen.

Gerne würde ich in diesem Hotel einmal Urlaub machen, gerade zur Weihnachtszeit. Ich bin kein Fan von Schnee, aber der Zauber, der von allem ausging, hat mich sehr gefangen genommen und ließ mich nur widerwillig wieder aus der Geschichte auftauchen.

Fazit:
Eine zuckersüße Geschichte mit zuckersüßen Charakteren und einem zuckersüßen Cover.

4 sterne

Thema: [Thriller] Fitzek, Sebastian - Flugangst 7A
Meggie

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Hits: 29

Fitzek, Sebastian - Flugangst 7A 17 Dec, 2017 21:41 28 Forum: Fitzek, Sebastian

Autor: Fitzek, Sebastian
Titel: Flugangst 7A
Originaltitel: --
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-426-19921-3
Seiten: 400
Einband: Hardcover
Serie: --
Preis: 22,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Quelle: Droemer Knaur

Inhaltsangabe:
Zitat:
Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ...

Quelle: Droemer Knaur

Meine Meinung:
Mats Krüger ist Therapeut und leidet an Flugangst, versucht diese jedoch zu bekämpfen und fliegt von Buenos Aires nach Berlin, um dort seiner schwangeren Tochter Nele bei der Geburt beizustehen. Kaum im Flugzeug angekommen, bekommt er einen Anruf, dass Nele entführt wurde und er sie nur retten kann, wenn er es schafft, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Seine einzige Waffe: ein Passagier, bei welchem er eine vor Jahren gelungene Therapie rückgängig machen soll. Mats muss eine schwerwiegende Entscheidung treffen: Rettet er Nele und bringt dafür über 600 Passagiere, die Crew des Flugzeugs und sich selbst dabei um oder rettet er das Flugzeug und verliert dafür das einzige Gute, was er in seinem Leben noch hat?

So viel hat uns der Autor schon durchmachen lassen: Hetz- und Verfolgungsjagden durch Städte, seelische Abgründe, die das Schlimmste aus einem herausholen, stürmische Inseln, auf denen perfide Spiele gespielt werden, Träume, die einem in den Wahnsinn treiben, Kreuzfahrten in den Tod. Immer wieder wird dabei mit der Psyche gespielt, immer wieder treibt uns der Autor in den Wahnsinn, weil letztendlich alles anders ist, wie gedacht.

Nach den letzten für mich etwas schwächeren Bänden, habe ich nun auf einen "alten Fitzek" gehofft. Einen Roman, der mich fesselt, mich packt und mir zeigt, dass der Autor es kann. "Die Therapie" oder "Der Seelenbrecher" haben mich gelehrt, dass das Dunkle in jedem von uns steckt. "Abgeschnitten" zeigte mir, dass ich lieber nicht bei Sturm auf einer Insel sein möchte und Kreuzfahrten habe ich mir nun sowieso abgeschminkt.

Nun begeben wir uns die Höhe und fliegen zusammen mit Dr. Mats Krüger nach Deutschland, damit er dort seine schwangere Tochter Nele bei deren Geburt begleiten kann. Er selbst leidet jedoch an Flugangst und kann nur mit viel Mühe an Bord der Maschine gehen. Doch möchte er den Wunsch seiner Tochter erfüllen.

Und als hätte er es geahnt, kommt es zu Komplikationen. Nicht, weil das Wetter schlecht ist, sondern weil er durch einen Anruf von der Entführung seiner Tochter erfährt. Außerdem sei er der einzige, der sie retten könne, wenn es ihm gelingt, das Flugzeug abstürzen zu lassen.

Schon sind wir mittendrin in einem spannenden und packenden Psychothriller, der mal wieder offenlegt, wie einfach manche Leute zu manipulieren sind und welche perfiden Spiele mit einem getrieben werden können, damit der Wille einer einzelnen Person seinen Weg findet und durchgesetzt werden kann.

Die Geschichte wird in drei Strängen erzählt. Einmal hoch in der Luft durch Mats Krüger, einmal in Berlin durch seine Tochter Nele und - ebenfalls in Berlin - durch Mats Kollegin Feli, die seinen Hilfe(an)ruf ernst nimmt und sich auf die Suche nach Informationen macht.

Mats selbst war mir nicht sehr sympathisch, zumindest die ersten 2/3 des Buches. Er wirkte auf mich eher fahrig (vielleicht auch bedingt durch die Flugangst), teilweise war sein Handeln nicht nachzuvollziehen. Und doch ergab alles am Ende einen Sinn, was bei mir persönlich dann auch ein paar Sympathiepunkte ihm gegenüber hervorbrachte.

Nele hat es nicht leicht. Sitzengelassen vom Ex-Freund, muss sie, schwanger und auch mit einer gefährlichen Krankheit geschlagen, alleine für ihre Zukunft sorgen. Sie geht es zwar schon richtig an, in dem sie für sich und das ungeborene Kind viele Pläne hat, doch scheint sie mir recht naiv und auch unentschlossen. Sie tat mir sehr leid, weil ihr einfach eine Bezugsperson fehlte, an der sie sich orientieren bzw. die sie etwas fragen konnte.

Feli, eine Kollegin von Mats, soll eigentlich an dem Tag heiraten, doch der Anruf von Mats führt sie dazu, nach Nele zu suchen und kommt dabei Ungeheuerlichem auf die Spur. Feli fand ich persönlich noch am interessantesten, weil sie mit der Suche nach Nele ihr Leben selbst in Frage stellt und wichtige Entscheidungen trifft, die nicht nur ihre Zukunft besiegeln.

Auch wenn ich nicht zu 100 % zufrieden war, war die Geschichte dennoch spannend und irreführend. Es gab einige Wendungen, auch wenn ich von Anfang an einen Verdacht hatte, der sich auch bestätigte. Die Psyche wird gerade bei Mats voll ausgereizt und er überrascht am Ende dann doch, so dass die ganze Story nochmals einen gewissen Kick bekommt.

Der Autor bedient sich einem aktuellen Thema. Der Absturz der German Wings Maschine im Jahre 2015 - der damalige Pilot ließ die Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in Südfrankreich zerschellen, weil er beschlossen hatte, Suizid zu begehen. Aufgrund dessen soll es nun stärkere Tests für Piloten geben, um herauszufinden, ob diese psychisch angeschlagen sind, unter Depressionen oder sonstigen Krankheiten leiden. Der Autor spinnt nun die ganze Geschichte weiter und heraus kam dabei eben "Flugangst 7A".

Wer sich fragt, warum gerade "7A" muss das Buch lesen, da mit kleinen Andeutungen auch diverse Statistiken im Buch untergebracht sind, die für an Flugangst leidende Personen bestimmt sehr interessant sind. Ich selbst mag den Start und die Landung bei Flügen nicht und bin froh, wenn ich es hinter mich gebracht habe, vom Fliegen wird mich das Buch und meine Angst jedoch nicht abhalten, weil ich eben gerne fremde Länder erkunde.

Viele Themen werden auf den 400 Seiten abgehandelt, eigentlich viel zu kurz, um alles richtig zu erklären. Das Ende war interessant und teilweise überraschend, was eben den Protagonisten Mats angeht.

Das hochwertige Cover verführt regelrecht zum Verkauf. Man blickt auf die Außenseite des Flugzeuges bzw. auf ein Fenster und eine erscheinende Hand. Entfernt man den Schmutzumschlag, kommt ein "Wackelbild" zum Vorschein, welches das Innere des Flugzeugs zeigt. Das Wackelbild erzeugt gleich eine Unmenge an Fantasie und passt zu der innenliegenden Story.

Fazit:
Eine spannende, wenn auch etwas vorhersehbare Geschichte mit einigen Wendungen.

3 sterne - 4 sterne

Thema: [Science-Fiction] d`Strange, Cara - Sha`an: Chroniken der Ewigkeit - Augenblick der Ewigkeit (Band 01)
Meggie

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Text d`Strange, Cara - Sha`an: Chroniken der Ewigkeit - Augenblick der Ewigkeit (Band 01) 17 Dec, 2017 21:31 08 Forum: Fantasy & SF: D - F

Autor: d´Strange, Cara
Titel: Augenblick der Ewigkeit
Originaltitel: --
Verlag: Art Skript Phantastik Verlag
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-945045-13-8
Seiten: 304
Einband: Taschenbuch
Serie: Sha´an: Chroniken der Ewigkeit
Preis: 13,80 Euro

Inhaltsangabe:
Zitat:
Durch eine Reihe von Zufällen finden mitten in einem intergalaktischen Krieg vier Personen zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der unter Amnesie leidende Pilot Ian McKay, das Piraten-Mädchen Sina, der alte Mechaniker Juri und die ebenso schöne wie eiskalte Telepathin Ela’ra.
Mit der Melnir, dem modernsten Raumschiff der bekannten Galaxie, folgen sie den Daten eines beschädigten Flugschreibers zu einem unbestimmten Ziel. Jeder der Mannschaft verspricht sich etwas anderes von ihrer Reise, doch als sich ihnen ein grausamer Despot in den Weg stellt, ist die Besatzung gezwungen, zu einer Einheit zusammenzuwachsen.

Quelle: Art Skript Phantastik Verlag

Meine Meinung
Der Zufall führt den Piloten Ian, die Piratin Sina und den Mechaniker Juri zusammen. Angeführt von der BeanSidhe El´ara reisen sie mit dem erbeuteten Raumschiff, der Melnir durch das Weltall, einer Spur folgend die zu einem unbestimmten Ziel führt. Die bunt zusammengewürfelte Mannschaft muss sich nun mit dem modernsten Schiff der Galaxie vertraut machen.
Etwas Großes steckt hinter allem und die Gruppe muss sich Gefahren stellen. Doch können sie einander vertrauen?

Die Geschichte erinnert an eine Mix aus Star Wars, Star Trek und Guardians of the Galaxy.
Fremde Welten, exotische Wesen und eine bunt zusammengewürfelte Truppe, die in einem modernen Raumschiff das Weltall retten muss, aber nicht mal selbst weiss, was in ihnen allen vorgeht.

Die Autorin bietet von Anfang an tiefe Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonisten, so weit es die Persönlichkeiten zulassen.
Bei Ian und Sina ist dies vor allem der Fall, denn in meinen Augen tragen die beiden den größten Anteil an der Geschichte. Zwar sind noch El´ara und später auch Juri involviert, doch strahlen Ian und Sina mehr Faszination aus.

Die unendliche Weite des Weltalls wird in diesem Roman auf einen kleinen Punkt zusammengefasst. Das Universum kommt einem gar nicht mehr so groß vor, obwohl doch einige "Orte" angeflogen werden.
Aber es wird auch viel Zeit auf dem Raumschiff, der Melnir, verbracht. Denn die Melnir wird zu einem neuen Zuhause, nachdem aus unterschiedlichen Gründen eben diese verloren gegangen sind. Ich muss zugeben, dass mir die Größe der Melnir trotz der Beschreibungen ein Rätsel blieb. Teilweise war alles sehr verwirrend. Eine kleine Zeichnung zu dem Schiff hätte mir geholfen.
Auch die Planeten und Orte waren unübersichtlich.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen, an den richtigen Stellen packend, einfühlsam und in die Tiefe gehend.
Gerade die Protagonisten werden greifbar und Sina (was aber nicht an der Namensgleichheit zu mir lag) hat mir besonders gut gefallen. Ihre Vergangenheit und die Gegenwart ließen mich immer nur hoffen, dass sie in Zukunft ein besseres und ruhigeres Leben führt. Im Nachhinein betrachtet würde dies zwar nicht so recht zu ihr passen und doch wünsche ich mir für sie einfach eine Konstante, die sie durchs Leben führt.

"Augenblick der Ewigkeit" ist der Auftakt zu einer Reihe und hört auch an einer sehr spannenden Stelle auf. Ich hoffe, der zweite Teil ist schon in Arbeit und erscheint recht zügig.

Fazit:
Ein spannendes Raumabenteuer.

3 sterne - 4 sterne

Thema: [Kurzgeschichten] Diverse Masken: Düstere Fantasy Geschichten
Meggie

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Diverse Masken: Düstere Fantasy Geschichten 17 Dec, 2017 21:25 23 Forum: KURZGESCHICHTEN & GEDICHTE

Herausgeber: Art Skript Phantastik Verlag
Titel: Masken: Düstere Fantasy Geschichten
Originaltitel: --
Verlag: Art Skript Phantastik Verlag
Erschienen: 2017
ISBN-13: 978-3-9815092-9-8
Seiten: 216
Einband: Taschenbuch
Serie: --
Preis: 11,80 Euro

Inhaltsangabe:
Zitat:
Masken verhüllen alles und öffnen die Tore zu einer fremden Welt. Sie sind verziert mit Perlen, Goldstaub und Spitze, überzogen mit Seide und Brokat oder aus schlichtem Holz. Doch in den Wirren der Farben und im Rascheln der Kleider tummeln sich die maskierten Wesen der Unterwelt, die ihre Opfer suchen, locken und in die Nacht entführen. Sie begegnen uns während des farbenfrohen Maskenballs in Venedig, in den Steppen der Mongolei oder bei einem alten Ritual in Afrika. Verhüllt von den Masken wandeln die Wesen der Nacht unter den Menschen und warten auf ihren Moment.

Quelle: Art Skript Phantastik Verlag

Meine Meinung:
Man kann nie wissen, was sich hinter einer Maske verbirgt. Sie kann Gutes tun oder zum Bösen verleiten. Man fühlt sich wohl oder lernt Gefühle kennen, die einem das Fürchten lehren.

16 Autoren haben sich dem Thema "Masken" gewidmet und sich Gedanken gemacht. Herausgekommen ist ein Mix aus fantastischen, mysteriösen und dunklen Kurzgeschichten. Horror und Liebe treffen auf Krimi und Thriller. Fantasy mischt sich mit Realität und letztendlich weiß man nicht, ob es erfunden ist oder wirklich so stattgefunden hat. Für jeden ist etwas dabei. Man rätselt, man lacht, man fürchtet. Alle Geschichten führten zu einem Abgrund, dessen Grenze man nicht überschreiten möchte, aber manchmal auch gezwungen wird, einen weiteren Schritt zu gehen.

Verführerisch kommen manche Masken daher, andere verstecken oder holen etwas aus einem hervor, das zu dunklen Gefühlen führt. Jede Maske hat ihr Eigenleben. Manchmal braucht man eine in Form von Porzellan, Holz oder Tuch. Manchmal steckt sie in uns. Und ist es immer ein Teil von uns. Man lässt sich nicht dahinter schauen, verbirgt etwas und doch kommen Dinge hervor, die so nicht geplant sind.

Nicht alle Geschichten enden mit Happy End. Dies hat mir jedoch sehr gut gefallen, da so Abwechslung ins Ganze kam. Man konnte sich nie sicher sein, ob es für den jeweiligen Protagonisten gut ausging oder ob er der Verführung verfällt. Das Rätselraten, ob bis zum Ende durchgehalten wird oder man (sich selbst) verliert.

Alle Geschichten haben mir sehr gut gefallen, doch gab es wieder welche, die ich hervorheben möchte, da sie mir durch Schreibstil, Ausdruck oder Inhalt aufgefallen sind.

"Dämonenmaske" von Bianca Brach erzählt die Geschichte von Brittany, die als Graue Maus durch das Leben schleicht. Mit 27 Jahren noch Jungfrau und eigentlich eher der introvertierte Typ, versteckt sie sich hinter Büchern und ihrem Job im Reisebüro. Ihr bester Freund Matthew, gut aussehend und eigentlich das genaue Gegenteil zu ihr, versucht jedoch, ihr die Freuden des Lebens zu zeigen. Als beide zu einem Maskenball gehen, bemerkt sie, dass die Masken, die dort getragen werden, schreckliches verbergen.

"Die Maske des Gargoyles" von Stefanie Bender hat mir von Anfang an schon wegen dem Titel gut gefallen. Gargoyles sind für mich sehr faszinierende Geschöpfe und wenn ich Wasserspeier auf alten Kirchen oder Häusern sehe, muss ich diese sofort fotografieren und in meinem Kopf fängt die Fantasie an zu sprudeln. Die Autorin zeigt uns jedoch den Gargoyle von seiner schwarzen Seite.

Kriss Ruhi führt uns an den "Baikalsees" und zeigt, was einem erwarten kann, wenn man sein Vertrauen an die falschen Leute verschenkt.

Alle Geschichten sind ausgereift und interessant zu lesen. Was aber auch an der Aufmachung des Buches liegt. Denn dies ist auch wieder hervorzuheben. Die kreativen Ideen der Herausgeberin ziehen sich nämlich durch alle Bücher hindurch. So macht das Lesen einfach Spaß.
Diesmal ist das Cover in Brauntönen gehalten und erinnert mich auf den ersten Blick eben an einen Maskenball aus dem Barock. Das Versteckspiel, das Geheimnisvolle und Mysteriöse spiegelt sich wider.

16 Geschichten, 16 unterschiedliche Ansichten. Ich bin immer wieder erstaunt, was Autoren aus einem vorgegebenen Thema machen. Das Buch ist eine kurzweilige Unterhaltung, regt auch zum Denken an und gibt Antworten auf die unterschiedlichsten Vorstellungen des Bösen und Guten.

Fazit:
Eine faszinierende Vorstellung, ein (Masken)Ball der Gefühle.

5 sterne

Thema: [Fantasy] Wekwerth, Rainer - Das Labyrinth ist ohne Gnade (Band 03)
Meggie

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Text Wekwerth, Rainer - Das Labyrinth ist ohne Gnade (Band 03) 17 Dec, 2017 21:12 53 Forum: Wekwerth, Rainer

Autor: Wekwerth, Rainer
Titel: Das Labyrinth ist ohne Gnade
Originaltitel: --
Verlag: Arena
Erschienen: 2016
ISBN-13: 978-3-401-50793-4
Seiten: 344
Einband: ebook
Serie: Labyrinth, Band 04
Preis: 12,99 Euro

Autorenporträt:
Zitat:
Rainer Wekwerth ist Autor aus Leidenschaft. Oft liest man, ein Autor habe sein Hobby zum Beruf gemacht. Rainer Wekwerth dagegen bezeichnet das Schreiben als Sucht: Er kann gar nicht anders. Wekwerth ist Autor erfolgreicher Bücher, die er teilweise unter Pseudonym veröffentlicht hat. Seine Bücher haben zahlreiche Preise gewonnen, zuletzt die "Segeberger Feder", die "Ulmer Unke" und die "Goldene Leslie" für den 1. Teil der Labyrinth-Trilogie. Neben dem Schreiben coacht er Autoren und Schreibschüler, ist Ehemann und Vater einer Tochter. Rainer Wekwerth lebt mit seiner Familie im Stuttgarter Raum.

Quelle: Arena

Inhaltsangabe:
Zitat:
Sie sind nur noch zu dritt und sie sind geschwächt. Aber sie wollen überleben – um jeden Preis. Zweifel überschatten den Kampf gegen das Labyrinth, das mit immer neuen Mysterien für die Jugendlichen aufwartet. Ihr mühsam erworbener Teamgeist scheint nicht zu brechen, doch lohnt sich für Jeb, Jenna und Mary der gemeinsame Kampf, wenn nur einer von ihnen überleben kann? Die entscheidende Frage aber wagt niemand zu stellen: Was erwartet den letzten Überlebenden hinter dem sechsten Tor?

Quelle: Arena

Meine Meinung:
Jeb, Jenna und Mary finden sich in der vorletzten Welt des Labyrinths wieder. Das Meer liegt in seinem unendlichen Blau vor ihnen. So weit das Auge reicht ist kein Ausweg in Sicht. Mary jedoch weiß, was sie erwartet, denn es ist ihre Welt, der Ort, an dem sie aufgewachsen ist. Und schon erwartet sie die nächste zu nehmende Hürde, ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen ihre Ängste. Gnadenlos wird ihnen zugesetzt. Das Ende scheint sehr nah. Die retten Lösung führt zu einem weiteren Verlust, aber auch zu den so lang ersehnten Antworten. Und zu noch mehr Problemen. Denn das Labyrinth kennt keine Gnade.

Teil 3 hat der ganzen Trilogie nochmals das sprichwörtliche I-Tüpfelchen aufgesetzt. Ich habe noch nie eine Reihe beendet, die mich so derart unzufrieden zurückgelassen hat. Vorab: ich liebe offene Enden, bei denen man seiner Phantasie freien Lauf lassen kann und sich so manche weitere Szenen noch selbst vorstellen muss. Doch das, was der Autor hier am Ende hat stehen lassen, ist für mich sehr unbefriedigend. Das erwartete Happy End ist keins, weil es eigentlich so gar kein Ende gibt. Die Geschichte bricht ab, nachdem eine Person eine Entscheidung getroffen hat, zu welcher man noch getrost drei weitere Bücher hätte schreiben können. Nach Lesen der letzten Seite schreit das Ende quasi nach einem weiteren Teil. Und doch ist die Reihe abgeschlossen. So dermaßen offen mag ich es dann auch nicht.

Nach dem schwachen ersten Teil, den der zweite jedoch ausgleichen konnte, hat mir der dritte Band bis auf die letzten Seiten gut gefallen. Spannung, Gefahr, Trauer und Hoffnung haben sich abgewechselt und somit einen spannenden und packenden Teil gebildet. Dann die (gelungene) Auflösung der ganzen Angelegenheit.
Bis das dicke Ende kommt... und dann nichts mehr. Nicht mal in der Danksagung wird erklärt, warum das Buch so endet. Dies finde ich sehr schade, da ich so nicht nachvollziehen konnte, was der Autor sich dabei gedacht hat.

Die neue Welt, in der sich Jeb, Jenna und Mary zu Anfang befinden, ist sehr bedrohlich, obwohl sie auf den ersten Blick beruhigend wirkt. Das Wasser und vor allem die sengende Hitze wird jedoch zum Problem. Auch die im Meer lebenden Bewohner setzen den drei ordentlich zu.
Mary übernimmt diesmal den starken Part und tritt in den Vordergrund. Warum, wird dann ab Mitte des Buches sehr deutlich. Gerade bei ihr ist eine ordentliche Entwicklung auszumachen. Ist sie in den ersten beiden Bänden noch eher das schwächste Glied der Kette, hat sich dies geändert und Mary ist der Charakter, um den sich alles dreht.
Jeb und Jenna treten sehr in den Hintergrund, was sich später aufklärt.

Der Schreibstil des Autors ist durchgehend packend, auch wenn sich ein paar Wiederholungen eingeschlichen haben. Dies stört jedoch den Lesefluss nicht.

Die Idee des Autors ist unheimlich interessant, die Umsetzung war - nach dem die Auflösung ans Licht kam - auch gelungen. Und man versteht nach Lesen des dritten Teils auch, warum der Autor das Wort "Labyrinth" gewählt hat, was mir nach Lesen der ersten beiden Bände noch ein Rätsel war.

Fazit:
Bis auf das sehr offene Ende eine spannende Reihe.

3 sterne

Thema: [Fantasy] Wekwerth, Rainer - Das Labyrinth jagt dich (Band 02)
Meggie

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17 Dec, 2017 21:04 59 Forum: Wekwerth, Rainer

Jeb, Jenna, Leon, Mischa und Mary haben es geschafft, sich in die nächste Welt zu retten. Diese entpuppt sich als eine Ansammlung von sterilen Zimmern, deren Wände von Zeit zu Zeit verschwinden. So ergibt sich die Möglichkeit, nach den Portalen zu suchen. Mischas Mathematikfähigkeiten ist ihnen dabei eine große Hilfe. Doch Mischa merkt, dass er Gefühle entwickelt, die er nicht zulassen darf. Denn so würde er nur seinen Platz für das Portal gefährden.
Währenddessen merkt Jeb, dass er in der neuen Welt Angstzustände entwickelt, die sein Handeln und Denken beeinträchtigen. Jenna ist ihm jedoch eine große Hilfe, wird allerdings von Halluzinationen geplagt. Genau wie Mary. Nur Leon scheint ein bisschen den Überblick zu behalten, bis er mit etwas konfrontiert wird, mit dem er nicht umgehen kann und will.
Die nächste Welt wartet jedoch schon auf sie und so müssen alle wieder um das Überleben kämpfen. Notfalls auch untereinander.

Den zweiten Teil der Labyrinth-Trilogie fand ich persönlich besser als den ersten, da dieser mit mehr Action und Spannung aufwartet. Die Längen, die Teil 1 noch etwas zähflüssig machten, wurden ausgeglichen und teilweise wurde die Story sogar so gut gesponnen, dass keine Pause zugelassen wurde. Dies machte es mir schwer, das Buch zur Seite zu legen.

Sehr gut gefallen hat mir, dass die Charaktere nun mehr Tiefe erlangten, weil nun viele Bruchstücke aus der Vergangenheit an die Oberfläche drangen. So konnte man teilweise das Handeln der Protagonisten nachvollziehen und deren Gefühle verstehen.
Hier war ich vor allem von Mischa und Leon sehr überrascht, die mir mit ihrem Handeln ein paar Rätsel aufgaben. Am Ende des zweiten Teils konnte ich allerdings beide verstehen.

Die Welten, die der Autor die Protagonisten durchlaufen lässt, sind grundverschieden. Erst eine sterile Umgebung und später hinaus eine sehr bekannte Szenerie. Der Autor lässt uns an den Überlegungen der Charaktere teilhaben und vermittelt dadurch ein besseres Bild der Personen und auch der Orte.
Im ersten Band war es eindeutig Jeb und Jenna, die die Geschichte dominierten, im zweiten Teil rücken jedoch auch Mary und Leon in den Fokus. Über Jenna, Leon und Mary erfährt man so einiges, während Jeb in meinen Augen etwas in den Hintergrund rückt. Er wirkt undurchsichtiger als seine Leidensgenossen.

Durch die aber dann doch knappen Hinweise kann man sich nicht so recht zusammenreimen, warum Jen, Jenna, Mary, Leon und Mischa diese Tortur durchmachen müssen. Sie merken, dass sie anfangen, einander zu vertrauen, nur um dann im Streit um ein Portal ums Überleben kämpfen zu müssen. Hier ergeben sich dann jedoch einige überraschende Wendungen.

Am Ende wartet ein fieser Cliffhanger. Also aufpassen, dass Teil 3 gleich zum Weiterlesen bereit liegt.
Auch wenn ich am Ende von Teil 1 nicht so zufrieden war, muss ich nun zugeben, dass Teil 2 es geschaffte hat, mich zu packen. Ich bin froh, weitergelesen zu haben. Ich hoffe nur, dass Teil 3 mich nicht enttäuscht und das Niveau von 2. Teil halten kann.

Leider verstehe ich immer noch nicht genau, warum gerade die Bezeichnung "Labyrinth" gewählt wurde, da das Durchlaufen der verschiedenen Welten für mich eher einer "Rallye" gleichkommt. Ich hoffe, dass sich dies jedoch im dritten Teil auflöst.

Fazit:
Ein spannender und vor allem rasanter 2. Band der Trilogie.

4 sterne

Thema: [Fantasy] Wekwerth, Rainer - Das Labyrinth erwacht (Band 01)
Meggie

Antworten: 1
Hits: 594

17 Dec, 2017 21:03 59 Forum: Wekwerth, Rainer

Als Jeb aufwacht, findet er sich in einer fremden Umgebung wieder. Als er sich auf die Suche macht, trifft er auf Jenna, Mischa, Mary, Tian, Kathy und Leon. Alle können sich an nichts erinnern, wissen nur von einem Zettel, dass sie sich auf die Suche nach Portalen machen müssen. Dort gelangen sie in die nächste Welt. Allerdings gibt es nur sechs Portale. Doch sie sind zu siebt. Einer wird also definitiv zurückbleiben müssen. Auf dem Weg zu den Portalen merken die Sieben, dass sie nicht allein sind. Unheimliche Geräusche begleiten sie.
Aber nicht nur die Einflüsse von außen machen der Gruppe sorgen. Auch innerhalb kommt es zu Reibereien. Bei einer Frage sind sich jedoch alle einig: Warum sind sie hier?

Der spannende Klappentext und die vielen positiven Meinungen zu dem Buch haben mich neugierig auf den ersten Teil gemacht. Und so freute ich mich regelrecht auf das Lesen.

Doch leider wurde meine Freude beim Lesen etwas getrübt, da es sich, wie der Titel des Buches irrtümlich suggeriert, nicht um ein Labyrinth handelt, sondern um Szenerien, die durchquert werden müssen, um zu einem Portal zu kommen. Ich hatte mir etwas ganz anderes vorgestellt. Zwar wurde immer wieder in Rezensionen oder Meinungen klar gestellt, dass die Reihe nicht mit "Maze Runner" von James Dashner verglichen werden soll, doch dachte ich, dass wenigstens ein Labyrinth vorkommt, wie der Titel es ja schon sagt.

Nach der anfänglichen Verblüffung allerdings hatte ich mich dann auf das Szenario eingelassen und mich einfach der Geschichte widmen können, bei der ich aber sehr oft im Dunkeln gelassen wurde. Der Autor hat mit geschickten Wendungen und verschleierten Argumenten ein Rätsel geschaffen, dass nur schwer lösbar ist.

Warum sind diese Jugendlichen in dem "Labyrinth"? Warum können sie sich an nichts erinnern? Warum muss immer einer zurückbleiben und alleine um sein Leben kämpfen?

Viele Fragen kommen einem in den Sinn und doch werden keine beantwortet. Im Gegenteil, die Spannung auf die Antworten wird geschürt und so muss man am Ende des ersten Bandes sofort zum zweiten Teil greifen.

Der Schreibstil des Autors ist fließend, man hat keine Probleme, in die Geschichte einzutauchen. Aus Sicht der verschiedenen Jugendlichen wird die Geschichte erzählt, wobei immer wieder kleine Bruchstücke aus deren Vergangenheit ans Tageslicht kommen. Dabei ist es jedoch so, dass die Protagonisten sich eigentlich an nichts erinnern und nur sporadisch Dinge aus ihrem Leben herausfinden.

Ein bisschen "komisch" fand ich es, dass sehr viel Wert auf das Gefühlsleben der Jugendlichen gelegt wurde. Jeb und Jenna scheinen sich von früher zu kennen und auch zu lieben. Sie fühlen sich sehr zueinander hingezogen und dies scheint ihre Gedanken fast vollständig auszufüllen, mehr noch, als die Frage, warum sie in diese Situation geraten sind.

Doch nicht nur Jeb und Jenna, auch die anderen machen sich mehr Gedanken darum, was der andere von ihnen denkt. Mit Ausnahme von Kathy, die sich um ganz andere Dinge Sorgen macht.

Die Geschichte ist deshalb so ganz anders als erwartet und so hatte ich am Anfang ein paar Probleme, mich damit anzufreunden. Doch je mehr ich las und je mehr ich die "Liebesdinge" außer Acht ließ, umso mehr gefiel mir, was ich da las.

Fazit:
Anders als gedacht, besser als erwartet.

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